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12.01.2022 – 19:28

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

NS-Zwangsarbeit vor unserer Haustür
Zwölf Veranstaltungen in zwölf Berliner Bezirken ab 20. Januar 2022

NS-Zwangsarbeit vor unserer Haustür / Zwölf Veranstaltungen in zwölf Berliner Bezirken ab 20. Januar 2022
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Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit widmet sich in diesem Jahr dem Thema NS-Zwangsarbeit in allen zwölf Berliner Bezirken. Von Januar bis Dezember 2022 finden dazu in Kooperation mit den Berliner Regionalmuseen zwölf Veranstaltungen statt. Im Mittelpunkt stehen Orte der Zwangsarbeit, die erst kürzlich „neu entdeckt“ wurden.

Vor 80 Jahren wurde Zwangsarbeit in Berlin zum Massenphänomen. Mit zunehmender Dauer des Krieges wuchs der Arbeitskräftebedarf der deutschen Wirtschaft ins Unermessliche. Im März 1942 gründete das NS-Regime mit dem „Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“ eine Behörde, um die Verschleppung von immer mehr Menschen zentral und effizienter zu organisieren. Im Rahmen der sogenannten Lagerbauaktion 1942 entstanden in Berlin hunderte von Unterkunftslagern für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Die Reihe nimmt in zwölf Veranstaltungen die einzelnen Berliner Bezirke in den Blick. Was hat das Verbrechen, das vor unserer Haustür stattfand, mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun? Warum erfolgte die Aufarbeitung erst so spät? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe sind unter anderem Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen geplant. Im Mittelpunkt stehen Orte der Zwangsarbeit, die kürzlich „neu entdeckt“ wurden.

Alle Termine und Themen sowie Aktuelles finden Sie auf unserer Website: www.ns-zwangsarbeit.de

Wegen der Covid-19-Pandemie werden einzelne Veranstaltungen als digitale Formate stattfinden.

Start der Reihe am 20. Januar mit Charlottenburg-Wilmersdorf

Los geht es am Donnerstag, 20. Januar 2022, um 18 Uhr mit Orten der NS-Zwangsarbeit und des Gedenkens im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Kooperationspartner ist das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf.

Teilnahme per Zoom: www.kurzelinks.de/Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zeigte im Jahr 2020 eine Ausstellung zu Zwangsarbeit im Bezirk. Im August 2021 wurde, nach sechsjähriger Debatte, in der Wilhelmsaue 39/40 letztlich eine Gedenktafel eingeweiht. Weitere Gedenkstelen entstanden jüngst in Eichkamp und demnächst in der Wallenbergstraße. Seit September 2021 gibt es in Charlottenburg-Nord den „Pfad der Erinnerung“, der auch zwei Zwangsarbeitslager markiert. Bei der Veranstaltung am 20. Januar widmen sich unter anderem Dr. Cord Pagenstecher, FU Berlin, und Cornelia Ganz, Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V., dem Stand der Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Rückfragen sowie Interviews und weitere Fotos:
Fabian Vögtle (Pressereferent)
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Eine Einrichtung der Stiftung Topographie des Terrors
Britzer Str. 5 | 12439 Berlin
Tel: +49 30 6390 288 14
voegtle@topographie.de