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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Gedenktafel zum 77. Jahrestag des Luftangriffs auf Zwangsarbeiterlager in Weißensee

Gedenktafel zum 77. Jahrestag des Luftangriffs auf Zwangsarbeiterlager in Weißensee
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Vor 77 Jahren sind im Ortsteil Weißensee mehr als 50 italienische Militärinternierte bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. Anlässlich des Jahrestages am Freitag, den 7. Mai, erinnern das Bezirksamt Pankow und das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin um 14 Uhr mit einer neu geschaffenen Informations- und Gedenktafel an die getöteten Italiener des Zwangsarbeitslagers Nr. 40 der „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ (GBI).

Auf Initiative von Ugo Brilli (Campi Bisenzio/Italien) realisierten die Pankower Gedenktafelkommission und das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit die Aufstellung der Tafel am ehemaligen Lagerstandort in Weißensee (Darßer Straße/Ecke Nachtalbenweg).

Das GBI-Lager Nr. 40 bestand seit 1941 und wurde am 7. Mai 1944 bei einem Luftangriff der Alliierten getroffen. Dabei starben mehr als 50 italienische Militärinternierte in den Splitterschutzgräben des Lagers. Ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene hatten keinen Zutritt zu Luftschutzbunkern. Ugo Brilli überlebte den Bombenangriff und konnte den Tod seiner Landsleute bezeugen. Der heute 99-Jährige war ab Ende 1944 im GBI-Lager Nr. 75/76 in Schöneweide untergebracht, dem heutigen Standort des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit.

Hintergrund:

Im September 1943 trat Italien aus dem Krieg aus. Die Wehrmacht nahm daraufhin alle italienischen Soldaten gefangen. Sie wurden nach Deutschland gebracht und zu Militär­internierten erklärt. So konnte ihre Arbeitskraft ohne Rücksicht auf die Genfer Konvention und die politische Situation in Italien ausgebeutet werden. Über 30.000 von insgesamt 650.000 italienischen Kriegsgefangenen kamen nach Berlin und wurden dort auf verschiedene Lager verteilt.

Kontakt:

Bernt Roder, Museum Pankow, Tel: (030) 90295-3917

bernt.roder@ba-pankow.berlin.de

Daniela Geppert, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Tel: (030) 6390288-0

geppert@topographie.de

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Eine Abteilung der Stiftung Topographie des Terrors
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Tel: +49 30 6390 288 18 | Fax: +49 30 3690288 29
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