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15.04.2020 – 14:47

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Online Projekt: Die Befreiung der Berliner Zwangslager 1945

Online Projekt: Die Befreiung der Berliner Zwangslager 1945
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Etwa 370.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befanden sich im Mai 1945 in Berlin. Die Geschichte ihrer Befreiung in den NS-Zwangslager in Berlin ist bis heute nicht umfassend aufgearbeitet. Wir nehmen den 75. Jahrestag zur Erinnerung an das Kriegsende zum Anlass, online den Blick auf die ehemaligen Zwangsarbeiter*innen zu richten.

Als die Stadt Berlin am 2. Mai 1945 vor der Roten Armee kapitulierte, hielten sich circa 370.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im ganzen Stadtgebiet auf. Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und so genannte Zivilarbeiter*innen. Die meisten befanden sich bei Kriegsende noch an ihren Einsatzorten und in den Lagern. Die Wochen im April und Mai 1945 waren geprägt von Hunger, Verzweiflung, Angst, Widerstand und Hoffnung.

Viele ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus West- und Südeuropa konnten noch im Sommer 1945 alleine oder mithilfe der Rückführungstransporte der Alliierten in ihre Heimatländer zurückkehren. Andere Befreite versuchten, sich der Rückführung zu widersetzen. Besonders in der Sowjetunion standen die Rückkehrenden lange unter dem Verdacht des Verrats und der Kollaboration mit den Deutschen.

In Berlin ist die Geschichte der Befreiung der NS-Zwangslager bis heute nicht umfassend aufgearbeitet. Wir nehmen den 75. Jahrestag zur Erinnerung an das Kriegsende zum Anlass, den Blick auf die ehemaligen Zwangsarbeiter*innen zu richten. Wie haben sie die letzten Kriegswochen erlebt? Wie sah der erste Kontakt zu den Alliierten aus? Was geschah mit den befreiten Lagern?

Auf unserem Blog zwangslager-berlin-1945.de dokumentieren wir diese Wochen auf Deutsch und Englisch mit Zeitzeugenberichten, Tagebuchauszügen, Briefen und Erinnerungen aus dem Berliner Stadtgebiet. Gleichzeitig bespielen wir unsere Kanäle in den Sozialen Medien unter den Hashtags #zwangslager1945 und #75Befreiung.

Unterstütung gesucht:

Wir suchen weiter Hinweise zum Thema oder Berichte von der Auflösung der NS-Zwangslager in Berlin? Wir freuen uns über Informationen zu ehemaligen Zwangsarbeiter*innen und dem Kriegsende 1945, sowie über eine Kontaktaufnahme durch Berlinerinnen und Berliner, die sich erinnern können.

Kontakt:

Niels Hölmer (de/eng/it)

hoelmer(at)topographie.de

Telefon 030 / 63 90 288 14

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Stiftung Topographie des Terrors
Britzer Str. 5 | 12439 Berlin
Tel: +49 30 6390 288 18 | Fax: +49 30 3690288 29
grossmann@topographie.de | ns-zwangsarbeit.de
Zu Ende, aber nicht vorbei. Zwangslager in Berlin 1945.