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07.10.2019 – 07:41

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Neue Mitgliedschaft in einem internationalen Netzwerk Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wird Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH)

Neue Mitgliedschaft in einem internationalen Netzwerk Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wird Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH)
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Berlin, 14. Oktober 2019 - Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und ERIH laden gemeinsam zur Aufnahme des Standorts in das internationale ERIH-Netzwerk. Neben dem Deutschen Technikmuseum ist das Dokumentationszentrum der zweite ERIH-Ankerpunkt in Berlin.

Die derzeit 107 Ankerpunkte bilden das Rückgrat der mehr als 1.800 ERIH-Standorte in Europa: Ihre herausragende historische und touristische Bedeutung macht sie zu Meilensteinen der europäischen Industriekultur. In diesem Kontext setzt das Dokumentationszentrum in Berlin-Schöneweide, das in einem fast vollständig erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlager inmitten eines Wohnbezirks liegt, einen ganz eigenen Akzent. Dazu Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums: "Wir freuen uns sehr über die Aufnahme als Ankerpunkt, wirft das doch einen anderen Blick auf die "Industriekultur" jenseits faszinierender Baudenkmäler. Alle deutschen Industriebetriebe haben während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Es bleibt eine Aufgabe, sich mit den Schicksalen der Betroffenen, aber auch mit den Handlungsspielräumen der Profiteure zu beschäftigen. Dies ist auch vor dem Hintergrund der globalen Aktualität des Themas Zwangsarbeit wichtig."

Höhepunkt des Festaktes ist die Enthüllung des ERIH-Schildes, das das Dokumentationszentrum offiziell als Ankerpunkt ausweist. Die Mitgliedsurkunde überreicht ERIH-Präsident Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig. Zur Bedeutung des neuen Ankerpunkts sagt er: "Schon immer war die enorme Bandbreite der Standorte ein wesentliches Merkmal von ERIH. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit erweitert den Aspekt "Industrie und Krieg" - so der Titel einer unserer 14 Themenrouten - um einen wichtigen Schwerpunkt. Die Erinnerung an die Gräueltaten des Nazi-Regimes, als eine der dunklen Seiten der Industriekultur, wachzuhalten, ist eine wichtige Aufgabe der Gegenwart, um Bewusstsein dafür zu schaffen, dass solche Grausamkeiten an Menschen in unserer Zivilisation nie mehr möglich werden."

Medienvertreter*innen sind herzlich zum Festakt am 14. Oktober 2019 um 16 Uhr eingeladen.

Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Britzer Str. 5, 12439 Berlin-Schöneweide

Begrüßung

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, Präsident der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH)

Grußworte

Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin

Gernot Klemm, stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend Treptow-Köpenick

Anmeldung bitte unter: schoeneweide@topographie.de oder 030/63 90 288 0.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Stiftung Topographie des Terrors
Britzer Str. 5 | 12439 Berlin
Tel: +49 30 6390 288 18 | Fax: +49 30 3690288 29
grossmann@topographie.de | ns-zwangsarbeit.de