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15.11.2018 – 13:04

Klinikum Stuttgart

Klinikum Stuttgart: Lila Licht für Katharinenhospital

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Das Klinikum Stuttgart macht heute mit einer Aktion auf eine besonders bösartige Krebserkrankung aufmerksam - auf Bauchspeicheldrüsenkarzinome: Der Eingangsbereich des Katharinenhospitals an der Kriegsbergstraße wird mit Beginn der Abenddämmerung für mehrere Stunden in der Farbe Lila angestrahlt. Die Eingangsfront des größten Stuttgarter Krankenhauses steht damit in einer Reihe mit bekannten Bauwerken, so soll in diesem Jahr unter anderem auch der Kölner Dom lila erleuchten. Am heutigen 15. November 2018 wird der diesjährige Welt-Pankreaskrebstag begangen.

Bauchspeicheldrüsenkarzinome sind zwar relativ selten, sie sind jedoch besonders bösartig. Laut Deutscher Krebsgesellschaft haben sie einen Anteil von etwa drei Prozent an allen Krebserkrankungen in Deutschland, sind allerdings für etwa sechs Prozent aller Todesfälle durch Krebs verantwortlich. Die Erkrankung kommt besonders häufig zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr vor, wobei Männer doppelt so häufig betroffen sind wie Frauen. Trotz des Einsatzes der modernen Medizin haben Pankreaskarzinome immer noch eine schlechte Prognose: Keine 20 Prozent der Erkrankten überleben das erste Jahr nach der Diagnosestellung.

Operative Behandlungen der Tumore sollten wegen der anatomischen Lage in Zentren erfolgen

"Mitursächlich für die schwierige Prognose des Pankreaskarzinoms sind die unzureichenden Möglichkeiten der Früherkennung und die frühe Metastasierung des Karzinoms, trotz wirksamer medikamentöser Behandlungen", sagt Professor Dr. Dr. h.c. Wolfram G. Zoller, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Pneumologie des Katharinenhospitals im Klinikum Stuttgart. "Operative Behandlungen der Tumore sollten in Zentren erfolgen. Denn aufgrund der anatomischen Lage der Bauchspeicheldrüse und der engen Nachbarschaft zu lebenswichtigen Strukturen sind die chirurgischen Möglichkeiten bei fortgeschrittenem Tumorwachstum begrenzt", erklärt Professor Dr. Jörg Köninger, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationsmedizin des Katharinenhospitals.

Um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, arbeiten der Internist Zoller, der Chirurg Köninger und viele weitere medizinische Disziplinen im Zertifizierten Pankreaskarzinomzentrum des Klinikums Stuttgart eng zusammen. Derzeit werden in diesem Zentrum jährlich rund 100 resezierende Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse mit einer extrem niedrigen Mortalität von zwei bis drei Prozent vorgenommen. Es ist seit 2010 nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. sowie als "Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas" nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert. Es ist bundesweit erst das zweite Zentrum, das beide Zertifizierungen erfolgreich durchlaufen hat.

Zudem engagieren sich Professor Zoller und Professor Köninger als Mitglieder des Ärztlichen Beirats in der bundesweit aktiven Selbsthilfegrupe für Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (TEB) e. V. mit Sitz in Ludwigsburg. Deren Vorsitzende Katharina Stang gehört zu den Gründungsmitgliedern des Welt-Pankreastages. "Der Selbsthilfegruppe ist es ein Anliegen, den Bauchspeicheldrüsenkrebs aus dem Abseits zu holen. Sie leistet dabei wichtige Aufklärungs- und Informationsarbeit", sagt Professor Zoller. "Das unterstützen wir gerne."

Frank Westbomke
Unternehmenskommunikation
Klinikum Stuttgart
Tel.: +49 (0)711/ 278-32096
E-Mail: f.westbomke@klinikum-stuttgart.de 

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