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15.10.2018 – 13:48

Klinikum Stuttgart

Klinikum Stuttgart: Herzalarm

Klinikum Stuttgart: Herzalarm
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Die Herzalarm-Teams des Klinikums Stuttgart trainieren regelmäßig die Reanimation von Patienten. Für zwei Tage übten die Experten der internistischen Intensivstation im Stuttgarter Pädiatrie- und Patienten-Simulator (STUPS) schnelle Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand. Das Team aus ärztlichen und pflegerischen Experten reagiert auf die Herzalarme im Katharinenhospital. Das Simulationszentrum des Klinikums bietet ihnen die Chance, die Abläufe im Kampf um Leben und Tod so oft zu wiederholen, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt (Fotos). Im Training ist es nur eine Puppe, im Ernstfall retten die Helfer Leben. Das Simulationszentrum organisiert für medizinische und pflegerische Berufe erweiterte Reanimationskurse, die jeweils auf die Wiederbelebung von Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen spezialisiert sind.

Auch Laien können bei Herzalarm retten

Außerhalb des Krankenhauses ist die Lage anders: Über 50.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand fern der Klinik. Aber nur zehn Prozent der Betroffenen überleben. Es sind Zahlen, die aufrütteln sollten. Laien kommt deswegen eine wichtige Rolle zu, um die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe zu überbrücken.

"Restart a heart day" am 16. Oktober

Der Anteil der Laien, die sich ein Eingreifen trauen, ist in den vergangenen Jahren gewachsen, wie Untersuchungen zeigen. Leider ist es immer noch eine Minderheit, die reanimieren würde. Für aktive Hilfe mit einfachen Regeln wirbt deswegen der "Restart a heart day" am Dienstag, 16. Oktober. "Laien sollten sich an die drei Punkte Prüfen-Rufen-Drücken halten. Damit können auch sie Leben retten", sagt Dr. med. Christina Jaki, die das Simulationszentrum des Klinikums leitet:

1. Prüfen

Reagiert die Person auf Ansprache? - Sprechen Sie die Person direkt an: "Hallo, können Sie mich hören?" und fassen Sie die Person an (z. B. Schütteln, leichter Schmerzreiz).

Wenn keine Reaktion erfolgt und die Person kaum oder gar nicht atmet:

2. Rufen

Wählen Sie sofort die europaweite Notrufnummer 112. Bitte legen Sie erst dann auf, wenn der Leitstellendisponent keine weiteren Fragen mehr hat.

3. Drücken

Beginnen Sie nun sofort mit der Wiederbelebung, lassen Sie keine Zeit verstreichen. Legen Sie Ihre Hände übereinander und mit den Handballen nach unten auf die Mitte des Brustkorbs der hilfsbedürftigen Person. Die richtige Position befindet sich in Höhe der Brustwarzen. Der Oberkörper sollte nach Möglichkeit frei sein. Drücken Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 Mal pro Minute sehr fest auf den Brustkorb. Am besten 5 cm tief. Halten Sie dabei die Arme gestreckt um Kraft zu sparen. Als eingängige Orientierung für die Geschwindigkeit von 100 Kompressionen je Minute wird von Ärzten oft der Rhythmus bekannter Songs genannt, allen voran der Bee-Gees-Hit "Stayin' alive", der exakt 100 Beats pro Minute hat.

Machen Sie solange weiter, bis der Rettungsdienst übernimmt. Sind mehrere Personen anwesend, die helfen können, wechseln Sie sich nach spätestens zwei Minuten ab. Dabei dürfen keine Pausen entstehen.

Mehr Informationen

Hartmut Kistenfeger
Leiter Unternehmenskommunikation
Klinikum Stuttgart
Tel.: +49 (0)711/ 278-32008
Mobil: +49 (0)160/ 9049 2118 
E-Mail: h.kistenfeger@klinikum-stuttgart.de