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01.12.2020 – 16:31

International Rescue Committee (IRC) Deutschland

Bedarf für humanitäre Hilfe steigt um 40 Prozent: Deutschand muss doppelter Verantwortung weiter gerecht werden

  • UN-Bericht: Humanitärer Bedarf um 40 Prozent gestiegen
  • Drastischer Anstieg extremer Armut aufgrund von COVID-19
  • Bundesregierung muss auch im Wahljahr verlässliche Partnerin für humanitäre Organisationen bleiben

Berlin, 30. November 2020 - In einer Stellungnahme anlässlich des von den Vereinten Nationen veröffentlichten Berichts "Global Humanitarian Overview 2021" erklärt Ralph Achenbach, Landesdirektor und Geschäftsführer von IRC Deutschland:

"Deutschland hat in diesem Jahr als weltweit zweitgrößter Geber von humanitärer Hilfe einen sehr wichtigen Beitrag geleistet. Vor allem die Bereitstellung signifikanter zusätzlicher Mittel zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie ist im internationalen Vergleich und vor dem Hintergrund einer globalen Rezession besonders bemerkenswert. Dabei hat sich die Bundesregierung als flexibler und innovativer Partner gezeigt und sich vor allem darauf konzentriert, Umsetzungspartner vor Ort direkt zu fördern - darunter IRC. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Hilfe schnell dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird."

"In einem Wahljahr werden nun aber vor allem innenpolitische Fragen an Bedeutung zunehmen. Gerade deshalb rufen wir die Bundesregierung dazu auf, ihrer doppelten Verantwortung gerecht zu werden: als verlässliche Partnerin für Hilfsorganisationen, die Menschen in Krisengebieten mit lebensrettender Nothilfe unterstützen sowie als engagierte Fürsprecherin für verstärktes Engagement anderer Staaten. Nur gemeinsam kann die internationale Gemeinschaft ihrer Verpflichtung nachkommen."

"Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sich alle politischen Parteien auch im Rahmen ihrer Wahlprogramme dazu verpflichten, dass Deutschland weiterhin eine maßgebliche Rolle bei der Unterstützung von Menschen und insbesondere Frauen spielt, die durch Konflikte, Umweltkatastrophen und jetzt auch COVID-19 besonders stark betroffen sind."

Nach UN-Angaben ist die Zahl derjenigen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, im Vergleich zum letzten Jahr um 40 Prozent auf 235 Millionen Menschen gestiegen. Dieser Zuwachs sei fast ausschließlich auf COVID-19 und die damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen zurückzuführen. Besonders besorgniserregend ist die Situation in der Sahelzone, dem Nordosten Nigerias, dem Südsudan und Jemen - Menschen in diesen Ländern sind von einer Hungersnot bedroht.

Über IRC

International Rescue Committee (IRC) ist eine internationale Hilfsorganisation, die 1933 auf Anregung von Albert Einstein gegründet wurde. Seitdem unterstützt IRC Menschen, die vor politischen Krisen, Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen fliehen müssen. In Deutschland ist IRC seit 2016 präsent. Mehr als 90 Mitarbeiter*innen engagieren sich hier inzwischen mit Unterstützung deutscher und europäischer Geber in Projekten für von Krisen betroffene Menschen weltweit. In Deutschland selbst führt IRC in allen Bundesländern Programme zur Integration schutzsuchender Menschen in den Bereichen Bildung, wirtschaftliche Integration sowie Schutz und Teilhabe durch.

Meike Giordono-Scholz

Leitung Kommunikation Deutschland | Communications Lead Germany

International Rescue Committee (IRC) Deutschland

Wallstraße 15 A | 10179 Berlin | Niederlassung Bonn: Friedrichstr. 57 I 53111 Bonn

M +49 (0)176 3457 1264 | E-Mail: Meike.Giordono-Scholz@Rescue.org

IRCDeutschland.de | Facebook.com/RESCUE.de

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