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11.02.2019 – 11:08

nova-Institut GmbH

Pressemitteilung: 2018 War ein sehr gutes Jahr für bio-basierte Polymere: Mehrere zusätzliche Kapazitäten wurden In Betrieb benommen

Pressemitteilung: 2018 War ein sehr gutes Jahr für bio-basierte Polymere: Mehrere zusätzliche Kapazitäten wurden In Betrieb benommen
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Der neue Markt- und Trendreport "Bio-based Building Blocks and Polymers - Global Capacities, Production and Trends 2018-2023" des deutschen nova-Instituts zeigt Kapazitäten sowie erstmals auch Produktionsdaten für alle bio-basierten Polymere.

2018 WAR EIN SEHR GUTES JAHR FÜR BIO-BASIERTE POLYMERE: MEHRERE ZUSÄTZLICHE KAPAZITÄTEN WURDEN IN BETRIEB GENOMMEN

Der neue Markt- und Trendreport "Bio-based Building Blocks and Polymers - Global Capacities, Production and Trends 2018-2023" des deutschen nova-Instituts zeigt Kapazitäten sowie erstmals auch Produktionsdaten für alle bio-basierten Polymere.

Im Jahr 2018 erreichte die Gesamtproduktionsmenge 7,5 Millionen Tonnen - dies sind bereits 2 % der Produktionsmenge petrochemischer Polymere. Das Potenzial ist viel höher, wird aber derzeit durch niedrige Ölpreise und mangelnde politische Unterstützung ausgebremst.

Insgesamt hat sich die Produktion von bio-basierten Polymeren in den letzten Jahren deutlich professionalisiert und differenziert. Mittlerweile gibt es für praktisch jede Anwendung eine bio-basierte Alternative. Die Kapazitäten und die Produktion bio-basierter Polymere werden mit einer erwarteten kumulierten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 4 % bis 2023 weiter wachsen, fast so schnell wie petrochemische Polymere und Kunststoffe. Daher bleibt der Marktanteil von bio-basierten Polymeren am gesamten Polymer- und Kunststoffmarkt konstant bei etwa 2 % (Figure 1).

Die Erhöhung der Produktionskapazität beruht im Wesentlichen auf dem Ausbau der Produktion von Polymilchsäure (PLA) in Thailand und dem Ausbau des Polytrimethylenterephthalats (PTT) und von Stärkeblends in den USA. Insbesondere PLA- und Stärkegemische werden bis 2023 weiter deutlich wachsen. Auch neue Kapazitäten von bio-basierten Polyamiden, Polyethylen (PE) und erstmals auch Polypropylen (PP) und Polybutylenadipat-terephthalat (PBAT) werden in diesem Zeitraum in Europa hinzukommen. Der Hoffnungsträger Polyethylenfuranoat (PEF) wird voraussichtlich erst nach 2023 kommerzielle Kapazitäten erreichen können. Insgesamt bleibt das Marktumfeld mit niedrigen Rohölpreisen und geringer politischer Unterstützung eine Herausforderung.

Biobasierte Polymere bieten zwei große Vorteile die bisher politisch nicht honoriert worden sind. Zum einen ersetzen biobasierte Polymere den fossilen Kohlenstoff im Produktionsprozess durch erneuerbaren Kohlenstoff aus Biomasse. Dies ist für eine nachhaltige, klimafreundliche Kunststoffindustrie unerlässlich und wird noch nicht politisch honoriert.

Zum anderen sind etwa ein Viertel der biobasierten Polymerproduktion biologisch abbaubar (je nach Umgebung) und können daher eine Lösung für Kunststoffe sein, die nicht gesammelt werden können und in die Umwelt gelangen- Hier können sie biologisch abgebaut werden, ohne Mikrokunststoffe zurückzulassen. Nur wenige Länder wie Italien, Frankreich und in Zukunft wahrscheinlich Spanien werden diesen zusätzlichen Entsorgungsweg politisch unterstützen.

Die wichtigsten Markttreiber im Jahr 2018 waren Marken, die ihren Kunden umweltfreundliche Lösungen anbieten wollten, und kritische Verbraucher, die nach Alternativen zu Petrochemikalien suchen. Würden biobasierte Polymere als Lösung akzeptiert und ähnlich wie Biokraftstoffe gefördert werden, wären jährliche Wachstumsraten von 10 bis 20% zu erwarten. Gleiches gilt, sobald der Ölpreis deutlich ansteigt. Basierend auf der bereits vorhandenen technischen Reife von biobasierten Polymeren können dann erhebliche Marktanteile gewonnen werden.

Der 380-seitige Marktbericht wird jedes Jahr aktualisiert und das Update für das Jahr 2018 enthält ganz besondere Highlights: Umfassende Informationen zur Kapazitätsentwicklung von 2018 bis 2023, für jeden biobasierten Building-Block und jedes Polymer und erstmals Produktionsdaten für das Jahr 2018, für jedes biobasierte Polymer. Insgesamt 17 biobasierte Building-Blocks und 16 Polymere werden in dem Bericht behandelt. Darüber hinaus enthält die neue Ausgabe Analysen zu Marktentwicklungen und Produzenten pro Building-Block und Polymer, so dass sich die Leser schnell einen Überblick über Entwicklungen verschaffen können, die weit über Kapazitäts- und Produktionszahlen hinausgehen. Die Zusammenarbeit mit etablierten Experten auf diesem Gebiet ermöglichte erstmals eine detaillierte Berechnung und Erläuterung der Marktentwicklung von Celluloseacetat (CA), biobasierten Epoxidharzen und biobasierten Polyurethanen. Die Liste der produzierenden Unternehmen wurde umfassend aktualisiert und zeigt nun 175 detaillierte Unternehmensprofile - vom Start-up bis zum multinationalen Konzern.

Der Markt- und Trendbericht "Bio-based Building Blocks and Polymers - Global Capacities, Production and Trends"wird von der internationalen Biopolymer-Expertengruppe unter der Leitung des nova-Instituts erstellt. Die Autoren kommen aus Asien, Nordamerika und Europa. Der Report ist ab sofort für 3.000 EUR unter www.bio-based.eu/reportserhältlich - zusammen mit weiteren Marktstudien zu verschiedenen Themen der bio- und CO2-basierten Ökonomie.

Die jährlich von European Bioplastics (www.european-bioplastics.org/market/) publizierten Daten stammen aus dem Marktbericht des nova-Instituts, jedoch mit einer reduzierten Auswahl von bio-basierten Polymeren.

Michael Carus, Geschäftsführer des nova-Instituts: "Der Markt- und Trendbericht der internationalen nova Biopolymer-Expertengruppe für biobasierte Building-Blocks und Polymere ist hervorragend. Das Update 2018 enthält detailliertere Informationen denn je über alle kommerziell verfügbaren biobasierten Polymere, Kapazitäten, Produktion, Anwendungen und Aussichten. Sie enthält auch detaillierte Informationen über die Produzenten."

Nähere Informationen in der englischen Langfassung dieser Pressemitteilung. Diese sowie der vollständige Report nebst Inhaltsverzeichnis und Kurzfassung ist erhältlich unter www.bio-based.eu/reports.

Bildmaterial frei für Pressezwecke, bitte geben Sie die Quelle an:

Download des Bildmaterials als zip-Ordner unter http://nova-institute.eu/wp-content/plugins/nova-pr/pr_download.php?id=250

- Figure 1: Plastics production from 1950 to 2017 (nova-Institut 2019)

- Figure 2: Pathways to bio-based polymers (nova-Institut 2019)

- Figure 3: Schematic differentiation of pathways of drop-in, smart drop-in and dedicated bio-based chemicals

- Figure 4: Bio-based polymers production capacities in 2018 and 2023

- Figure 5: Dedicated bio-based polymers production capacities in 2018 and 2023

- Figure 6: Bio-based building blocks - Evolution of worldwide production capacities from 2011 to 2023

- Figure 7: Global production capacities of bio-based polymers by region in 2018 and 2023 (excluding polyurethanes, epoxy resins and cellulose acetate)

- Figure 8: Shares of the produced bio-based polymers in different market segments in 2018 and 2023

Responsible under press legislation (V.i.S.d.P.):
Dipl.-Phys. Michael Carus (Managing Director), nova-Institut GmbH, Chemiepark
Knapsack, Industriestrasse 300, 50354 Hürth (Germany), www.nova-institute.eu -
all studies and services at  www.bio-based.eu

nova-Institute is a private and independent research institute, founded in 1994;
nova offers research and consultancy with a focus on bio-based and CO2-based
economy in the fields of food and feedstock, techno-economic evaluation,
markets, sustainability, dissemination, B2B communication and policy. Every
year, nova organises several large conferences on these topics; nova-Institute
has 30 employees and an annual turnover of more than 3 million EUR. 
Weiteres Material zum Download

Dokument: 19-02-11_PM_Biopolymerreport_2019_erschienen.docx