Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von Avast

06.06.2019 – 17:18

Avast

Zur freien red. Verfügung: Avast über den Zugriff auf Daten aus dem Smart Home für die Verbrechensbekämpfung

Zur freien red. Verfügung: Avast über den Zugriff auf Daten aus dem Smart Home für die Verbrechensbekämpfung
  • Bild-Infos
  • Download

Zur freien redaktionellen Verfügung

Zahnloser Tiger mit großer Gefahr für die Privatsphäre

Das Smart Home sammelt permanent wertvolle Daten, die zur Verbrechensbekämpfung genutzt werden können. Nach Plänen der Innenminister sollen diese künftig vor Gericht verwendet werden dürfen. Dabei rechnen die Politiker mit Widerstand von Datenschützern - kein Wunder, sagt Luis Corrons, Security Evangelist bei Avast - nachfolgend sein Statement.

Warum ist der Vorstoß der Regierung kritisch für unsere Privatsphäre?

Solche Daten für die Aufklärung von Verbrechen zu verwenden, klingt zunächst wie eine sinnvolle Lösung - aber wo ziehen wir denn dann die Grenze? Die gesammelten Daten könnten auch in falsche Hände gelangen. Was passiert zum Beispiel, wenn die Regierung wechselt? Vertrauen die Menschen dieser immer noch so wie der vorherigen? Ein Staat, der die Menschen überwachen will, ist immer ein Risiko für die Privatsphäre. Und wenn die Regierung die Daten zur Verbrechensaufklärung nutzt, bleibt die Frage, wer als nächstes Zugriff haben möchte. Vielleicht wollen Scoring-Unternehmen wie die Schufa die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern ermitteln oder Versicherungen mehr über deren Lebensstil erfahren?

Die Diskussion befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium. Es ist unklar, wie die Regierung die Daten verwenden würde. Aber allein die Tatsache, dass sie darüber nachdenkt, ist beängstigend. Alexa ist ein Mikrofon, das auf unsere Bestellungen und Fragen wartet, aber auch mit den besten Absichten ist es falsch, darauf zuzugreifen. Es wäre wie ein Gesetz, das jeden zwingt, Mikrofone in seinem Haus zu haben, nur für den Fall, dass in Zukunft ein Verbrechen untersucht werden muss. Das erinnert stark an George Orwells Roman 1984 mit "Big Brother" als Beobachter - das hat der Osten Deutschlands bereits durchgemacht.

Nur Alexa und andere intelligente Lautsprecher? Nicht Google? Nicht Siri?

Weil in der Diskussion bisher nur Alexa und intelligente Heimgeräte erwähnt werden, glaube ich, dass die Überlegungen noch recht unausgereift sind. Warum sollte man sich auf Alexa und auf die Daten aus dem Raum beschränken, in dem das Gerät steht? Mit Google Assistant und Siri können wir uns doch alles holen - das zumindest würde ich sagen, wenn ich Böses im Sinne hätte. Die Regierung könnte in Echtzeit Zugang zu dem haben, was wir sagen, wo wir es sagen et cetera. Und bei Alexa kann sich der Nutzer zumindest entscheiden, auf das Gerät zu verzichten. Aber das soll der Verbraucher heutzutage mal mit seinem Smartphone versuchen.

Zumal ich davon ausgehe, dass die "dicken Fische", wie organisierte Verbrecher, schlau genug sind, solche Geräte zu vermeiden. Es ist also wirklich fraglich, ob die Implementierung einer solchen Überwachung überhaupt hilfreich wäre.

Über Avast
Avast (LSE:AVST) ist ein weltweit führender Hersteller von digitalen
Sicherheitsprodukten und schützt über 400 Millionen Menschen online. Avast
bietet Produkte unter den Marken Avast und AVG an, die Endanwender und
Unternehmen mit einem der fortschrittlichsten Netzwerke zur Bedrohungserkennung
weltweit vor Internetgefahren schützen. Dazu zählt auch der Schutz vor
zunehmenden Gefahren für - und durch - das Internet der Dinge. Avast setzt
maschinelle Lernverfahren und künstliche Intelligenz ein, um Bedrohungen in
Echtzeit zu erkennen und stoppen. Die digitalen Sicherheitslösungen von Avast
für mobile Geräte, PCs oder Macs sind ausgezeichnet und zertifiziert von VB100,
AV-Comparatives, AV-Test, OPSWAT, ICSA Labs, West Coast Labs und vielen mehr.
www.avast.com

Pressekontakt 
Akima Media 
Garmischer Str. 8 
80339 München

Barbara Schrettle / Katharina Söltenfuß
Telefon +49 89 1795918-0

E-Mail avast@akima.de 
Web www.akima.de