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30.07.2018 – 07:01

LKR - Die Eurokritiker

PM: LKR misst Feinstaub in Düsseldorf

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Wegen Feinstaub "Rauchverbot VOR Dieselfahrverbot in der Düsseldorfer Innenstadt"

Für die Stadt Düsseldorf wird erwägt, in Kürze ein Fahrverbot für Diesel-PKW zu verhängen, um so den Feinstaub in der Luft zu reduzieren. Die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme ist wissenschaftlich indes umstritten. Um ein konkretes Bild von der Situation in Düsseldorf zu erlangen, hat eine Gruppe von Bürgern rund um die LKR (Liberal-Konservative Reformer) selber begonnen Messungen durchzuführen. Am Samstag, 28. Juli wurden im Rahmen einer Fahrradrundfahrt zu verschiedenen Messpunkten die Ergebnisse mit einem eigenen Messgerät verifiziert.

Die bisherigen Messungen zeigten stark schwankendes Feinstaubaufkommen. So wurden in Oberkassel Werte zwischen 8 und 22 µg/m3 gemessen, wobei auch zum gleichen Wochentag und Zeitpunkt, also bei in etwa gleichem Verkehrsaufkommen diese Abweichungen festzustellen waren. Auf der Messfahrt am Samstag bewegten sich die Feinstaubmessergebnisse an den Messpunkten Tonhalle, Kö, Corneliusstraße und Landtag zwischen 20 und 35 µg/m3 PM10. Keiner dieser Messwerte lag in der Nähe des Tagesgrenzwerts von 50 µg/m3.

Diese Ergebnisse decken sich mit den Werten der Messstation des Landesamts für Umweltschutz auf der Corneliusstraße. Dort ergaben sich im abgelaufenen Monat Schwankungen um das Achtfache. Nur 4% der Messwerte lagen dort oberhalb des Grenzwerts, fast 96% unterhalb. Wäre der Kraftverkehr im Allgemeinen und Dieselmotoren im Speziellen für den Feinstaub maßgeblich verantwortlich, sollte ein gleichbleibendes Muster entlang des Verkehrsaufkommens auftreten. Diese Resultate scheinen eher die Ergebnisse einer Forschergruppe um das Fraunhofer Institut für Verkehrssysteme zu bestätigen, dass das Feinstaubaufkommen im Wesentlichen witterungsbedingt schwankt und dem zur Folge ein Fahrverbot praktisch keinen messbaren Effekt haben würde.

Besonders interessant sind die Messungen, wenn man verschiedene Standorte innerhalb Düsseldorfs vergleicht. Die höchsten Werte wurden dort gemessen, wo überhaupt kein Auto fahren darf: am Rheinufer. Der Grund hierfür ist die Außengastronomie, in der geraucht werden darf. Zigarettenrauch enthält eine sehr hohe Feinstaubkonzentration, die weit über dem EU-Richtwert liegt. Prof. Schiele, Vorstand der LKR, gibt zu bedenken "Bevor ein Dieselfahrverbot in der Düsseldorfer Innenstadt verhängt wird, müsste man dort das Rauchen untersagen - das dürfte einen höheren Effekt aufweisen." Ferner fordert die LKR OB Geisel auf, stellvertretend für die Verantwortlichen, konkret zu benennen, a) welche messbaren Effekte aus einem Fahrverbot erwartet werden und b) welche konkreten Vorteile diese für die Bevölkerung haben würden.

Die Liberal-Konservativen Reformer (LKR - Die Eurokritiker) sind eine vor drei Jahren gegründete Partei, die sich darum bemüht, Sachlichkeit und Vernunft in die Politik zurück zu bringen. Deshalb werden Maßnahmen entlang des "konservativen Dreiklangs" geprüft:

1) Stabilisiert die vorgeschlagene Maßnahme die Gesellschaft oder führt sie zu weiteren Spaltung?

Ein Dieselfahrverbot würde eher destabilisierend wirken, da ein Teil der Bevölkerung einen Verlust erleidet, die Nicht-Inhaber von Dieselfahrzeugen indes nicht. Eine solche partielle Belastung eines Teils der Gesellschaft vertieft die Spaltung und führt zu weiteren Polarisierung und ist also alleine schon aus diesem Grund fragwürdig.

2) Liegt ein für alle erkennbares Problem vor?

Dazu muss das Problem messbar und nachvollziehbar sein - daher die Messtour der LKR Düsseldorf. Auffällig ist, dass auch nach den offiziellen Messergebnissen fast immer die Grenzwerte unterschritten werden, selbst auf der Corneliusstraße. Weshalb sollen dann tiefgreifende Maßnahmen ergriffen werden, die zudem in die liberalen Eigentumsrechte der Bürger eingreifen, was nur in Extremfällen zu rechtfertigen wäre?

3) Führt die vorgeschlagene Lösung wahrscheinlich zum Erfolg?

Im Fall des Diesels müsste dies bezweifelt werden, denn wenn die Feinstaubkonzentration im Wesentlichen witterungsbedingt schwankt, würde ein Fahrverbot wahrscheinlich wenig bewirken. Verschiedenen Quellen zu Folge wird zudem nur etwa 20% des Feinstaubaufkommens dem Verkehr zugeordnet und davon wiederum etwa 20% dem Fahrzeugmotor. Somit könnte rein rechnerisch bei der Umstellung auf vollkommen emissionsfreie Antriebe nicht mehr als 4% des Feinstaubs eingespart werden. Ein relevanter Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung wäre daraus alleine schon aus statistischen Gründen kaum zu belegen sein.

Kontakt: Prof. Schiele, Generalsekretär LKR NRW, Düsseldorf, 0171-7891334, holger.schiele@lkr.nrw

Liberal-Konservative Reformer (LKR - Die Eurokritiker)
Mühlenstr. 8a
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Tel.:      030/555 72 662
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