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03.09.2018 – 12:27

Stiftung Gesundheitswissen

Neues Informationsangebot der Stiftung Gesundheitswissen klärt zu Prävention, Hintergründen und Therapien des Vorhofflimmerns auf

Berlin (ots)

Die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) hat ihr Informationsangebot für Patienten um evidenzbasierte Informationen zum Thema Vorhofflimmern erweitert. Vom Vorhofflimmern sind in Deutschland Schätzungen zufolge 1,8 Millionen Menschen betroffen - etwa 11% der Männer und 5% der Frauen. Die Erkrankung ist bereits heute die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg, denn wichtige Risikofaktoren wie Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck nehmen zu. Mit ihrem Informationsangebot will die Stiftung Gesundheitswissen Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend zum Vorhofflimmern informieren und sie bei Therapieentscheidungen unterstützen.

Vorhofflimmern geht mit einem gesteigerten Risiko für Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall und Herzmuskelschwäche, einher. Das jährliche Risiko von Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern für einen Schlaganfall ist um etwa das 5-Fache erhöht.2 "Die Vorbeugung eines Schlaganfalls hat daher eine hohe Priorität bei uns", erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen. Obwohl Vorhofflimmern in Deutschland keine Seltenheit ist, gebe es noch zu wenige qualitativ hochwertige und laienverständliche Gesundheitsinformationen dazu, so Suhr. "Betroffene wie Angehörige benötigen diese Informationen aber, um sich selbst ein Bild über den Nutzen oder Schaden von Behandlungsoptionen, wie beispielsweise einem Eingriff am Herzen, machen zu können. Das ist keine leichte Entscheidung. Gut informiert kann man besser abwägen", erklärt der ausgebildete Arzt. Die neue Themen-Webseite der Stiftung Gesundheitswissen bietet neben weitreichenden Informationen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie des Vorhofflimmerns auch Betroffenenberichte und Alltagshilfen für den Umgang mit der Erkrankung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf ausführlichen Informationen zur Vorbeugung eines Schlaganfalls bei Vorhofflimmern.

Vorhofablation oder Medikamente - Was sagen die Studien?

Nach der Diagnose des Vorhofflimmerns besteht oft großer Informationsbedarf - vor allem im Hinblick auf die Behandlungsverfahren. Was beispielsweise können Medikamente gegen das Vorhofflimmern leisten? Was ist eine Vorhofablation und welche Vor- und Nachteile hat diese Therapie möglicherweise gegenüber einer Behandlung mit Medikamenten? "Viele Patienten suchen ausführliche Informationen, um sich in ihrer Therapieentscheidung sicherer zu fühlen. Diese gibt es bislang so noch nicht aufbereitet", so Suhr.

Entsprechend bildet das neue Informationsangebot der Stiftung Gesundheitswissen zum Vorhofflimmern beide Therapieverfahren, die Vorhofablation (mit einem Katheter) und die medikamentöse Behandlung, ausführlich ab und informiert über vorliegende Studienergebnisse, die den Nutzen und Schaden dieser Verfahren bei verschiedenen Patientengruppen vergleichen. Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt der neuen Gesundheitsinformation "Vorhofflimmern" liegt in der Vermittlung von Wissen zur Abschätzung des persönlichen Schlaganfallrisikos und im Aufzeigen möglicher Vor- und Nachteile einer vorbeugenden Schlaganfalltherapie und der verfügbaren Medikamente.

"Wir geben keine Therapieempfehlungen, dies kann nur der Arzt, sondern zeigen die aktuelle Datenlage zu den jeweiligen Verfahren und mögliche Vor- und Nachteile auf. Dies ermöglicht Betroffenen, eigene Gesundheitsentscheidungen gut informiert gemeinsam mit dem Arzt zu treffen", betont Dr. Suhr.

Wo besteht Informationsbedarf?

Die wichtigen Themen und Fragestellungen aus der Patientenperspektive wurden durch qualitative Patienteninterviews und eine systematische Literatur- und Internetrecherche zu bestehenden Informationsangeboten beim Vorhofflimmern aufgedeckt. "Wir wollten keine weitere Kopie vorhandener Angebote zum Vorhofflimmern schaffen, sondern haben analysiert: Welche Fragen haben Patienten? Was wird noch nicht durch bisherige qualitätsgesicherte Informationsangebote abgedeckt? Durch dieses Vorgehen konnten wir wichtige Informationsbedarfe ermitteln. Diese Themen bilden wir in unserem Informationsangebot schwerpunktmäßig ab", erläutert Suhr.

Die Webseite zum Vorhofflimmern der Stiftung Gesundheitswissen ist multimedial ausgerichtet und enthält vielfältige anschauliche Formate und verschiedene Service-Tools, die dem Nutzer das Verständnis auch schwieriger Sachverhalte erleichtern.

Im Überblick: Was wir bieten 
-   Erklärfilme:
    - Wie entsteht und verläuft die Erkrankung und wie kann man das 
      Vorhofflimmern erkennen und behandeln?
    - Warum ist das Schlaganfallrisiko beim Vorhofflimmern erhöht? 
-   Körper & Wissen:
    - Wie messe ich meinen Puls richtig?
    - Was ist ein Elektrokardiogramm (EKG)? 
-   Erfahrungsberichte von Betroffenen: Was bedeutet die Erkrankung
    und wie gehen andere damit um? 
  - Schlaganfall-Risikorechner: Möglichkeit für Menschen mit
    Vorhofflimmern, ihr persönliches Risiko für einen Schlaganfall
    besser einzuschätzen. 
-   "Faktenboxen": evidenzbasierte Auswertungen zum Nutzen und 
     Schaden von Behandlungsoptionen. Konkret zu:
    - Katheterablation im Vergleich zur medikamentösen Behandlung.
    - In Kürze erscheint: Direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) 
    verglichen mit anderen gängigen Medikamenten zur 
    Schlaganfallprävention, den Vitamin-K-Gegenspielern. 

Mehr Informationen:

Neue Gesundheitsinformation Vorhofflimmern: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/vorhofflimmern.

Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen: www.stiftung-gesundheitswissen.de

Pressekontakt:

Una Großmann
Leiterin Kommunikation
una.grossmann@stiftunggesundheitswissen.de
www.stiftunggesundheitswissen.de
T +49 30 419549220
F +49 30 419549299

Original-Content von: Stiftung Gesundheitswissen, übermittelt durch news aktuell

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