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BMI im Check: Warum der Wert allein nicht reicht

Berlin (ots)

Viele Menschen orientieren sich beim Thema Körpergewicht am Body-Mass-Index (BMI). Doch wie viel sagt dieser Wert tatsächlich über gesundheitliche Risiken aus? Die Stiftung Gesundheitswissen hat ihr Informationsangebot zum BMI erweitert und stellt wissenschaftlich fundiertes Wissen zur Verfügung, damit Menschen informierte Entscheidungen zu ihrem Körpergewicht und ihrer Gesundheit treffen können. Dabeibeleuchtet sie den BMI kritisch: Wann verliert er an Aussagekraft und welche ergänzenden Messmethoden können relevant sein?

Ob Unter-, Normal- oder Übergewicht: Der BMI wird in der medizinischen Praxis häufig als schnelle Orientierung genutzt, um das Körpergewicht einzuordnen und daraus gesundheitliche Risiken abzuschätzen. Er setzt das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße, dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt. Wichtig: Der BMI allein erlaubt keine abschließende individuelle Risikobewertung.

Grenzen der BMI-Formel

Obwohl der BMI eine erste Orientierung bietet, lässt er wesentliche individuelle Merkmale außer Acht:

  • Muskelmasse vs. Fett: Da Muskelgewebe dichter ist als Fettgewebe, können sehr muskulöse Menschen trotz geringen Körperfettanteils einen hohen BMI haben.
  • Fitness ist kein Gewicht: Ein hoher BMI-Wert allein gibt keine Auskunft über die körperliche Fitness oder bereits bestehende Erkrankungen.
  • BMI im Alter anders bewerten: Im Alter nimmt die Muskelmasse natürlicherweise ab, sodass sich das Verhältnis von Muskeln und Fett verschiebt. Studien deuten darauf hin, dass für ältere Menschen ein etwas höherer BMI sogar vorteilhaft sein kann.
  • Fettverteilung als Risikofaktor: Der BMI gibt keinen Aufschluss darüber, wo Fett im Körper gespeichert ist. Besonders das Fettgewebe im Bauchraum (Viszeralfett) gilt als gesundheitlich bedenklich und steht etwa mit Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang.

Körpergewicht besser einordnen: Ergänzende Messmethoden

Damit Risiken im Zusammenhang mit Körpergewicht und Fettverteilung besser eingeordnet werden können, stellt die Stiftung Gesundheitswissen ergänzende Methoden vor:

  1. Bauchumfang: Als Schwellenwert für ein deutlich erhöhtes Risiko gilt ein Umfang von mehr als 88 cm bei Frauen und mehr als 102 cm bei Männern.
  2. Taille-Größe-Verhältnis: Als einfache Orientierung gilt: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen; bei höheren Werten ist eine ärztliche Einordnung sinnvoll.
  3. Taille-Hüft-Verhältnis: Werte ab 0,85 bei Frauen und 0,9 bei Männern können auf eine abdominale Adipositas hindeuten, d. h., dass sich das Fett um die Taille und im Bauch ansammelt.

Zusätzlich beleuchtet die Stiftung neuere Kennzahlen wie den Body-Shape-Index oder den Body-Roundness-Index, die die individuelle Körperform und Fettverteilung differenzierter abbilden sollen. Bei Fragen zur gesundheitlichen Einordnung des eigenen Körpergewichts bleibt das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt wichtig.

Mehr Informationen zur BMI-Berechnung, zu Grenzwerten und zu ergänzenden Messmethoden finden Sie hier:


Pressekontakt:

Jonas Windler
Referent PR und Events
Stiftung Gesundheitswissen
Friedrichstraße 134, 10117 Berlin
+4930419549224
presse@stiftung-gesundheitswissen.de

Original-Content von: Stiftung Gesundheitswissen, übermittelt durch news aktuell

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