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15.05.2019 – 12:38

DKFZ Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Sommer - Sonne - sicher?

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Der UV-Index gibt Auskunft über die aktuelle UV-Belastung. Damit lassen sich sommerliche Outdoor-Aktivitäten aller Art gut planen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Tipps, um Sommer und Sonne sicher genießen zu können.

Deutsches Krebsforschungszentrum

in der Helmholtz-Gemeinschaft

15. Mai 2019 (jg)

Sommer - Sonne - sicher?

Wie jedes Jahr, wenn die Temperaturen steigen und sich das Leben wieder mehr draußen abspielt, stellen sich Viele die Frage: Gibt es nicht vielleicht doch eine gesunde Bräune? Die Antwort lautet nein - denn durch einen gebräunten Teint dauert es zwar länger, bis ein Sonnenbrand auftritt, das Hautkrebsrisiko besteht aber weiterhin. Auch führt häufiges Sonnenbaden zu einer vorzeitigen Hautalterung mit Falten und Pigmentflecken und für die Augen können Bindehautentzündung und langfristig Linsentrübung die Folgen sein. Dennoch lassen sich Sommer und Sonne genießen, vorausgesetzt, wir kennen die Gefahren und schützen uns angemessen.

UV-Index zur Einschätzung des Risikos

Der Mensch hat kein Frühwarnsystem für ultraviolette (UV) Strahlen. Um zu wissen, welche Sonnenschutzmaßnahmen wann notwendig sind, lohnt ein Blick auf den UV-Index. Internationale Fachgremien haben ihn zur Beurteilung der aktuellen UV-Belastung durch die Sonne entwickelt. Über Deutschland verteilt gibt es 10 Stationen, die die erwarteten Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen, bodennahen UV-Bestrahlungsstärke angeben. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht die Messdaten und gibt auf deren Grundlage 3-Tages-Prognosen für die UV-Belastung in verschiedenen Regionen in Deutschland ab: www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/prognose/prognose_node.html. Interessant für die Urlaubsplanung: Der UV-Index wurde von der WHO definiert und ist weltweit einheitlich. Ein UV-Index von 5 in Deutschland bedeutet daher genau dasselbe wie in Australien, Spanien oder Schweden. Über die Internet-Seiten des BfS kann er für andere Länder abgefragt werden. Auch andere Institutionen, wie zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst, veröffentlichen den UV-Index im Internet. Ob Wetter-Apps mit UV-Index die Daten der offiziellen Stellen verwenden, ist nicht bekannt. Zur Einschätzung der UV-Belastung gilt die Faustregel: Je höher der UV-Index ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten und desto wichtiger sind ausreichende Schutzmaßnahmen. "Das ist eine praktische Orientierungshilfe für die Planung sommerlicher Outdoor-Aktivitäten aller Art", findet Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. "Wer sich an die Empfehlungen hält, ist bestmöglich geschützt." Der Krebsinformationsdienst beantwortet seit 33 Jahren auch Fragen zur Vorbeugung und zum Schutz vor Krebs - telefonisch täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr unter 0800-420 30 40 sowie per E-Mail unter krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Viele Menschen unterschätzen die Kraft der Sonne mit ihrer gefährlichen ultravioletten Strahlung. Fachleute beklagen in den letzten Jahren eine Zunahme von UV-bedingtem Hautkrebs. Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann Sonne und Wärme ohne Reue genießen:

- Suchen Sie zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am höchsten ist, den Schatten auf oder, noch besser, verbringen Sie die Mittagszeit im Haus.

- Einen einfachen, aber sicheren Schutz können Sie mit Kleidung und einer Kopfbedeckung erzielen.

- Das Tragen einer Sonnenbrille beugt Augenschäden vor. Achten Sie dabei auf 100 % UV-Schutz oder UV 400 und einen ausreichenden Seitenschutz.

- Um Pigmentstörungen zu vermeiden, ist es sicherer, auf Kosmetika, Parfüms oder Deodorants beim Sonnenbaden zu verzichten.

- Für Erwachsene wird eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 empfohlen. Außerdem sollte sie UV-A und UV-B-Filter haben. Verwenden Sie die Creme nicht zu sparsam und wiederholen Sie das Eincremen.

- Wenn Sie eine empfindliche Haut haben, so sollten Sie im Hochsommer und in südlichen Ländern einen hohen Lichtschutzfaktor (50+) wählen.

- Denken Sie auch bei bewölktem Himmel an Sonnenschutz: Bis zu 90 Prozent der gefährlichen Strahlen dringen durch die Wolkendecke.

- Medikamente können Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente einnehmen. Sie können im Zusammenhang mit Licht Nebenwirkungen haben.

Nutzungshinweis für Bildmaterial zu Pressemitteilungen
Die Nutzung ist kostenlos. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gestattet
die einmalige Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das
Thema der Pressemitteilung bzw. über das DKFZ allgemein. Bitte geben Sie als
Bildnachweis an: Grafik: Lena Passek, Krebsinformationsdienst, DKFZ, Foto:
pixabay. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nur nach vorheriger
Rücksprache mit der DKFZ-Pressestelle (Tel. 06221 42 2854, E-Mail:
presse@dkfz.de) gestattet. Eine Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist untersagt.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums
beantwortet alle Fragen rund um das Thema Krebs - am Telefon (0800-420 30 40),
per E-Mail (krebsinformationsdienst@dkfz.de) sowie in persönlichen Sprechstunden
in Heidelberg und Dresden. Das geschulte Ärzteteam geht mit fundierten
fachlichen Informationen auf individuelle Fragen ein. Die Internetseite
www.krebsinformationsdienst.de liefert aktuelles Wissen, nützliche Tipps und
Adressen. Mit eigener Telefonnummer (0800-430 40 50) und E-Mail-Adresse
(kid.med@dkfz.de) ist der KID auch Anlaufstelle für medizinische Fachkreise. Der
Krebsinformationsdienst ist ein kostenfreies Angebot des Deutschen
Krebsforschungszentrums. Er kann daher unabhängig informieren, frei von
Interessenkonflikten und ohne Werbung.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische
Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.000 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen
Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass
Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren
präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden
können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID)
klären Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise über die Volkskrankheit
Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das
Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem
vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen
werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem
der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ
Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung
von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines
Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten
zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist
Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Sibylle Kohlstädt
Kommunikation und Marketing 
Deutsches Krebsforschungszentrum 
Im Neuenheimer Feld 280 
69120 Heidelberg 
T: +49 6221 42 2843 
F: +49 6221 42 2968 
E-Mail: S.Kohlstaedt@dkfz.de
E-Mail: presse@dkfz.de
www.dkfz.de
 

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