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18.06.2018 – 10:36

DKFZ Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Schützt Eure Kinder!

Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Schützt Eure Kinder!
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Deutsches Krebsforschungszentrum

in der Helmholtz-Gemeinschaft

18. Juni 2018 (jg)

Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Schützt Eure Kinder!

Ultraviolette Strahlung (UV) ist krebserregend und stellt den Hauptrisikofaktor für Hautkrebs dar. Nach Prüfung umfassender und eindeutiger Studienergebnisse hält die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) dies bereits seit 2009 für erwiesen. Dennoch ist die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs in Deutschland in den letzten Jahren weiter gestiegen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen können.

Ob im Urlaub, auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten - im Sommer spielt sich das Kinderleben vor allem draußen ab. Umso wichtiger ist gerade in dieser Zeit der konsequente Schutz vor starker UV-Belastung und Sonnenbränden. Denn Kinderhaut ist wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Auch die Pigmente, die einen körpereigenen Schutz gegen UV-Strahlen bilden, werden im Kindesalter noch nicht in vollem Umfang produziert. Mit jedem Sonnenbrand des Kindes steigt die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken.

Keine Entwarnung

Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland etwa 21.200 Menschen an dem bösartigen schwarzen Hautkrebs. Durch das Hautkrebsscreening werden viele Tumore bereits in einem frühen Stadium entdeckt. "Dennoch sollten wir uns und vor allem unsere Kinder vor den gefährlichen Strahlen der Sonne schützen, damit es auch später erst gar nicht zu einer Erkrankung kommt", so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per E-Mail unter krebsinformationsdienst@dkfz.de beantworten Ärztinnen und Ärzte alle Fragen zu Krebs - zum Beispiel auch, was jeder selbst tun kann, um sich bestmöglich zu schützen.

Praktische Tipps zum Sonnenschutz von Kindern

- Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von etwa 2 Jahren sollten nicht der 
  direkten Sonne ausgesetzt werden. Wenn die Sonne nicht vermieden werden kann, 
  sind ein Kopfschutz und UV-dichte Textilien ein Muss. Vor allem bei 
  hellhäutigen Kleinkindern kann ergänzend ein Sonnenschutzmittel aufgetragen 
  werden. 
- Denken Sie an einen Sonnenschirm am Kinderwagen. 
- Zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am höchsten ist, sollten Kinder 
  im Sommer am besten überhaupt nicht in die Sonne gehen. 
- Grundsätzlich sollte die pralle Sonne gemieden werden, also häufig den 
  Schatten aufsuchen
- Ausreichend trinken 
- Kinder zum Schutz vor den UV-Strahlen immer mit Kleidung, Kopfbedeckung und 
  Sonnenbrille ausstatten. Bei den Brillen ist auf die Kennzeichnung UV-400 oder
  100% UV-Schutz zu achten.
- Verwendung von Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 - vor allem 
  Nase, Stirn, Ohren, Hände, Schultern, Knie und Fußrücken sollten reichlich 
  versorgt werden. 
- Hellhäutige Kinder benötigen im Hochsommer und in südlichen Ländern den 
  Lichtschutzfaktor 50.
- Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen - mindestens alle zwei Stunden.
- Nach dem Schwimmen Sonnenschutz erneut auftragen, auch wenn es sich um ein 
  wasserfestes Produkt handelt. Das gilt auch für Schwitzen und Abtrocknen. 
- Im Auto können UV-Folien, Scheibenrollos oder Sonnenschutzblenden an den 
  hinteren Seitenfenstern angebracht werden, da diese, anders als die 
  Frontscheibe, möglicherweise UV-A-Strahlung durchlassen. 
- Auch an bewölkten Sommertagen an Sonnenschutz denken: Bis zu 90 Prozent der 
  gefährlichen Strahlen dringen durch die Wolkendecke.
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gehören auf keinen Fall in ein Solarium - 
  das ist in Deutschland gesetzlich verboten.  

Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen. Sowohl zum eigenen Schutz als auch, um die Kinder konsequent und von klein auf an möglichst risikoarmes Verhalten in der Sonne zu gewöhnen. Auf diese Weise kann Sonnenschutz langfristig zum positiven Automatismus werden.

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Die Nutzung ist kostenlos. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gestattet
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mit der DKFZ-Pressestelle (Tel. 06221 42 2854, E-Mail: presse@dkfz.de)
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Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums
beantwortet alle Fragen rund um das Thema Krebs - am Telefon (0800-420 30 40),
per E-Mail (krebsinformationsdienst@dkfz.de) sowie in persönlichen Sprechstunden
in Heidelberg und Dresden. Das geschulte Ärzteteam geht mit fundierten
fachlichen Informationen auf individuelle Fragen ein. Die Internetseite
www.krebsinformationsdienst.de liefert aktuelles Wissen, nützliche Tipps und
Adressen. Mit eigener Telefonnummer (0800-430 40 50) und E-Mail-Adresse
(kid.med@dkfz.de) ist der KID auch Anlaufstelle für medizinische Fachkreise. Der
Krebsinformationsdienst ist ein kostenfreies Angebot des Deutschen
Krebsforschungszentrums. Er kann daher unabhängig informieren, frei von
Interessenkonflikten und ohne Werbung.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische
Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen
Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass
Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren
präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden
können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID)
klären Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise über die Volkskrankheit
Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das
Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem
vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen
werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem
der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ
Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung
von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines
Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten
zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist
Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Deutsches Krebsforschungszentrum 
Im Neuenheimer Feld 280 
69120 Heidelberg 
T: +49 6221 42 2843 
F: +49 6221 42 2968 
E-Mail: S.Kohlstaedt@dkfz.de
E-Mail: presse@dkfz.de
www.dkfz.de