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08.04.2020 – 13:31

formlabs GmbH

3D-Druck modifizierte Schnorchel helfen Medizinern in Spanien beim Kampf gegen COVID-19

3D-Druck modifizierte Schnorchel helfen Medizinern in Spanien beim Kampf gegen COVID-19
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Dank 3D-Druck werden Schnorchel zu Gesichtsschutzmasken

Das von Formlabs gegründete Netzwerk zur Hilfe in der Corona-Krise hat bereits Erfolge erzielt: Ein Unternehmen druckt Adapter, womit Schnorchel zu Gesichtsschutzmasken umgebaut werden können. Mehrere Kliniken in Spanien nutzen diese bereits.

Berlin, 8. April 2020Formlabs, der Entwickler und Hersteller von leistungsstarken und leicht zugänglichen 3D-Drucksystemen, hat erst kürzlich ein Netzwerk zur Unterstützung in der Corona-Pandemie gegründet und setzt nun erste Projekte erfolgreich in Europa um: Das spanische Unternehmen 3DigitalFactory druckt Adapter, mit denen Schnorchel zu Gesichtsschutzmasken für den Einsatz in Krankenhäusern angepasst werden können.

Die Corona-Krise trifft Spanien besonders hart. Vielen Krankenhäusern geht die medizinische Schutzausrüstung aus. Im Kontext dieser Pandemie hat Formlabs ein Netzwerk gegründet, das Freiwillige mit dem Know-How des Unternehmens verbindet. Ziel des Netzwerkes ist es, weltweit das Gesundheitswesen dabei zu unterstützen, die Corona-Pandemie zu bewältigen.

Engpässe bei der Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung

Für medizinisches Fachpersonal wird im Einsatz gegen COVID-19 die persönliche Schutzausrüstung (PSA) knapp. In vielen Krankenhäusern gibt es nur noch sehr geringe Bestände an PSA. Zur PSA gehören Schutzmasken und/oder Atemschutzgeräte (N95-Masken) sowie Schutzvisiere. Bei allen diesen Produkten gibt es Engpässe, da sie gehamstert und sogar aus Krankenhäusern gestohlen werden. Zudem handelt es sich bei der PSA für gewöhnlich um Einwegprodukte – wegen der Lieferengpässe sind jedoch strapazierfähigere Lösungen erforderlich. Außerdem ist die PSA üblicherweise nur für einen Einsatz von wenigen Minuten und nicht für den ganzen Tag ausgelegt.

Gesichtsschutzmasken sind sehr wichtig für das medizinische Personal, da sie die Ansteckung von den Patienten verhindern. Um schnell neue Masken zu Verfügung stellen zu können, hatten die Ingenieure von 3DigitalFactory eine Idee: Sie konstruierten mittels 3D-Druck Adapter, die an Schnorchelmasken des französischen Sportartikelherstellers Decathlon angebaut werden konnten. Die Maske wird über den Adapter mit einem Luftfilter, der bereits in den Atemluftsystemen von Krankenhäusern eingesetzt wird, verbunden und kann im Kontakt mit Erkrankten und Patienten verwendet werden.

Die Ingenieure nutzen einen SLA Form 3B Drucker von Formlabs. Mit dem kompakten Desktop-Drucker können sie täglich 40 bis 50 Adapter herstellen. Das Unternehmen hat jedoch nicht nur einen, sondern sieben solcher Drucker eingesetzt. Als Druckmaterial wurde das Draft Resin von Formlabs genutzt.

Binnen weniger Tage und dank der Unterstützung weiterer Unternehmen konnten die Ingenieure schon 800 Adapter herstellen, die Schnorchel zu Schutzmasken umwandeln und diese an örtliche Kliniken ausliefern.

Die Validierung läuft bereits in vier spanischen Kliniken

Die Universitätsklinik von Vallodolid sowie das Krankenhaus Infanta Leonor in Madrid nutzen die neue Schutzausrüstung bereits. Die gedruckten Teile wurden auch von den beteiligten Krankenhäusern getestet. Sie halten Desinfektions- und Sterilisationsverfahren stand, einschließlich enzymatischer Reinigungsmittel. Sie werden in der Maschine bei 60ºC und mittels Wasserstoffperoxid-Plasma-Sterilisation (50ºC) getrocknet.

Formlabs unterstützt 3DigitalFactory mit seiner Expertise. Die digitalen Dateien zur Herstellung der Adapter sollen möglichst bald online verfügbar sein.

„Der große Vorteil für uns ist, dass wir das gleiche Teil mehrmals sterilisieren können, außerdem die Qualität und Reproduzierbarkeit der Drucker zusammen mit der erreichten Versiegelung“, sagt Dr. Alfredo Redondo vom Hospital Clínico Universitario de Valladolid.

„Die vorliegende Lösung mit 2 Teilen und 3 Filtern bietet eine ideale Lösung, um den Luftstrom zu gewährleisten und gleichzeitig die Kondensation zu begrenzen, wodurch eine höhere Sicherheit als bei einer FFP3-Maske erreicht wird. Nach 4 Iterationen glauben wir, dass wir einen sehr sicheren und durchführbaren Prototyp erreicht haben. Dieser ist ideal für Situationen, in denen die Exposition und das Infektionsrisiko hoch ist, einschließlich chirurgischer Eingriffe bei Patienten mit COVID-19“, erklärt Dr. Juan José Sancho Insenser vom Hospital del Mar (Barcelona).

Hier finden Sie weitere Informationen über das Netzwerk von Formlabs sowie aktuelle Neuigkeiten zum Stand der Genehmigungen.

Weitere Krankenhäuser, die in den Validierungsprozess eingebunden sind:

- Hospital Clínico Universitario de Valladolid
- Hospital Universitario Ramón y Cajal (Madrid)
- Hospital Universitario Infanta Leonor (Madrid)
- Hospital de Igualada 
Haftungsausschluss
Es liegt in der Verantwortung des Krankenhauses, täglich Desinfektionsverfahren durchzuführen und die Qualität der Maske und der gedruckten Teile nach der Desinfektion und/oder Sterilisation zu überprüfen. Es gibt noch keine klinischen Studien über die mögliche Abnutzung der Teile im Laufe der Zeit.

Formlabs hat die in dieser Fallstudie erwähnten Teile nicht unabhängig verifiziert oder validiert, ob sie für den beabsichtigten Zweck sicher oder wirksam sind. Die Kunstharze von Formlabs wurden nicht auf Harz-VOC für eine bestimmte Anwendung, Norm oder ein bestimmtes Berufsrisiko untersucht. Analytische Daten deuten darauf hin, dass der VOC-Gehalt im Bereich von ~100 ppb unter Luftstrom oder Sauerstofffluss liegt.

Alle 3D-gedruckten Produkte, die mit der Haut in Kontakt kommen, sollten die in ISO 10993-1 genannten Biokompatibilitätsanforderungen erfüllen. Bitte beachten Sie, dass Formlabs-Materialien, die nicht als biokompatibel eingestuft sind, einschließlich Draft Resin, nicht für diese Anforderungen entwickelt wurden. Wenn Ihre spezifischen Leistungsanforderungen über den Rahmen des ursprünglichen nicht biokompatiblen Materialdesigns hinausgehen, wenden Sie sich bitte an Formlabs, um weitere Informationen über den möglichen Einsatz einer Sekundärverarbeitung zu erhalten.

Alle zusätzlichen Modifikationen außerhalb der veröffentlichten Gebrauchsanweisung müssen vor der Implementierung vom Hersteller getestet werden. 

Über Formlabs
Formlabs erweitert den Zugang zu digitaler Fertigung, damit alle Anwender ihre Ideen umsetzen können. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Somerville, Massachusetts (USA). Es besitzt Niederlassungen in Deutschland, Japan, China, Singapur, Ungarn und North Carolina. Formlabs ist der professionelle 3D-Drucker der Wahl für Ingenieure, Designer, Hersteller und Entscheidungsträger auf der ganzen Welt. Zu den Produkten von Formlabs gehören der Form 3 und der Form 3L auf Basis einer fortschrittlichen Art der Stereolithografie namens Low Force Stereolithography (LFS) 3D-Druck , der Form 2 SLA 3D-Drucker, die Fertigstellungslösungen Form Wash und Form Cure, der Fuse 1 SLS 3D-Drucker und die Form Cell Fertigungslösung. Formlabs entwickelt auch seine eigene Bibliothek an Hochleistungsmaterialien, die die Grenzen des 3D-Drucks erweitern, sowie branchenführende 3D-Drucksoftware.

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