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11.03.2019 – 12:12

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Else Kröner-Exzellenzstipendien in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro vergeben: Förderung für sechs klinisch und wissenschaftlich tätige Mediziner

Else Kröner-Exzellenzstipendien in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro vergeben: Förderung für sechs klinisch und wissenschaftlich tätige Mediziner
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Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat im Jahr 2018 sechs Else Kröner-Exzellenzstipendien in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro für herausragende in Forschung und Klinik tätige Ärzte vergeben.

Mit Hilfe der Exzellenzstipendien werden sie zwei Jahre vollständig von ihrer klinischen Tätigkeit freigestellt, um ein besonders vielversprechendes und für ihre Karriere richtungsweisendes medizinisches Forschungsvorhaben umzusetzen. "Wissenschaftliches Arbeiten ist an Universitätseinrichtungen für Ärzte mit besonderen Herausforderungen verbunden - denn häufig erlauben die Anforderungen der klinischen Arbeit keine zusammenhängende Forschungszeit", erläutert Prof. Dr. Michael Madeja, wissenschaftlicher Vorstand der EKFS. Mit den Exzellenzstipendien ermöglicht die EKFS außerdem bereits habilitierten und wissenschaftlich international erfolgreichen Ärzten die Berufung auf eine Professur.

Die sechs geförderten Exzellenzstipendien in Höhe von jeweils 300.000 Euro im Einzelnen (in alphabetischer Reihenfolge):

PD Dr. Chi-un Choe - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik für Neurologie

In seinem Stipendienprojekt gleicht Choe den bei Schlaganfall-Patienten vorliegenden Mangel der körpereigenen Aminosäure Homoarginin aus und untersucht anschließend den Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. In tierexperimentellen Studien konnte er bereits zeigen, dass die Gabe dieser Aminosäure den Verlauf nach einem Schlaganfall positiv beeinflusst. Seine jetzigen tierexperimentellen und molekularbiologischen Untersuchungen sollen Aufschluss über die zugrundeliegenden Mechanismen geben. Die Ergebnisse dieser Studien könnten eine neue Therapie für Schlaganfall-Patienten bedeuten.

Choe habilitierte sich nach klinischen und wissenschaftlichen Studien in Aberdeen, San Diego, Harvard und Yale 2016 an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und ist seitdem Oberarzt. Seine tierexperimentellen und klinischen Studien wurden bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

PD Dr. Wiebke Kristin Fenske - Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Endokrinologie und Diabetologie

In ihrem Stipendienprojekt beschäftigt sich Fenske mit den Folgen krankhaften Übergewichts. Sie möchte besser verstehen, wie eine Fehlernährung zunächst das Darmmilieu, dann die Regionen der Appetit- und Sättigungsregulation im Gehirn und schließlich den Stoffwechsel verändert. Das Ziel der Stipendiatin ist es, therapeutisch modifizierbare Mechanismen zu entschlüsseln, um neue Therapieansätze gegen Adipositas und Typ-2 Diabetes zu finden und klinisch zu testen.

Fenske wurde auf dem Gebiet der Osmoregulationsstörungen am Universitätsklinikum Würzburg habilitiert. Nach ihrem Forschungsaufenthalt am Imperial College in London kehrte die Medizinerin nach Deutschland zurück und wechselte 2013 an das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Adipositas-Erkrankungen in Leipzig. Dort baute sie die Forschungsgruppe "Neuroendokrine Energieregulation" auf und ist seit 2017 als Oberärztin tätig. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie diverse Stipendien und Preise, darunter den Schoeller-Junkmann-Preis der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie.

PD Dr. Jan Halbritter - Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie

Halbritter erforscht die genetischen Hintergründe des chronischen Nierenversagens Erwachsener. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich erblicher Nierensteinleiden, wofür er ein deutschlandweites Patientenregister geschaffen hat. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Nils Alwall-Preis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und dem Preis für Best Basic Research auf dem Gebiet der Urolithiasis (Harnsteine) der European Association of Urology ausgezeichnet. Die Aufdeckung genetischer Ursachen soll helfen, renale Krankheitsmechanismen zu entschlüsseln, neue Zielstrukturen zu identifizieren und den Boden für eine individualisierte Therapie zu bereiten.

Halbritter ist Oberarzt und Arbeitsgruppenleiter in der Nephrologie des Universitätsklinikums Leipzig, wo er seit 2006 tätig ist. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt an der University of Michigan und der Harvard Medical School, wo er an der Identifizierung neuer renaler Krankheitsursachen arbeitete, kehrte er 2014 nach Leipzig zurück, um seine eigene Forschungsgruppe im Bereich "Nephrogenetik" zu gründen.

Apl. Prof. Dr. Benjamin Meder - Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie

In seinem Stipendienprojekt erforscht Meder, wie sich epigenetische Netzwerke funktionell auf die DCM auswirken. Er wendet systembiologische Konzepte und Verfahren der künstlichen Intelligenz an, um neue Biomarker und molekulare Therapiemöglichkeiten zu identifizieren, die später in der Klinik verwendet werden können. Dies soll eine frühzeitige und korrekte Diagnose und Risikoabschätzung bei Patienten mit DCM ermöglichen.

Der außerplanmäßige Professor und Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin sowie Intensivmedizin Meder ist stellvertretender ärztlicher Direktor an der Universitätsklinik Heidelberg und Leiter des auf Herzmuskelerkrankung spezialisierten Instituts für Cardiomyopathien Heidelberg. Seit 2009 erforscht Meder in seiner Arbeitsgruppe die molekularen Ursachen der dilatativen Kardiomyopathie (DCM) und widmet sich der frühzeitigen Nutzbarmachung neuer Erkenntnisse für die Behandlung von Patienten. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem zweimalig mit dem Wilhelm P. Winterstein-Forschungspreis der Deutschen Herzstiftung.

Dr. Hendrik Sager - Deutsches Herzzentrum München, Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen

In seinem Forschungsprojekt beschäftigt sich Sager mit der Rolle von Immunzellen an der Wundheilung nach einem Herzinfarkt. Die Ergebnisse sollen helfen, die Narbenbildung am Herzen nach einem Herzinfarkt therapeutisch so zu beeinflussen, dass das Risiko für Herzschwäche und bedrohliche Herzrhythmusstörungen reduziert und schlussendlich die Herzinfarkt-assoziierte Morbidität und Mortalität gesenkt werden kann.

Sager begann seine klinisch-wissenschaftliche Weiterbildung 2005 in der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Anschließend intensivierte er seine wissenschaftliche Ausbildung als von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Postdoctoral Fellow an der Harvard Medical School in Boston, USA. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland 2015 leitet Sager die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den European Research Council geförderte Arbeitsgruppe für kardiovaskuläre Inflammation am Deutschen Herzzentrum in München. Seit 2018 ist er Oberarzt der Klinik für Herz und Kreislauf-Erkrankungen.

PD Dr. Roman Schniepp - Klinikum der Universität München, LMU, Klinik für Neurologie, und Deutsches Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

In seinem Stiftungsprojekt beschäftigt sich Schniepp mit Gangstörungen und Stürzen im Alter. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Auswertung und Interpretation komplexer Bewegungsmuster überwindet der Neurologe die klassischen Fächergrenzen in Diagnostik und Therapie. Letztlich sollen diese Systeme dabei helfen, für jeden einzelnen Patienten individuelle Aussagen über Erkrankungsursachen, Verlauf und Sturzrisiko zu treffen.

Schniepp begann seine klinisch-wissenschaftliche Ausbildung 2008 in der Neurologischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er sich 2017 habilitierte. Er ist Arbeitsgruppenleiter und Oberarzt am Deutschen Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Mehrere hochdotierte Förderungen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ermöglichen ihm die Erforschung von neurogeriatrischen Bewegungsstörungen. Seine Arbeiten sind unter anderem mit dem Uschi Tschabitscher Prize und dem Investigator Prize der European Acadamy of Neurology ausgezeichnet worden.

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) - Forschung fördern. Menschen
helfen.
Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung
medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die
Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu
ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus
Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist.
Bis heute hat sie rund 1660 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen
Gesamtfördervolumen von aktuell über 40 Millionen Euro ist sie eine der größten
Medizin fördernden Stiftungen Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie
unter: www.ekfs.de.

Pressekontakt
Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Bianka Jerke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: + 49 6172 8975-24
E-Mail: b.jerke@ekfs.de 

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