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31.01.2019 – 15:43

MDR Exklusiv-Meldung

MDR-Magazin "Hauptsache Gesund" zur Krebsvorsorge (Weltkrebstag am 4.2.19)
Onkologen in Mitteldeutschland: Sensibilisierung schon im Kindesalter

Leipzig (ots)

Anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages sprechen sich Krebsmediziner in Mitteldeutschland für eine stärkere Sensibilisierung schon bei Kindern und Jugendlichen aus, um frühzeitig einen gesunden Lebensstil als Teil einer effektiven Krebsvorsorge anzuregen. Im Gespräch mit dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund" sagt Dr. Jutta Hübner, Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena: "Wenn wir investieren wollen, dann in Gesundheitsaufklärung schon in diesen Altersgruppen." Prof. Dr. Martin Bornhäuser, geschäftsführender Direktor am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden, ergänzt mit Blick auf das Thema Hautkrebs: "Kindern sollte früh nahegebracht werden, wie sie sich zum Beispiel vor UV-Strahlung schützen." Außerdem betonen beide Mediziner die Bedeutung des Wissens um eine gesunde Ernährung und ausreichende körperliche Bewegung, um das individuelle Krebsrisiko für das ganze Leben zu minimieren.

Unterschiedlicher Meinung sind die Wissenschaftler allerdings beim Thema Früherkennung. "Über Krebsvorsorge wird, wenn, dann oft nur negativ berichtet", sagt Martin Bornhäuser. Das führe schnell zu Verunsicherungen und Ängsten bei den Menschen. Jutta Hübner ist da anderer Ansicht: "Ich finde die Berichterstattung viel zu positiv", sagt sie. Die Erwartungshaltung an die Früherkennung sei in der Bevölkerung dadurch viel zu hoch, meint Hübner: "Aber wir verhindern den Krebs nicht, wir entdecken ihn nur früher." Während Bornhäuser sich wünscht, dass mehr Leute zu Früherkennungsuntersuchungen gehen, ist Hübner kritisch: Der mögliche Nutzen und der mögliche Schaden von Früherkennung könne individuell ganz unterschiedlich sein und sei deshalb statistisch nicht belegbar. Sie findet daher, dass der gesundheitspolitische Auftrag darin liegen müsse, über die einzelnen Früherkennungsmaßnahmen jeweils auch einzeln präzise und verständlich für die Allgemeinheit zu informieren. "Bei der Mammographie ist das seit kurzem mit Infomaterial ('Mammographie-Screening - eine Entscheidungshilfe') exzellent und differenziert gelungen, überall sonst fehlt so eine Broschüre", so die Onkologin. Denn auch Früherkennungs-Untersuchungen würden gewisse Risiken bergen: Es könne zu einem falschem Verdacht kommen oder etwas übersehen werden oder auch bei einem kleinen Eingriff ein körperlicher Schaden entstehen. Hinzu käme auch eine mögliche individuelle psychische Belastung in solchen Fällen.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse und der Barmer gegenüber dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund" sei der allgemeine Trend unter ihren Versicherten bei vielen Früherkennungs-Untersuchungen bundesweit rückläufig. Leichte Zuwächse gibt es allerdings beim Hautkrebsscreening, so die Daten der Techniker Krankenkasse. Bei dieser Früherkennung liegt Sachsen bei den TK-Mitgliedern mit 23 Prozent (2017) sogar bundesweit auf dem zweiten Platz hinter Nordrhein-Westfalen. Bei Prostata- und gynäkologischen Untersuchungen waren die sächsischen Männer und Frauen im Jahr 2017 sogar Spitzenreiter: Etwa jeder dritte TK-versicherte Sachse und fast zwei Drittel der Frauen nutzten diese Früherkennungs-Angebote. Bei der Mammographie, also der Untersuchung auf Brustkrebs, lag Sachsen-Anhalt vorn: 57 Prozent der Berechtigten nahmen sie in Anspruch, in Sachsen waren es nur 28 Prozent, in Thüringen 26 Prozent. Bei Barmer-Versicherten nahm die Anzahl der Darmspiegelungen im Zeitraum von 2012 bis 2017 bundesweit zu: vor allem Männer holen bei dieser Früherkennungsmaßnahme auf. Rückläufig ist dagegen die Zahl der Stuhlproben, die zur Darmkrebsfrüherkennung abgegeben werden.

Das Thema Krebsvorsorge und -früherkennung ist heute Abend auch Thema in der Sendung "Hauptsache Gesund" um 21:00 Uhr im MDR-Fernsehen.

Unter Angabe der Quelle sofort frei "Hauptsache Gesund", donnerstags, 21 Uhr, MDR-Fernsehen www.mdr.de/hauptsache-gesund

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Katrin Stolle, Tel.: (0341) 3 00 64 53,
E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Exklusiv-Meldung, übermittelt durch news aktuell

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