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Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Heizungsversorgung im Ahrtal

Heizungsversorgung im Ahrtal
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Bedarfsermittlung vor Ort im Flutgebiet - Energieagentur Rheinland-Pfalz geht von Haus zu Haus.

Energieagentur geht im Flutgebiet von Haus zu Haus

Konkrete Erfassung der Schäden beschleunigt Lösungen für die Wärmeversorgung

Unterstützt von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern gehen Mitarbeiter der Energieagentur Rheinland-Pfalz im Ahrtal von Haus zu Haus, um belastbare Informationen über die Schäden an den Heizungsanlagen zu bekommen. Erfassungsbögen werden verteilt, zum Teil direkt mit den Hausbewohnern ausgefüllt. Eine schnelle Klärung, auf welche Weise die Wärmeversorgung für die anstehende Heizperiode sichergestellt werden kann, soll so erreicht werden.

Viele Bewohner sind ins Ahrtal zurückgekehrt in ihre von der Flut beschädigten Häuser. Trocknungs- und Sanierungsarbeiten stehen an – und viele stehen vor der Frage, wie sie eine funktionierende Heizung für den bevorstehenden Winter bekommen – und perspektivisch umweltgerecht heizen können. Wiederholt kommen derzeit Mitarbeiter der Energieagentur und freiwillige Helfer der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf sie zu, ob in Bad Neuenahr, Sinzig oder Bad Bodendorf. So auch an den vergangenen Wochenenden.

„Viele Türen haben sich für uns geöffnet“, berichtet Sabrina Wolf, Referentin bei der Landesenergieagentur. „Die Menschen waren froh, dass sich die Energieagentur um dieses Thema kümmert.“ Dabei hatte jeder der Helfer einen Stapel der Bedarfsermittlungsfragebögen in der Hand, die man auch in elektronischer Form im Internet auf der Sonderseite der Energieagentur „Wiederaufbau nach der Flut“ findet ( https://www.energieagentur.rlp.de/service-info/wiederaufbau-flutgebiete). Zusammen mit den Betroffenen vor Ort wurden die Fragebögen ausgefüllt oder sie wurden einfach bei den Hausbesitzern hinterlassen, verbunden mit dem Hinweis, wie sie diese zurücksenden können.

Schornsteinfeger kommen zur Beratung

„Die Menschen, die angegeben haben, dass sie in ihren Wohnungen noch keine Heizungslösung für den bevorstehenden Winter haben, werden von den Kollegen aus unserem neu eingerichteten Call-Center angerufen und es wird mit Ihnen ein Beratungstermin vor Ort vereinbart“, sagt Torsten Kurtz, ebenfalls von der Energieagentur. „Die Beratungstermine werden von den Schornsteinfegern übernommen, die dann den Bedarf weiter an die Handwerksbetriebe weiterleiten. Diese versuchen dann, eine Lösung für die Betroffenen herbeizuführen.“

Die kurzfristigen Lösungen sind, so unterschiedlich sie je nach Beschädigung im Haus oder im Umfeld ausfallen, fast durchgängig nur für den Übergang gedacht. „Erfreulich ist, dass sich viele Menschen im Ahrtal als mittel- und langfristige Lösung nicht nur eine nachhaltige und umweltverträgliche Wärmeversorgung wünschen, sondern auch eine energetische Sanierung (z.B. Fenster, Fassade) vornehmen möchten“, berichtet Kurtz. „Die Energieagentur vermittelt im Nachgang der Befragung ein Angebot über die Energieberater vor Ort.“

Hilfe vor und bei den Einsätzen

„Bei der Planung der Vor-Ort-Aktionen wurden wir von den Klimaschutzmanagerinnen (KSM) der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Silke Rothenberger und Angela Amatulli und Clarissa Figura (KSM in Sinzig) tatkräftig unterstützt“, berichtet Zeljko Brkic, auch er Mitarbeiter der Energieagentur. Und er dankt den Helfern von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Initiative „Sinzig4Future“ und den Klimaschutzpaten aus dem Energieagentur-Projekt „KlikK aktiv“, die bei den Wochenend-Einsätzen die Verteilung der Bedarfserfassungsbögen unterstützt haben. Über die fachliche Hilfe hinaus, berichten GIZ-Mitarbeiter, hätten betroffene Menschen sich dankbar gezeigt für die Gelegenheit, ihre zum Teil traumatischen Erlebnisse und ihre Sorgen mitzuteilen.

Info 1: Sachstand Anfang Oktober

  • Rund 1200 Bedarfserfassungsbögen sind in die Datenbank der Energieagentur eingegeben.
  • Mehr als 80 Haushalte wurden bisher von einem Schornsteinfeger zwecks eingehender Beratung aufgesucht.
  • Das Call-Center hat rund 500 Nachfrage-Anrufe getätigt, um Informationen über den Stand von Beratung und Abhilfe zu ermitteln.

Info 2: Aufgaben der Energieagentur im Flutgebiet

Der Krisenstab der Landesregierung hat die Energieagentur Rheinland-Pfalz beauftragt, eine Bedarfsanalyse zum Thema Heizen/Wärme in der Heizperiode 2021/‘22 durchzuführen und die Wärmeversorgung in den betroffenen Gebieten – mit Ausnahme derjenigen, die über eine Erdgas- oder Fernwärmeversorgung verfügen – zu koordinieren. Unterstützt wird sie dabei vom ADD-Verwaltungsstab, von der Kreisverwaltung Bad Neuenahr, den betroffenen Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltungen und den Kooperationspartnern Schornsteinfeger- / SHK Innung, HWK, Verbraucherzentrale RLP, Hochschule Trier, VKU RLP sowie vielen freiwilligen Helfern des Helfer-Stabs und durch viele rheinland-pfälzische und bundesweite Hilfsangebote.

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Ansprechpartner:
Axel Bernatzki / Referent Kommunikation und stv. Pressesprecherin
Tel.: 0631 - 34371-191, mobil 0151 - 65555001   axel.bernatzki@energieagentur.rlp.de

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
www.energieagentur.rlp.de
www.twitter.com/energie_rlp
www.facebook.com/energie.rlp