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05.02.2021 – 14:56

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Kooperationsvertrag Bioenergiedörfer

Kooperationsvertrag Bioenergiedörfer
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Gemeinsam für den Klimaschutz vorangehen – das ist gelebte kommunale Wirklichkeit im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung beim Sanierungsmanagement der „Bioenergiedörfer“ belegt die gute Zusammenarbeit verschiedener Organisationen.

Kooperation für den Klimaschutz

Gemeinsam für den Klimaschutz vorangehen – das ist gelebte kommunale Wirklichkeit im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung beim Sanierungsmanagement der „Bioenergiedörfer“ belegt die gute Zusammenarbeit verschiedener Organisationen. Zu den Unterzeichnern gehören neben den beteiligten Ortsgemeinden und dem Kreis Bernkastel-Wittlich auch die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die Energieagentur Rheinland-Pfalz sowie regionale Banken, Energieversorger und weitere Akteure.

Potenziale für Erneuerbare Energien beschäftigten Kreis und Verbandsgemeinden bereits seit 2014 im Rahmen der Regionalentwicklung, betonte Denis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Die Betrachtung etwa von Klimaschutzeffekten, die sich durch Gebäudeeffizienzmaßnahmen ergeben, gehöre dazu.

Ausgehend vom Wettbewerb „Regionalentwicklung von Hahn und Hunsrück“ hatten sich damals 14 Kommunen im Landkreis Bernkastel-Wittlich für die Erstellung eines Quartierskonzeptes entschieden. Darin werden alle Energieverbräuche im ausgewählten Gebiet erfasst, die Potenziale für die Erzeugung erneuerbarer Energien ermittelt und wirtschaftlich umsetzbare Effizienzmaßnahmen dargestellt.

Zwei Sanierungsmanager

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land hat einen ganz besonderen Weg eingeschlagen: Parallel zur Erstellung der sechs Quartierskonzepte hat sie im Februar 2018 zwei Sanierungsmanager eingestellt, gefördert von der KfW-Bank und dem Land Rheinland-Pfalz. „Wir sind seither ganz anders im Thema Klimaschutz unterwegs und konnten in den Dörfern bereits erste Projekte auf den Weg bringen“, freut sich Dennis Junk. Die nächste große Aufgabe für die beiden Sanierungsmanager wird eine Studie sein zur Ausrüstung kommunaler Gebäude mit Photovoltaik und Speichern. Zudem sollen längerfristig die Heizungen aller kommunalen Gebäude auf regenerative Heiztechnik umgerüstet werden.

„Wir sind froh, dass unsere Verwaltung durch die beiden neuen Mitarbeiter zusätzliches Fachwissen erlangt hat und wir somit langfristig und nachhaltig unsere Dörfer wie die Stadt Manderscheid in diesem wichtigen Themenfeld beraten und unterstützen können“, so der Bürgermeister, der auch auf die Einsparungen durch die von seinen Mitarbeitern umgesetzten Maßnahmen hinwies: „Durch die Maßnahmen, die wir beispielsweise in der Grundschule Dreis bereits umgesetzt haben, können wir etwa 13 Tonnen CO2 und etwa 1000 € pro Jahr einsparen“, erläutert Christian Stalter, einer der beiden Sanierungsmanager.

Bei den beiden Beratungsstellen in Wittlich und Bernkastel-Kues können sich Bürger, die Sanierungsmaßnahmen vorhaben, von Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beraten lassen.

Bürger gestalten die Zukunft mit

Sowohl Landrat Gregor Eibes als auch Bürgermeister Leo Wächter unterstrichen die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Verbandsgemeinden. Es sei wichtig, dass die Kommunen sich regional und spezifisch für die Energiewende einsetzen und Projekte auch kreisweit angestoßen werden. Dazu gehöre auch der „Zukunftscheck Dorf“, der Bürger anregen soll, die Zukunft in ihren Orten aktiv selber zu gestalten.

„Wir haben engagierte Ehrenamtliche in unseren Gemeinden, die die Dorfgemeinschaft stärken“ erklärte Landrat Eibes, der zugleich darauf hinwies, wie wichtig ein hauptamtlicher „Kümmerer“ zu deren Unterstützung sei.

Für die Energiewende aktiv sind auch die Verbandsgemeinde und Verbandsgemeindewerke Bernkastel-Kues. „Durch geeignete Maßnahmen durch das Abwasserwerk z.B. durch die Erneuerung der Steuerungstechnik, den Einbau einer Mikrogasturbine oder den Anschluss einer Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch konnte eine Energiekostenersparnis bei der größten Kläranlage von etwa 60.000 € jährlich erreicht werden“, lobt Leo Wächter. Zudem ist der ab dem 01.01.2012 gegründete Betriebszweig „Energie“ im Bereich der erneuerbaren Energien und auch bei der Energieeffizienz erfolgreich tätig.

„Mit dem Wertschöpfungsrechner, den die Energieagentur Rheinland-Pfalz zusammen mit der Agentur für Erneuerbare Energien entwickelt hat, stellen wir den Kommunen ein interessantes Tool für die Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung“, ergänzte Michael Hauer, Geschäftsführer der Landesenergieagentur. Die Zusammenarbeit mit beispielsweise dem Städte- und Gemeindebund oder dem Landesrechnungshof gebe der Energieagentur zusätzliche Anstöße, Themen aufzugreifen und positive Entwicklungen mit anzustoßen.

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Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürger sowie Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz.

Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.

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Presseanfragen zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Anna Jessenberger / Region Trier

Telefon 0631/ 34 371 - 185

E-Mail anna.jessenberger@energieagentur.rlp.de

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Dagmar Schneider
Tel.: 0631 34371-158
Mobil: 0151 65555013
Mail: dagmar.schneider@energieagentur.rlp.de

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
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