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12.01.2021 – 09:51

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Kommunen Machen Klima: Best-Practice-Reihe

Kommunen Machen Klima: Best-Practice-Reihe
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Praktizierter Klimaschutz von Kommunen im Land: In einer Gemeinschaftsaktion präsentieren die kommunalen Spitzenverbände und die Energieagentur Rheinland-Pfalz beispielhafte Projekte. Auftakt einer 14-tägig erscheinenden Reihe.

Um die Klimaziele des Landes Rheinland-Pfalz zu erreichen, sind verstärkte Anstrengungen dringend geboten. Unter den Akteuren, die mit ihrem Handeln Klimaschutz und Energiewende voranbringen können, nehmen die Kommunen eine zentrale Rolle ein. Deshalb starten die kommunalen Spitzenverbände im Land, das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen und die Energieagentur Rheinland-Pfalz heute eine gemeinsame Aktion, um gelungene Projekte und erfolgversprechende Vorhaben möglichst weit bekannt zu machen.

Unter dem Motto „Nachmachen erwünscht“ präsentieren wir von heute an als Serie mit dem Titel „Kommunen Machen Klima“ alle zwei Wochen ein weiteres Beispiel, wie Gemeinden und ihre Gremien im Klimaschutz aktiv werden. Getragen wird diese Gemeinschaftsaktion vom Landkreistag, dem Städte- und Gemeindebund, dem Städtetag Rheinland-Pfalz und der Energieagentur Rheinland-Pfalz, unterstützt vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen. Jeder dieser Partner publiziert die Beispiele auf seinem Online-Auftritt.

Zugleich würden wir uns freuen, wenn dieses Gemeinschaftsprojekt und auch die einzelnen Beiträge dieser Reihe von Ihnen für eine Publikation in Ihrem Medium genutzt würden. Alle versandten Beiträge stehen Ihnen zum Download von der Presseseite der Energieagentur Rheinland-Pfalz kostenfrei für Publikationen zur Verfügung; bei der Nutzung von mitgeliefertem Bildmaterial bitten wir lediglich um Angabe der genannten Quelle. Gern dürfen Sie das Material auch als Anregung für eigene Recherchen nutzen. Als Ansprechpartner hierfür und für alle übrigen Nachfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße,

Axel Bernatzki

Energieagentur Rheinland-Pfalz, Referent Kommunikation

TEXT (Serien-)Vorspann:

Kommunen Machen Klima

Nachmachen erwünscht!

Klimawandel und Energiewende sind Herausforderung und Chance zugleich. Den Kommunen kommt bei ihrer Bewältigung eine zentrale Rolle zu – sie gestalten mit ihren Entscheidungen, Maßnahmen und Projekten die Zukunft ihrer Bürgerinnen und Bürger. Und sie sind in vielen Fällen Vorbilder beim Einsatz für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt.

Eine Reihe von besonders gelungenen Beispielen präsentieren wir nun regelmäßig an dieser Stelle: erfolgreiche Projekte, innovative Lösungen, ermutigende Erfolge, Chancen für die Zukunft. Alle zwei Wochen, immer dienstags, finden Sie hier einen neuen Beitrag – verbunden mit der Hoffnung, dass die vorgestellten Taten möglichst viele Nachahmer finden werden. Denn der interkommunale Austausch kann Klimaschutz, Energiewende und eine klimaangepasste Entwicklung beflügeln. Kurz: Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht! Zum Auftakt stellen wir das „Horner Modell“ vor – wie ein Hunsrück-Dorf die Kraft der Sonne für die Straßenbeleuchtung nutzt.

Auch diese „Best-Practice“-Serie ist eine Gemeinschaftsaktion. Sie wird getragen von Landkreistag, Gemeinde- und Städtebund, Städtetag und der Energieagentur Rheinland-Pfalz, unterstützt vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen.

Haupt-TEXT:

Die Kraft der Sonne erhellt bei Nacht die Straßen

Ein Hunsrückdorf ist Namensgeber für das „Horner Modell“: Photovoltaik plus Speichertechnik reduziert die Stromkosten

In Horn scheint die Sonne auch nachts. Dieser Slogan, „geboren“ bei der Vorbereitung eines Dorffestes, beschreibt ein Erfolgsprojekt, das unter dem Ehrentitel „Horner Modell“ bereits eine Reihe von Nachahmern gefunden hat.

Rund 340 Einwohner zählt das Dorf Horn, gelegen auf der Hunsrückhöhe und etwa zehn Kilometer entfernt von der Kreisstadt Simmern. Als die Sanierung des Gemeindehaues anstand, war für den Gemeinderat schnell klar: Bei den Baumaßnahmen sollte Photovoltaik aufs Dach. Angestoßen vom betreuenden Architekten Kai Schulz reifte dann die Idee, mit Hilfe von Batteriespeichern den Solarstrom für die Straßenbeleuchtung zu nutzen.

„Das war genau die richtige Entscheidung“, sagt rückblickend Gemeinderatsmitglied Gerd Klar. „Bauplatz-Interessenten haben sich seither ganz gezielt bei uns gemeldet, weil wir den guten Ruf einer Umweltgemeinde genießen.“

Um Rendite sei es von Anfang an gar nicht gegangen, sondern um einen Beitrag der Kommune zur Energiewende. Gleichwohl sind Kosten-Einsparungen und Erträge hochwillkommen; um sie zu steigern, hat die Gemeinde vor zwei Jahren auch die letzten Straßenlampen noch auf LED-Technik umgestellt.

Andere Dörfer ringsum ziehen nach

Das Beispiel „Horner Modell“ macht – insbesondere im Rhein-Hunsrück-Kreis – weiterhin Schule. Zuerst folgte der 250-Seelen-Ort Schnorbach; derzeit planen vier Dörfer – unterstützt von der Energieagentur Rheinland-Pfalz – vergleichbare Anlagen; in einer Reihe weiterer Dörfer wird die Übernahme des „Horner Modells“ diskutiert.

Michael Hauer, Geschäftsführer der Landesenergieagentur, appelliert an die Gemeinderäte im Land, die Chancen der Solarenergie auf Dächern und Freiflächen „unbedingt zu nutzen – zumal das Land Speichertechnologie bei neuen PV-Anlagen attraktiv fördert“. Und die Geschäftsführer der drei kommunalen Spitzenverbände – Gemeinde- und Städtebund, Landkreistag und Städtetag – Dr. Karl-Heinz Frieden, Dr. Daniela Franke und Fabian Kirsch ergänzen: „Das Horner Modell ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man vor Ort mit erneuerbaren Energien spürbar Wertschöpfung für die Bürgerinnen und Bürger betreiben kann. Da kann man den Gemeinden, vor allem im Interesse des Klimaschutzes, guten Gewissens das „Abkupfern“ nur empfehlen“.

Der nächste Schritt: eine Solarstrom-Ladesäule

Derweil denken die Horner selbst bereits über eine Ausweitung ihrer Photovoltaik nach. Zusätzliche Module finden auf dem Dach des Gemeindehauses noch reichlich Platz. Sie sollen unter anderem eine Tankstelle für Elektroautos und E-Bikes speisen.

Als Ansprechpartner für die Ortsgemeinde Horn stellt sich Gerd Klar zur Verfügung: Telefon 01522 - 268 39 62, Mail: Gerd.Klar@schwaebisch-hall.de).

Projekt-Daten

PV-Anlage: 28,8 kWp

Speicher: 30 kWh

Stromertrag: 25.000 kWh p.a. im Durchschnitt

CO2-Einsparung: 63 Tonnen (seit Inbetriebnahme im Juni 2017)

Investition: 71.000 EUR

Stromkostenersparnis: 2.500 EUR p.a.

Einspeisevergütung: 1.400 EUR p.a.

BILDTEXT:

Die große Dachfläche des Gemeindehauses von Horn im Hunsrück bietet noch Platz für weitere Photovoltaik-Module. Der Gemeinderat diskutiert derzeit eine Erweiterung, auch um eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge mit Solarstrom zu speisen.

Bildquelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz, Sonja Schwarz

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Axel Bernatzki
Tel.: 06762 2259 oder 0151 - 655 55 001
Mail: axel.bernatzki@energieagentur.rlp.de

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
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