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18.08.2020 – 09:37

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Die Welt erschöpft sich drei Wochen später

Die Welt erschöpft sich drei Wochen später
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Der Earth Overshoot Day, der Weltüberlastungstag, ist in diesem Jahr einige Wochen später als die Jahre zuvor. Lesen Sie warum das so ist.

Die Welt erschöpft sich drei Wochen später

Energieagentur Rheinland-Pfalz: Späterer "Earth Overshoot Day 2020" macht Hoffnung. Jeder kann zum Klimaschutz beitragen

Die einen übersetzen ihn mit "Erderschöpfungstag", die anderen mit "Erdüberlastungstag". Fakt ist: 2020 setzt der "Earth Overshoot Day" ein hoffnungsvolles Zeichen. Der von der internationalen Nachhaltigkeitsorganisation Global Footprint Network (Oakland/USA) seit 1987 ermittelte Tag fällt in diesem Jahr erst auf den 22. August. 2019 war er bereits am 29. Juli. Für Michael Hauer, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, "ein Zeichen in die richtige Richtung, aber kein Grund bei den Klimaschutzanstrengungen nachzulassen. Denn das spätere Eintreten des Erdüberlastungstages ist vor allem der Corona-Pandemie geschuldet. Das Virus wird uns, historisch betrachtet, eher klein gegenüber den noch anstehenden Folgen des Klimawandels erscheinen. Aber wir können viel aus seiner erfolgreichen Bekämpfung lernen. Unser Vorteil ist dabei, dass wir den Kombiimpfstoff gegen die Klimakrise bereits haben: Verhaltensänderung, technische Innovation und eine hohe Konsequenz bei deren Umsetzung."

Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Aktuell werden laut Global Footprint Network 60 Prozent mehr verbraucht, als die Erde im Laufe eines Jahres erneuern kann. Allein die Treibhausgas (CO2)-Emissionen machten 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks auf unserem Planeten aus, weil die Nutzung und der Verbrauch natürlicher Ressourcen CO2 freisetzt. Um den gegenwärtigen jährlichen Ressourcenverbrauch decken zu können, würden - weltweit betrachtet - normalerweise 1,6 Erden benötigt. Deutschland, als eines der weltweit führenden Industrieländer, hätte sogar einen Bedarf für drei Erden.

Jeder kann seinen ökologischen Fußabdruck verringern: Klimaschutz-Fallbeispiel Carlsberg

Während vielerorts noch beraten und diskutiert wird, packen die Bürgerinnen und Bürger der kleinen Ortsgemeinde Carlsberg im Kleinen bereits an und gestalten ihre direkte Umwelt nach ökologischen Grundsätzen mit. Mit "Think global, act local - global denken, aber lokal handeln", gibt Jürgen Buhlmann das Motto vor. Er ist freier Autor und Blogger mit der grundlegenden Überzeugung: "Man kann vor Ort viel schneller und positiver etwas bewirken, als wenn man auf die Gesetze der Politik wartet." Gemeinsam mit Dunja Brügging, Inhaberin eines Elektrofachgeschäfts, agiert er als ehrenamtlicher Klimaschutzpate in Carlsberg. Mit weiteren Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde setzen sie handfeste Klimaschutzprojekte um.

Unterstützung durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz

Unterstützt werden sie dabei von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Im Rahmen des Projekts "KlikK aktiv - Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten" soll die Energiewende flächendeckend vorangetrieben und zugleich das Ehrenamt gestärkt werden. In Carlsberg legen die Menschen vor Ort - unter Moderation der Landesenergieagentur - einen Mehrgenerationengarten sowie eine Bienenweide mit insektenfreundlichen Wildblumen an. Dunja Brügging: "Ich denke, dass Corona einen tieferen Sinn hat, dass die Leute mal wieder grundlegend über Dinge nachdenken, was eigentlich wichtig im Leben ist." Dazu gehört für sie ebenfalls, sich auf soziale Werte und das Miteinander zu besinnen.

Klimawandel wartet nicht

Für Michael Hauer sind die lokalen Umweltaktivitäten wie viele Teile in einem großen Klimaschutz-Puzzle. "Jeder kann einen persönlichen Beitrag leisten, der nicht weh tut", so der Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. "Wir werden das unsere dazu tun, dass es obendrein Spaß macht und Erfolg bringt. Wenn wir es richtig anstellen, wird der Klimaschutz für Unternehmen, Kommunen, für uns und unsere Kinder das beste Investment, das wir je getätigt haben. Lasst uns schnell investieren!"

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Dagmar Schneider
Trippstadter Straße 122 - 67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 / 34371 - 158
dagmar.schneider@energieagentur.rlp.de

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
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