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16.06.2020 – 11:27

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Über 60 Kommunen arbeiten bereits mit dem Klimaschutzplaner

Über 60 Kommunen arbeiten bereits mit dem Klimaschutzplaner
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In Rheinland-Pfalz verfügen bereits 40 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte sowie ein Drittel der Verbandsgemeinden und verbandsfreien Kommunen und 213 Ortsgemeinden über eine Klimaschutz-Planer-Lizenz, in fünf Landkreisen sogar der Kreis und jede der (Verbands-) Gemeinden!

Die Landkreise Bad Dürkheim, Germersheim, Südliche Weinstraße und die Stadt Landau sind Pilotprojekte. Für sie werden regionale Klimaschutzportale entwickelt.

Treibhausgas-Ausstoß in Rheinland-Pfalz – Die Kommunen wollen es wissen

Wieviel Energie wird in meiner Kommune verbraucht? Was bedeutet das für den Ausstoß an Treibhausgasen (THG) bei uns? Haben die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept die gewünschte Wirkung? Auf diese Fragen wollen Kommunen in Rheinland-Pfalz eine Antwort und werden aktiv. Sie erstellen eine Treibhausgas-Bilanz. Unterstützt werden sie dabei von der Energieagentur Rheinland-Pfalz mit dem Projekt KomBiReK, kurz für „Kommunale THG-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz“. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.

Kostenfreie Lizenzen der THG-Bilanzierungssoftware Klimaschutz-Planer

Seit einem Jahr können Kommunen und Landkreise über die Energieagentur Rheinland-Pfalz kostenfrei eine Lizenz für den Klimaschutz-Planer erhalten. Mit dieser Software des Klima-Bündnis können Kommunen die THG-Emissionen und Energieverbräuche für Privathaushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung, Industrie, Verkehr und kommunale Liegenschaften bilanzieren. Als Methodik wird die im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelte Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO) angewendet. Dadurch werden die THG-Bilanzen einzelner Kommunen vergleichbar und sie entsprechen darüber hinaus den Vorgaben, die für Fördermittel des kommunalen Klimaschutzes über die Nationale Klimaschutzinitiative gelten.

„Wir denken regionale Wertschöpfung und Klimaschutz grundsätzlich zusammen und müssen dies auch transparent machen. Entscheidungsträger sollten wissen, wie sich Anstrengungen und Investitionen auf die kommunalen Haushalte und die Klimaziele auswirken!“ fasst Michael Hauer, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Vorteile für die Kommunen zusammen. „Wir haben den klaren Anspruch, möglichst alle Kommunen im Land bei ihrem Klimaschutzcontrolling, sprich bei der effektiven Entwicklung und Steuerung ihrer Klimaschutzmaßnahmen, praktisch zu unterstützen. Mit KomBiReK ist unser Land dabei Vorreiter im Hinblick auf eine landesweit einheitliche THG-Bilanzierung. Andere Bundesländer fragen uns nach unseren Erfahrungen und sind, wie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, inzwischen nachgezogen“.

Reges Interesse an der THG-Bilanzierung und dem Datenservice im Land

Die Zahlen sprechen für sich: Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat mittlerweile mit über 60 Kommunen Nutzungsvereinbarungen für die Bilanzierungssoftware "Klimaschutz-Planer" abgeschlossen. Diese ermöglichen für 276 Verwaltungseinheiten eine Bilanzierung. Für 44 weitere Lizenzen wurde bereits Interesse bekundet. Damit verfügen in Rheinland-Pfalz bereits 40 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte sowie ein Drittel der Verbandsgemeinden und verbandsfreien Kommunen und 213 Ortsgemeinden über eine solche Lizenz, in fünf Landkreisen sogar der Kreis und jede der (Verbands-) Gemeinden!

Ein großer Bonus für die Kommunen ist der Datenservice der Energieagentur Rheinland-Pfalz: So werden beispielsweise die Energieverbräuche und Einspeisemengen erneuerbarer Energien direkt in den Klimaschutz-Planer eingespielt. Diese Daten werden im Rahmen des Energiewendemonitorings der Energieagentur Rheinland-Pfalz jährlich erhoben und auch im Energieatlas Rheinland-Pfalz dargestellt. Damit stehen sie den teilnehmenden Kommunen standardisiert aufbereitet Daten für die interne Steuerung sowie für die externe Kommunikation zur Verfügung.

„Die Kommune muss im Idealfall nur noch die Zahlen der Kommunalen Liegenschaften und des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eintragen“ erläutert Dr. Christel Simon, Projektleiterin von KomBiReK bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Die Kommune erspart sich damit den oft sehr hohen Aufwand bei der Datenbeschaffung. Und die Zahlen werden durch unser Qualitätsmanagement geprüft. Außerdem können Mitarbeiter der Kommune oder von ihr beauftragte Dienstleister an einer kostenfreien Schulung für den Klimaschutz-Planer teilnehmen.“

Neues Format der Bürgerbeteiligung und Information

Die Vergleichbarkeit der THG-Bilanzen ermöglicht auch eine bessere Darstellung für größere Verwaltungseinheiten. Deshalb werden in KomBiReK aktuell zusammen mit der Universität Landau sogenannte regionale Klimaschutzportale entwickelt. Diese Portale sollen künftig Bürger über die THG-Emissionen des Kreises und der einzelnen Kommunen, den Stand der Klimaschutzaktivitäten vor Ort informieren und eine direkte Beteiligung der Bürger im Klimaschutzprozess, beispielsweise über Online-Befragungen bei der Erstellung von Klimaschutzmaßnahmen, ermöglichen. Die Landkreise Bad Dürkheim, Germersheim, Südliche Weinstraße und die Stadt Landau sind Pilotprojekte. Der landesweite Rollout ist ab 2021 geplant.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürger sowie Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.

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Kontakt für fachliche Fragen:

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Dr. Christel Simon / Projektleiterin KomBiReK

Telefon: 0631 / 34371 - 132

E-Mail: christel.simon@energieagentur.rlp.de

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Dagmar Schneider
Trippstadter Straße 122 • 67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 / 34371 - 158
dagmar.schneider@energieagentur.rlp.de

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
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