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26.03.2019 – 12:57

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Erstes Treffen von ehrenamtlichen Klimaschutzpaten aus drei Regionen in Rheinland-Pfalz

Erstes Treffen von ehrenamtlichen Klimaschutzpaten aus drei Regionen in Rheinland-Pfalz
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KlikK aktiv soll Nachhaltigkeit in Gemeinden stärken - Ministerin Höfken besuchte die Auftaktveranstaltung

In der vergangenen Woche trafen sich erstmals 34 ehrenamtliche Klimaschutzpaten und Kommunalvertreter aus den Regionen Pfalz, Mittelmosel und Eifel in Cochem-Zell. Die drei rheinland-pfälzischen Landstriche sind Pilotregionen im Projekt "Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten" (KlikK aktiv), das im letzten Jahr von der Energieagentur Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen wurde. Das bundesweit einmalige Projekt verbindet Klimaschutz und Ehrenamt. Mithilfe dieser Kombination sollen auch kleine Kommunen, die oft weder finanzielle noch personelle Ressourcen für Klima- und Umweltschutz haben, in die Lage versetzt werden ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Umweltministerin Ulrike Höfken begleitete das Treffen der Ehrenamtler. In ihrem Grußwort betonte sie, dass es wichtig sei den Klimawandel zu bekämpfen und Kommunen wichtige Akteure beim Klimaschutz seien. Die Ministerin dankte den ehrenamtlichen Klimaschutzpaten für ihren Einsatz und wünschte ihnen für ihre Projekte alles Gute.

Klimaschutzpaten überzeugen durch konkrete Ideen

Klimaschutz kennt kein Alter: Beim ersten Treffen der ehrenamtlichen Klimaschutzpaten waren nahezu alle Altersklassen vorhanden, von der 19-jährigen Abiturientin, die gerade erst ihr Abitur abgelegt hat bis hin zum 72-jährigen Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen im Hunsrück. Ein Gedanke eint alle Klimaschutzpaten: Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz möchten sie dem Klimawandel entgegentreten und bei ihren Mitmenschen ein Bewusstsein für Klimaschutz und Energiewende wecken. So wie Monika Rettig, die Ortsbürgermeisterin von Mehlingen, die zugleich ehrenamtliche Klimaschutzpatin ist: "Ich möchte die Mitbürgerinnen und Mitbürger durch gezielte Projekte begeistern. Für mein Dorf habe ich zum Beispiel das Klimakochen in den Kitas vorgesehen und möchte Klimadetektive in den Schulen und Klimachecks für Gewerbebetriebe anbieten." Mit den aufgestellten Mitnahmebänken werde bereits in diesem Jahr, so Rettig, Kohlendioxid (CO2) eingespart und so ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Ursula Reuter aus der Verbandsgemeinde Brohtal liegt "eine intakte Umwelt am Herzen, die wir an die nachfolgenden Generationen weitergeben können." Deshalb engagiert sie sich aktiv für den Klima- und Umweltschutz. Auch mit konkreten Ideen kann die Erzieherin schon aufwarten: "Ich möchte mich für den Ausbau des Radwegenetzes und eine Anbindung an die Nachbarkommunen einsetzen und den Bau einer Pedelec-Ladestation in Niederzissen vorantreiben", so Reuter. Zudem wolle sie Projekte an Kindergärten und Schulen initiieren, damit schon die Kleinsten ein Bewusstsein für ihre Umwelt entwickeln.

Sarah Haussmann und Maximilian Kinn, beide aus Traben-Trarbach, haben dagegen unterschiedliche Schwerpunkte. Während Kinn als gelernter Meister und Techniker für technische Gebäudesanierung und Gebäudeenergiemanagement sein Wissen um Klimaschutz- und Nahwärmekonzepte in Schulungen an seine Ehrenamtskollegen weitergeben möchte, wird Haussmann verstärkt Kinder und Jugendliche für den Klima- und Umweltschutz sensibilisieren. "Kinder und Jugendliche sind die Erwachsenen von morgen und es ist sehr wichtig, dass sie in ihrem frühen Alter auf spielerische Weise den Umgang mit unserer Umwelt lernen", so Haussmann. Konkrete Projekte würde sie gerne für die Themen Abfallvermeidung und Lebensmittelverschwendung ins Leben rufen.

Mit KlikK aktiv Herausforderungen meistern

Damit die ambitionierten Klimaziele auf internationaler und nationaler Ebene erreicht werden können, müssen Städte, Kreise und Gemeinden einen Beitrag leisten. Bundesweit gibt es rund 11.000 Gemeinden. Mehr als 70 Prozent dieser Gemeinden haben weniger als 5.000 Einwohner. In Rheinland-Pfalz sind das mehr als 2.200 Gemeinden. Viele dieser Kommunen konzentrieren sich aufgrund der finanziellen und personellen Möglichkeiten vorwiegend auf ihre Pflichtaufgaben. Für freiwillige Aufgaben, wie beispielsweise den Klimaschutz, gibt es kaum Ressourcen.

Mithilfe der ehrenamtlichen Klimaschutzpaten ändert sich diese Situation. Die Ehrenamtler analysieren, zusammen mit den Projektverantwortlichen der Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Situation in ihrer Kommune. Dann entwickeln sie Ideen für nachhaltige Projekte, prüfen diese Ideen auf ihre Umsetzbarkeit, suchen nach Fördermöglichkeiten und tragen sie dann der Kommunalverwaltung vor. Das Thema lokale/regionale Wertschöpfung ist dabei oft ein wichtiges Argument, um kommunale Vertreter von Projekten zu überzeugen. Denn die meisten Projekte stärken die heimische Wirtschaft und erlauben es damit der Gemeinde sich zukunftssicherer aufzustellen.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz und die ehrenamtlichen Klimaschutzpaten in den Projektregionen Pfalz, Mittleres Moseltal und Osteifel freuen sich auf weitere Mitstreiter, die bei KlikK aktiv ihre Ideen und Gedanken einbringen wollen. Informationen zum Projekt gibt es auf der Homepage der Landesenergieagentur unter www.energieagentur.rlp.de, telefonisch von Lisa Rothe unter 0631 205 75-7107 oder per Mail lisa.rothe@energieagentur.rlp.de.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürger sowie Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH 
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