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29.11.2018 – 13:56

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Neuer Statusbericht betrachtet die Energiewende im Land

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Pünktlich zum Klimagipfel in Katowice veröffentlicht die Energieagentur Rheinland-Pfalz den zweiten Statusbericht zur Energiewende in Rheinland-Pfalz. Er gibt Einblicke zum Stand und den Fortschritten der Energiewende im Land, auch anhand der Situation in einzelnen Landkreisen, Städten und Verbandsgemeinden.

Pünktlich zum Klimagipfel in Katowice

Landesenergieagentur veröffentlicht zweiten Statusbericht zur Energiewende in Rheinland-Pfalz

Die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad - das ist das erklärte Ziel des "Weltklimaabkommens", das 2015 in Paris verabschiedet wurde. Dazu bekennen sich Deutschland und Rheinland-Pfalz. Nächste Woche treffen sich Vertreter der Vereinten Nationen im polnischen Katowice zur 24. UN-Klimakonferenz, um die Umsetzung einzuleiten. Wichtige Treiber und Akteure von Klimaschutzmaßnahmen sind die Kommunen und Landkreise mit ihren Bürgern. Der zweite Statusbericht der Energieagentur Rheinland-Pfalz gibt Einblicke zum Stand und den Fortschritten der Energiewende im Land. Der Statusbericht steht kostenfrei auf der Website der Energieagentur Rheinland-Pfalz zum Download zur Verfügung:https://www.energieagentur.rlp.de/fileadmin/user_upload/broschueren/Energieagentur/Statusbericht_2018.pdf

https://www.energieagentur.rlp.de/fileadmin/user_upload/broschueren/Energieagentur/Statusbericht_2018.pdf https://www.energieatlas.rlp.de/earp/fileadmin/pictures/Downloads/Statusbericht_zur_Energiewende_2018_web.pdf

Statusbericht fokussiert die Wärme- und Verkehrswende

Die zweite Ausgabe des Statusberichts zur Energiewende 2018 in Rheinland-Pfalz zeigt anhand statistischer Kenngrößen wie sich die Energiewende im Land entwickelt hat und welche Fortschritte erzielt werden konnten - auch anhand des Stands in den einzelnen Landkreisen, Städten und Verbandsgemeinden. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2016 mit den zum Zeitpunkt der Erstellung des Statusberichtes aktuellsten regional verfügbaren Daten. Ergänzt werden die Daten durch Praxisbeispiele, Interviews mit Akteuren und einem Kapitel mit Hintergrundthemen. Der Bericht fokussiert die immer stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein rückende Wärme- und Verkehrswende. Auch Entwicklungen im Gebäudebereich, intelligente Energieversorgung und aktuelle Forschungsprojekte werden angesprochen.

"Für sinnvolle und zielführende Klimaschutzmaßnahmen sind die Gegebenheiten vor Ort und deren Kenntnis immens wichtig", hebt Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Bedeutung von energiestatistischen Daten für Landkreise und Kommunen hervor. Die Unterschiede im Land könnten im neuen Statusbericht gut nachvollzogen werden. "2016 war allgemein ein wind- und sonnenschwaches Jahr", so Pensel. "Dennoch wurde in einigen Regionen ein Anstieg bei den eingespeisten Mengen aus erneuerbaren Energien verzeichnet. Und der Trend ist weiterhin positiv. 2015 wurden insgesamt 295 Tausend Kilowatt an Leistung zugebaut, 2016 sogar 312 Tausend Kilowatt. Das sind sechs Prozent mehr als das Jahr davor. Auf die Windkraft entfallen zwei, auf Photovoltaik (PV) etwa ein Drittel."

Beim Stromsektor stehen Erneuerbare Energien gut da

Erneuerbare Energien stellten 2016 45,5 Prozent der Bruttostromerzeugung und gut ein Drittel am Bruttostromverbrauch (31,2 Prozent). Die Erneuerbare Energien-Stromerzeugung, die nicht nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG) vergütet wird, beträgt inzwischen über zwei Prozent des Bruttostromverbrauchs. Stärkster Energieträger war der Wind mit 58 Prozent oder 4,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Anteil an der EEG-Einspeisung. Die rheinland-pfälzischen Windkraftanlagen sind im Durchschnitt größer als die der anderen südlichen Binnenländer. Durch die Stromerzeugung der PV-Anlagen im Land konnten rund eine Million Tonnen CO2 vermieden werden. Die Wasserkraftwerke befinden sich hauptsächlich entlang der Mosel und liefern weiterhin einen stabilen Beitrag von einer Milliarde kWh.

Erneuerbare Energien sind im Verkehrs- und Wärmesektor unterrepräsentiert

Wie im Verkehrsbereich (rund fünf Prozent) sind die Erneuerbaren Energien bei der Wärme- und Kälteerzeugung (rund ein Neuntel) weiterhin unterrepräsentiert. Dominant sind die biogenen Brennstoffe und Gase. Vor allem Holz für (Klein-)Feuerungsanlagen spielt im waldreichen Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle bei der regionalen Wertschöpfung. "Die Energiewende in ihrer Gesamtheit, mit allen Energieträgern und Begleiteffekten, wird zu einem wichtigen Element der Wirtschaftsförderung insbesondere im ländlichen Raum", unterstreicht Pensel einen weiteren Aspekt der Energiewende.

2016 waren alleine in den Planungsregionen Trier und Mittelrhein-Westerwald bereits 41 Konzepte zur energetischen Quartierssanierung in Erarbeitung. In Rheinland-Pfalz besaßen 2016 weniger als vier von 1.000 zugelassenen Pkw einen Elektro- oder Hybridantrieb. Jedoch hat sich die Zahl der reinen Elektroautos von 2016 auf 2017 um mehr als 150 Prozent erhöht. Der Trend ist nach Ansicht des Geschäftsführers der Landesenergieagentur weiterhin ungebrochen und zeigt eine dynamische Entwicklung.

Die Statusberichte zur Energiewende in Rheinland-Pfalz sind eine Ergänzung zum bestehenden Online-Portal des Energieatlas Rheinland-Pfalz, in dem Kommunen, Unternehmen, Bürgergenossenschaften, Verbände und die Bürger Daten zu Strom, Wärme, Mobilität und kommunalen Klimaschutzaktivitäten abrufen können. Der Energieatlas präsentiert über 260 Praxisprojekte, eigene Energieprojekte können online gemeldet werden. Kommunen erhalten auf Wunsch die auf ihre eigene Verwaltungseinheit bezogenen Daten zum Energiewende-Monitoring von der Energieagentur Rheinland-Pfalz aufbereitet.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürger sowie Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH 
Dagmar Schneider / Pressesprecherin
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