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15.11.2018 – 14:30

Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Landesweite Energieberater treffen sich in Kaiserslautern

Landesweite Energieberater treffen sich in Kaiserslautern
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Rund 200 Energieberater, Architekten und Ingenieure nahmen beim landesweiten Energieberatertag in Kaiserslautern teil. Drei Viertel von bundesweit rund 18 Millionen Gebäuden sind vor Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung gebaut. Sollen die Klimaziele erreicht werden, müssen diese Gebäude energieeffizienter werden.

Energieberatern kommt bei der Energiewende eine Schlüsselrolle zu

Landesweites Treffen der Branche in Kaiserslautern

Kaiserslautern, 15. November 2018: Damit die Energiewende gelingt, muss energieeffizient gebaut und saniert werden. Während sich das energiesparende Bauen inzwischen etabliert hat, gibt es bei der energetischen Sanierung älterer Gebäude noch viel Nachholbedarf: In Deutschland gibt es rund 18 Millionen Bestandswohngebäude, etwas drei Viertel wurden vor Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet. Sie entsprechen damit nicht mehr den modernen baulichen Energieeffizienzstandards. "In der Sanierung liegt großes Potenzial", sagte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, beim Energieberatertag in Kaiserslautern, zu dem fast 200 Energieberater, Architekten und Ingenieure angereist waren. Allerdings brauche es dafür Experten, die die individuellen Möglichkeiten eines Hauses erkennen, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind und sich zudem im Bereich der Fördermittel auskennen. "Energieberatern kommt bei der Energiewende und dem Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu", so Pensel.

Den Energieverbrauch senken, sparen und sich wohlfühlen

Ältere Gebäude verbrauchen oft bis zu fünf Mal mehr Energie als moderne Effizienzhäuser. Mit effizienzsteigernden Maßnahmen wie beispielsweise der Dämmung der Außenwände, einem Fenstertausch oder dem Einbau eines modernen Heizsystems können Gebäudeeigentümer die Energiekosten senken, den Wohnkomfort steigern und darüber hinaus noch die Treibhausgasemissionen senken. Auch der Einsatz Erneuerbarer Energien lohnt sich heute, insbesondere, wenn der produzierten Strom oder die erzeugten Wärme direkt verbraucht wird.

Die Energieberater weisen immer wieder darauf hin, dass nicht alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden müssen. In einem ersten Schritt ermitteln sie den energetischen Ist-Zustand des Gebäudes. Dann erarbeiten sie Vorschläge, wie Schwachstellen beseitigt werden können und geben Auskunft darüber mit welchen Kosten zu rechnen ist und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Nachdem die Sanierungsmaßnahmen festgelegt sind, erfolgt die Detailplanung.

Hilfreich bei der Sanierung von Gebäuden kann ein so genannter Sanierungsfahrplan sein, wie ihn die Energieagentur Rheinland-Pfalz beispielsweise für kommunale Gebäude erarbeiten ließ. Der Sanierungsfahrplan zeigt auf, wie die Effizienz des Gebäudes schrittweise durch energetische Maßnahmen, die zeitlich und konzeptionell aufeinander abgestimmt sind, verbessert werden kann, bis hin zur Klimaneutralität. Die Lebenszykluskosten lassen dabei eine wirtschaftliche und ökologische Bewertung der alternativen Maßnahmen zu.

Behagliches Wohnen im Holzhochhaus

In Heilbronn entsteht das erste Holzhochhaus in Deutschland, berichtete Stefan Mederle von der Züblin Timber Aichach GmbH. Der Bau des zehngeschossigen Holzhochhauses begann im Januar 2018 und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten für das Projekt betragen 15,4 Millionen Euro. Bei dem Hochhaus handelt es sich um ein KfW-Effizienzhaus 55. Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Je kleiner die Kennzahl ist, desto geringer ist auch der Energiebedarf und desto höher ist die Förderung.

Mederle berichtete zudem über drei Gebäude in Speyer-West, die 2016 als Nachverdichtung gebaut wurden. Dabei handelt es sich jeweils um ein 5-geschossiges, 4-geschossiges und 3-geschossiges Gebäude in kompletter Holzbauweise mit insgesamt 36 Wohneinheiten. Die Gebäude seien im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus erstellt und seniorengerecht konzipiert worden. Gebäude in Holzbauweise seien, so Mederle, nachhaltig, hätten einen guten CO2-Fußabdruck und verfügten über ein gutes Raumklima.

Energiegenossenschaften gehen neue Wege - PV auf dem Betriebsdach

Vielerorts nehmen Bürgerinnen und Bürger den Klimaschutz in die eigenen Hände und gründen Energiegenossenschaften. Die mehr als 850 Energiegenossenschaften in Deutschland verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie möchten die dezentrale Energiewende, gemeinsam mit den Menschen vor Ort, umsetzen und zugleich die Entwicklung und das wirtschaftliche Wachstum ihrer Region fördern. Energiegenossenschaften investieren in Erneuerbare Energien und setzen eine umweltgerechte Energiewirtschaft durch. Ein Beispiel für eine innovative Energiegenossenschaft ist die UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG. Deren Vorstand, Klaus Grieger, stellte beim Energieberatertag ein Projekt in Mainz vor. Die UrStrom eG finanzierte auf dem Dach des Kranunternehmens Riga Mainz eine Photovoltaik (PV)-Anlage mit einer Leistung von über 100 Kilowatt Peak. Die Anlage produziert mehr als 85.000 Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom. Damit können 20 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Auch die Riga Mainz profitiert von der PV-Anlage: Ungefähr 35 Prozent des Stroms wird direkt auf dem Firmengelände verbraucht. Rund 100.000 Euro hat die PV-Anlage gekostet. Die Mitglieder der Energiegenossenschaft haben aber nicht nur in den Klimaschutz investiert, sondern auch in eine attraktive Geldanlage: Auf die gezeichneten Genossenschaftsanteile erhalten sie eine Dividende von zwei Prozent.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürger sowie Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.

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