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13.06.2018 – 16:13

rehaVital Gesundheitsservice GmbH

Horizonterweiterung des rehaVital-Netzwerkes "Next Generation Network" bei Lieferant Hermann Bock

Horizonterweiterung des rehaVital-Netzwerkes "Next Generation Network" bei Lieferant Hermann Bock
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Vom 19. bis zum 21. April 2018 trafen sich 12 junge und potenzielle Führungskräfte der Verbundgruppe rehaVital Gesundheitsservice GmbH im nord-rheinwestfälischen Verl. In dem Frühjahrsmeeting thematisierte das "Next Generation Network" (NGN) Produktion, Vertriebsprozesse und neue digitale Welten rund um die Produktgruppe der Pflegebetten, in enger Kooperation mit einem der führenden Hersteller von Gesundheitsbetten für Pflege, Therapie und Rehabilitation, Hermann Bock GmbH. Unter Einbindung der Führungscrew von Herman Bock und der rehaVital Geschäftsführung erhielt der unternehmerische Nachwuchs der rehaVital-Mitgliedsbetriebe auch in dieser ersten Veranstaltung in 2018 wieder die Gelegenheit zur unternehmensübergreifenden Kommunikation und einzigartige Themeneinblicke zur Vorbereitung auf die Übernahme einer Unternehmensverantwortung und -führung in der Hilfsmittelbranche.

Den Auftakt der Veranstaltung machte Herr Martin Mühlenkord, als Vertriebsleiter von Hermann Bock. Herr Martin Mühlenkord verschaffte den NGN-Mitgliedern einen Eindruck, wie sich das familiengeführte Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1919 zu einem innovativen und internationalen agierenden Mittelständler entwickelte, der heute circa ein Drittel seiner Produkte über ein weltweites Vertriebsnetz exportiert. Daraufhin setzten die NGN-Mitglieder die Firma Hermann Bock in den Kontext jüngster Arbeitsmarktentwicklungen, wie dem Fachkräftemangel, der Fachhändler wie beispielsweise Sanitätshäuser sowie die medizintechnische Industrie gleichermaßen beschäftigt. Die gut vorbereiteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkannten die Schwierigkeit für Arbeitgeber auch in ländlichen Regionen, wie zum Beispiel im nordrhein-westfälischen Verl, qualifizierte Arbeitnehmer zu werben. Zusätzlichen Erkenntnisgewinn schaffte Herr Meinolf Köhn, als einer der drei Geschäftsführer von Hermann Bock, durch seine Erfahrungswerte, denn neben dem Fachkräftemangel spiele für das Unternehmen die Produktionstiefe in der Herstellung anspruchsvoller Pflegebetten eine zentrale Rolle. Dieser Aspekt sei für Hermann Bock besonders wichtig, um sich qualitativ von chinesischen Wettbewerbern und im kundenorientierten Servicegedanken deutlich abzuheben, berichtete die Geschäftsführung. Als Lösungsansatz setzt das Unternehmen auf einen hohen Spezialisierungsgrad und ein ausgeprägtes Fachwissen, auf das von der Produktentwicklung bis hin zur Montage und Wartung großen Wert gelegt wird.

Neben den Veränderungen des Arbeitsmarktes wurden auch die Besonderheiten der Gesundheitsbranche im Hinblick auf den demografischen Wandel diskutiert. Die jungen NGN-Teilnehmer interessierten sich dafür, mit welchen Produkten Hermann Bock sowohl das ambulante als auch das stationäre Segment bedient und mit welchen Produkttrends zu rechnen ist. Hierfür wurde den Gästen das Portfolio, welches vom standardisierten stationären Pflegebett bis zum hochtechnischen Pflegebett mit exklusivem Design für die private Versorgung reicht, vorgestellt. Außerdem wurde die Objektgestaltung für Einrichtungen als innovatives Vertriebskonzept präsentiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten vom Hersteller wie neben dem Pflegebett auch das Wohn- und Betreuungsumfeld bei den Beratungen mit einbezogen wird. Darunter fällt beispielsweise die Raumgestaltung in Mehrgenerationshäusern oder Pflegeeinrichtungen, dabei kann das Pflegebett stets der Entwicklung des Gesundheitszustandes angepasst werden. Zum Abschluss des ersten Themenblockes führte Herr Martin Mühlenkord die Besucher durch unterschiedliche Ausstellungsbereiche mit den Schwerpunkten der häuslichen und institutionellen Pflege sowie dem Freiverkauf von Pflegebettprodukten.

Der zweite Schwerpunkt wurde auf die rechtlichen Regulierungen der Hilfsmittelbranche und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kostenübernahme der Produkte durch Krankenkassen gelegt. Herr Norbert Kamps leitete als jahrelanger Experte im Bereich der Sozialgesetzgebung und Gutachter für den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen die Sitzung. Der Referent fasste mit den NGN-Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wichtigsten Eckpunkte des Heil- und Hilfsmittelgesetzes und der EU-Medizinprodukte-Verordnung zusammen. Die NGN-Mitglieder glänzten durch ihr Vorwissen und hoben mehrmals hervor, wie rechtliche Regulierungen Leistungserbringer vor existenzielle Fragen stellen, wenn Gesetzesänderungen die Leistungsfinanzierung gefährden, wie beispielsweise durch Ausschreibungsverfahren. Zum Schluss stand eine sehr grundlegende Frage im Raum, welche für die gesamte Hilfsmittelbranche von Bedeutung ist: Sollten Krankenkassen die Kosten für definierte Hilfsmittel im Rahmen bestimmter ärztlicher Diagnosen ohne aufwändige Prüfverfahren finanzieren?

Mit wichtigen Zukunftsfragen befassten sich die NGN-Mitglieder interaktiv in kleinen Arbeitsgruppen im letzten Veranstaltungsblock und entwickelten Businesspläne, die u. a. darauf abzielten, neue Vertriebskanäle und Zielgruppen für Sanitätshäuser zu entwickeln. Als Anwendungsbeispiel dienten Pflegebetten, die mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattetet sind und dadurch die Möglichkeit bieten, z. B. die Herzfrequenz, die Atemfrequenz und die Bettfeuchtigkeit der Patienten zu erfassen, um diese direkt an Pflegekräfte zu übermitteln. Die digitale Vernetzung moderner Hilfsmittel trage zu einer besseren Transparenz der Dienstleistungen gegenüber Krankenkassen bei, gleichzeitig erfordere die Digitalisierung Schulungen der Fachkräfte für den technischen Umgang, waren sich die NGN-Teilnehmer einig.

Über das NGN-Meeting

Das Next Generation Network wurde von der rehaVital Gesundheitsservice GmbH im Jahr 2013 mit dem Ziel gegründet, die Führungskräfte von morgen im eigenen Verbund auf ihre zukünftigen Aufgaben optimal vorzubereiten und miteinander zu vernetzen. Die Mitglieder sollen die Möglichkeit haben, sich trotz geografisch größerer Distanz zueinander, Hilfestellungen zu geben und sich gleichzeitig in einem "geschützten" Raum weiterzuentwickeln. Das NGN bietet dabei ganz bewusst Raum für Impulse und Eigeninitiativen, die für den einzelnen über seine bloße Teilnahme an den Angeboten des Next Generation Network hinausgeht.

Pressekontakt:
Herr Frédéric Neuendorf

rehaVital Gesundheitsservice GmbH
Referent Unternehmenskommunikation
E-Mail: fneuendorf@rehavital.de
Telefon: + 49 (0) 40-22 72 87-17
Überseering 10 A - 22297 Hamburg
www.rehaVital.de