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Stasi-Unterlagen-Archiv

BStU-Pressemitteilung: Übergabe des 15. Tätigkeitsberichts des BStU an den Deutschen Bundestag

BStU-Pressemitteilung: Übergabe des 15. Tätigkeitsberichts des BStU an den Deutschen Bundestag
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Übergabe des 15. Tätigkeitsberichts des BStU an den

Deutschen Bundestag

www.bstu.de/15-tb

Pressemitteilung 19.03.2021

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Übergabe des 15. Tätigkeitsberichts des BStU an den

Deutschen Bundestag

Inhalte der Arbeit des Bundesbeauftragten für die Stasi-

Unterlagen in 2019 / 2020

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Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU), Roland Jahn, hat

heute dem Präsidenten des Deutschen Bundestags, Dr. Wolfgang Schäuble,

den 15. Tätigkeitsbericht zur Arbeit des BStU übergeben, der auch der letzte

Tätigkeitsbericht eines BStU ist.

Der Tätigkeitsbericht steht im Kontext der Weiterentwicklung der Institution.

In den letzten zwei Jahren wurden vom Deutschen Bundestag wichtige

Weichen für die Zukunft der Aufklärung und Auf­arbeitung der SED-Diktatur

gestellt und gesetzlich festgeschrieben

Die beiden zentralen Weichenstellungen sind die Bestätigung des

Transformationskonzeptes von BStU und Bundesarchiv im September

2019 sowie die gesetzliche Festschreibung zentraler Grundsätze im

November 2020.

Der Bundesbeauftragte Roland Jahn zu den Kernpunkten:

Der Gesamtbestand des Stasi-Unterlagen-Archivs wird Archivgut

des Bundes und somit dauerhaft gesichert. Die Nutzung der Stasi-

Unterlagen geht unverändert weiter, nach den bewährten Regeln

und an den gleichen Orten.

Mit dem Beschluss, aus dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

eine/n Bundesbeauftragte/n für die Opfer der SED-Diktatur zu machen,

hätten Menschen, die sich bis jetzt mit Fragen zur Aufarbeitung der

SED-Diktatur an den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wenden,

weiterhin einen Ansprechpartner auf Bundesebene, der für ihre Anliegen eintritt.

Im Kern fasste der Bundes­beauftragte die Reform wie folgt zusammen:

Aus eins mach zwei - aus der Institution des Bundesbeauftragten

für die Stasi-Unterlagen wird zum einen das Stasi-Unterlagen-Archiv,

verankert im offiziellen nationalen Gedächtnis, im Bundesarchiv und

zum anderen der Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur.

Zum Tätigkeitbericht der Jahre 2019 /2020

Auch 30 Jahre nach der ersten Akteneinsicht stellen jeden Monat Tausende

einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht - zwischen 3.000 und 4.500

pro Monat in den letzten zwei Jahren. Zunehmend beschäfti­gen sich auch die

Angehörigen von Verstorbenen mit dem Leben ihrer Eltern und Großeltern im

geteilten Deutschland. Ihr Anteil bei der Antragstellung liegt bei 20 Prozent der

Erstanträge. Insbesondere Anträge zur Rehabilitierung sind nach dem

Gesetzes­paket des Bundestags zur Ergänzung der Rehabilitierungsgesetze

im Jahre 2019 angestiegen, über 7.000 Ersuchen von Behörden gingen in

diesem Zusammenhang in 2019 und 2020 ein.

Einen größeren Anteil der Arbeit bei den Forschungsanträgen nahmen in den

letzten zwei Jahren die Recherchen für die 14 Forschungs­verbünde zur

SED-Diktatur ein, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

gefördert werden.

Für die nun auch gesetzlich verankerte quellenkundliche Forschung zur

Erschließung der Bestände des Stasi-Unterlagen-Archivs wurde ein Konzept

erarbeitet, das einen „Atlas zum Stasi-Unterlagen-Archiv“ zum Ziel hat.

Forschungspublikationen aus den letzten zwei Jahren wie bspw. das Archiv-

Spezial-Inventar zu Kulturgutverlusten und „Der Blick der Staatssicherheit“,

eine Edition zu den Fotos der Stasi treiben die Ansätze der quellenkundlichen

Forschung voran.

Der Wert der historischen Orte wurde besonders zum 30. Jahrestag der

Friedlichen Revolution im Jahr 2019 deutlich. Dabei waren die „Stasi-Zentrale.

Campus für Demokratie“ in Berlin, aber auch die historischen Orte der Stasi-

Unterlagen in den Regionen vielfach in die Erinnerung an den Herbst 1989

eingebunden. Im Sommer 2020 war die Berliner Stasi-Zentrale Kulisse für das

vierwöchige Open-Air Festival Campus-Kino mit Filmen auf Basis der

Stasi-Unterlagen.

Auch digital ist der Zugang zum Archiv weiter gewachsen. Die Stasi-Mediathek,

die Datenbank DDR-im-Blick und die Homepage des Stasi-Unterlagen

-Archivs werden kontinuierlich erweitert. Über sie, aber auch über die sozialen

Medien-Kanäle, den Podcast zum Archiv und die digitalen Findmittel werden

Zehntausende erreicht, die sich mit dem Archiv und der in den Akten

dokumentierten Geschichte der DDR und der deutschen Teilung beschäftigen.

Der 15. Tätigkeitsbericht des BStU ist unter www.bstu.de abrufbar.

Dagmar Hovestädt, Sprecherin des BStU

BStU-Pressestelle
Karl-Liebknecht-Str. 31
10178 Berlin
Tel. 030 - 2324-7171
Fax  030 -2324-7179
e-mail presse@bstu.bund.de
 www.bstu.de
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