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25.09.2020 – 11:57

Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

BStU-Pressemitteilung: Stasi in Brandenburg: Neue BStU-Länderstudie Zum Tag der Deutschen Einheit: Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" in Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam

BStU-Pressemitteilung: Stasi in Brandenburg: Neue BStU-Länderstudie Zum Tag der Deutschen Einheit: Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" in Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam
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Pressemitteilung 24.09.2020

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Stasi in Brandenburg: Neue BStU-Länderstudie

Zum Tag der Deutschen Einheit: Wanderausstellung

"Feind ist, wer anders denkt" in Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam

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Als historische Spurensuche im Land Brandenburg vermittelt die neue

Länderstudie des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU)

eine kompakte Übersicht zum Wirken der Stasi im heutigen Bundesland.

Zum Tag der Deutschen Einheit publiziert, dokumentieren Recherchen,

Fotos und weitere Überlieferungen aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv

anhand persönlicher Schicksale, wie die DDR-Geheimpolizei in das Leben

der Menschen eingegriffen hat. Die Studie wirft Schlaglichter auf 40 Jahre

MfS-Geschichte in den DDR-Bezirken Cottbus, Frankfurt (Oder) und

Potsdam, aus denen nach der Wiedervereinigung das Land Brandenburg wurde.

Die Publikation vermittelt auf 172 Seiten, illustriert mit Fotos, Grafiken

und Organigrammen, charakteristische Facetten von Überwachung und

Verfolgung im Alltag. Im Mittelpunkt stehen regionale Auswirkungen von

politischen Ereignissen und die Reaktionen der Stasi entlang der großen

historischen Zäsuren. Es ist die fünfte Studie der Reihe, nach Stasi in Thüringen,

Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie

zu Berlin ist in Arbeit.

Ein Beispielfall in der Brandenburg-Studie behandelt eine Explosion

im Jahr 1982 im Gaskombinat "Schwarze Pumpe" in der Lausitz. Die

Stasi wurde bei diesem Katastrophenfall aktiv und ermittelte selbst. Der

Vorwurf: "verbrecherische Beschädigung sozialistischen Eigentums". Es

wurde eine spezielle Kartei mit Informationen zu mehr als 1.600 Personen

angelegt, auch für "weitere konspirative Aktionen".

Ein weiteres Thema der Länderstudie ist die Abteilung M zur Überwachung

des Paket- und Postverkehrs. Ein Beispiel zeigt, wie die

Stasi-Bezirksverwaltung Frankfurt (Oder) das vermeintliche Einwirken der

Evangelischen Kirche der Bundesrepublik Deutschland auf Bürger in Seelow

kontrollierte. Die Stasi ermittelte, dass von 1969 bis 1984 60 Geschenksendungen

aus Partnergemeinden in Duisburg, Essen, Solingen und Moers in den

Kirchenkreis verschickt worden waren. Man mutmaßte eine abgestimmte westliche

Aktion zur Beeinflussung der evangelischen Kirchengemeinden in der DDR.

Weitere Themen von "Stasi in Brandenburg" behandeln das Grenzregime

an der deutsch-polnischen Grenze, die Überwachung der sorbischen

Minderheit im Land und das Militärgefängnis Schwedt oder auch die

Einflussnahme der Stasi auf den Tourismus in der Region.

Zum Tag der Deutschen Einheit, der in diesem Jahr vom Land Brandenburg

ausgerichtet wird, wird die Wander-Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt"

des BStU in Potsdam zu sehen sein. Die Eröffnung der Ausstellung findet am

Tag der Deutschen Einheit in der Gedenkstätte Lindenstraße statt.

Ausstellung: 3. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021

Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr

Eröffnung Samstag, 3. Oktober 2020, 15.00 Uhr:

vor Ort nur presseöffentlich, für Publikum per

Livestream auf dem

YouTube-Kanal der Gedenkstätte Lindenstraße:

https://youtu.be/mjPfdcUNGMo und https://de-de.facebook.com/StasiUnterlagenArchiv/

Grußworte: Burkhard Exner, Bürgermeister;

Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg

zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Podiumsgespräch: Dr. Irmgard Zündorf, Zentrum für zeitgeschicht-liche Forschung Potsdam

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Ort: Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Lindenstraße 54, 14467 Potsdam

Hinweis für Redaktionen: Rezensionsexemplare der Länderstudie Brandenburg sind über die

BStU-Pressestelle erhältlich oder per Download: https://www.bstu.de/informationen-zur-stasi/publikationen/

Video mit der Buchautorin Konstanze Soch: https://t1p.de/4soa

Elmar Kramer, Stv. Pressesprecher

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Pressestelle
Karl-Liebknecht-Str. 31/33
10178 Berlin

Tel.: +49 30 2324 - 7171
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