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10.03.2020 – 12:49

Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

BStU-Pressemitteilung: Auf der Suche nach Kulturgutverlusten. Ein Spezialinventar zu den Stasi-Unterlagen Neues Recherchemittel zur Provenienzforschung in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

Ein Dokument

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 10.03.2020

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Auf der Suche nach Kulturgutverlusten. Ein Spezialinventar zu

den Stasi-Unterlagen

Neues Recherchemittel zur Provenienzforschung in Kooperation mit

dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

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Wertvolle Kunstwerke wurden ihren ursprünglichen Besitzerinnen und Besitzernnicht nur während der Zeit des Nationalsozialismus entzogen, sondern auch in

der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR. Erstmals haben sich

jetzt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und der Bundesbeauftragte

für die Stasi-Unterlagen (BStU) in einem gemeinsamen Forschungsprojekt auf

Spurensuche nach Belegen für solche Kulturgutentziehungen und -transfers in

den Stasi-Akten gemacht.

Ziel der Kooperation war es, einen verlässlichen Zugang zu den entsprechenden

Aktenbeständen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zu ermöglichen und

so weitergehender Forschung die Türen zu öffnen. Das 110 Seiten umfassende

Inventar der Autoren Ralf Blum, Helge Heidemeyer und Arno Polzin beschreibt

Zugangswege zu den Beständen, die vom MfS bis 1990 bereits archiviert waren.

Es listet über 450 Dokumente auf, die bei dieser Spurensuche gesichtet wurden

und ordnet ihre Aussagekraft ein. Damit ermöglicht es einen ersten Zugang zu

zahlreichen Entzugsvorgängen in der SBZ und DDR.

Ergänzt wird das Inventar durch ein über 550 Seiten starkes weiteres Verzeichnis,

eine Sammlung von annähernd 2.000 zusätzlichen Archivsignaturen, die Hinweise

auf mögliche Kulturgutentziehungen geben können. Sie entstammen der Recherche

in Unterlagen, die die BStU-Archivare nach dem Ende der Stasi erschlossen und

archiviert haben und die in der BStU-internen Datenbank SAE dokumentiert sind.

Damit wird ein umfassenderes Bild der Quellenlage ermöglicht. Das zusätzliche

Verzeichnis ist beim Download des Spezialinventars auf der Website des BStU

automatisch dabei. In der gedruckten Version ist das Spezialinventar ohne

Verzeichnis erhältlich.

Das Buch wird am Freitag, 13. März, um 19 Uhr im Rahmen einer Podiumsdiskussion

mit Arno Polzin, Ralf Blum und Uwe Hartmann in der Gedenkstätte Museum

„Runde Ecke“ in Leipzig vorgestellt.

Dagmar Hovestädt, Sprecherin des BStU

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Pressestelle
Karl-Liebknecht-Str. 31/33
10178 Berlin

Tel.: +49 30 2324 - 7171
Fax: +49 30 2324 - 7179
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Internet: www.bstu.de
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