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17.01.2019 – 15:16

Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

BStU-Pressemitteilung: Neue Publikation: Auschwitz und Staatssicherheit Strafverfolgung, Propaganda und Geheimhaltung in der DDR

BStU-Pressemitteilung: Neue Publikation: Auschwitz und Staatssicherheit  Strafverfolgung, Propaganda und Geheimhaltung in der DDR
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Neue Publikation: Auschwitz und Staatssicherheit

Strafverfolgung, Propaganda und Geheimhaltung in der DDR

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Das Vernichtungslager Auschwitz steht als Synonym für den industriell

organisierten Völkermord an den europäischen Juden. Eine schwere

Hypothek für beide deutsche Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Die

DDR-Führung versuchte vor allem propagandistisch, allein der Bundes-

republik die historische Verantwortung für die in Auschwitz begangenen

Verbrechen zuzuschieben.

Der eigene Umgang mit dem Genozid und den Opfern und Tätern von

Auschwitz, die nach 1945 in der DDR lebten, war hingegen widersprüchlich.

Im Falle der Täter wurden einerseits Strafprozesse geführt, die auch der

Eigendarstellung als an strenger Strafverfolgung interessiertem Staat

dienten, wie im Fall des SS-Arztes Horst Fischer. Andererseits hielt die

Staatssicherheit Informationen über Tatverdächtige unter Verschluss oder

nutzte sie für eigene Zwecke. So blieben auch Personen, die der

SS-Besatzung von Auschwitz angehörten straffrei, während vormalige

Opfer manchmal mit erneuter Verfolgung konfrontiert waren. Die neue

Studie "Auschwitz und Staatssicherheit von Henry Leide (BStU) schildert

anhand von Stasi-Unterlagen diese unterschiedlichen Facetten dieser

DDR-Vergangenheitspolitik.

Die Studie ist ab sofort über die Pressestelle erhältlich sowie als

Download hier und wird am 24. Januar 2019 vorgestellt:

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie,

Ruschestr. 103, 10365 Berlin (U 5, Magdalenenstraße)

Uhrzeit: 18.30 Uhr

Podium: Henry Leide, Autor "Auschwitz und Staatssicherheit

Johannes Klaas Beermann, Fritz Bauer Institut

Andrea Rudorff, Institut für Vorurteils- und Konfliktforschung e. V.

Moderation: Gunther Latsch, DER SPIEGEL

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Pressestelle
Karl-Liebknecht-Str. 31/33
10178 Berlin

Tel.: +49 30 2324 - 7171
Fax: +49 30 2324 - 7179
E-Mail: presse@bstu.bund.de
Internet: www.bstu.de
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