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09.11.2018 – 09:02

Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

BStU-Pressemitteilung: Honeckers Zuchthaus: Brandenburg-Görden und der politische Strafvollzug der DDR 1949 bis 1989

BStU-Pressemitteilung: Honeckers Zuchthaus: Brandenburg-Görden und der politische Strafvollzug der DDR 1949 bis 1989
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PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 09.11.2018

______________________________________________

Honeckers Zuchthaus: Brandenburg-Görden

und der politische Strafvollzug der DDR 1949 bis 1989

Neue BStU-Publikation erschienen

______________________________________________

Mit bis zu 3.500 Insassen zählte Brandenburg-Görden zu den vier

größten Haftorten in der DDR. Hier hatte bis 1945 Erich Honecker

als Häftling der NS-Diktatur eingesessen und ließ dann als DDR-

Staatsratschef seine politischen Gegner dort inhaftieren. Zur

Geschichte dieses Gefängnisses erscheint jetzt eine Publikation,

die mit neu ausgewerteten Akten die Schicksale der Gefangenen

und die Biografien der Verantwortlichen in der Gefängnisverwaltung

und bei der Staatssicherheit beleuchtet. Der Politikwissenschaftler

Dr. Tobias Wunschik, BStU, betrachtet am Beispiel dieser

Haftanstalt alle Aspekte des politischen Strafvollzugs der DDR.

Die Stasi führte hinter den Kulissen Regie und warb Häftlinge wie

auch deren Bewacher als Spitzel. Dennoch leisteten Gefangene

Widerstand, zum Beispiel in dem sie illegale Zeitungen verfassten

und Miniaturradios produzierten um westliche Sender zu hören.

Einige politische Gefangene hatten Kontakte nach außen, teils bis

in die Bundesrepublik. Westliche Einflussnahmen, bis hin zu

offiziellen Inspektionen vor Ort, nutzten den Häftlingen wenig.

Das Gefängnisleben war laut Studie durch eine strenge Disziplinar-

praxis, harte Arbeitsbedingungen und die Benachteiligung der

politischen Gefangenen geprägt. Schlecht ausgebildete und ideologisch

indoktrinierte Aufseher handelten oft willkürlich. Der langjährige Leiter

der Haftanstalt, Fritz Ackermann, ließ sich wie auch seinen Leitungskadern

von Gefangenen sogar illegal Eigenheime bauen.

Hinweis für Redaktionen: Rezensionsexemplare sind über

presse@bstu.bund.de erhältlich.

Elmar Kramer, Stv. Pressesprecher

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Pressestelle
Karl-Liebknecht-Str. 31/33
10178 Berlin

Tel.: +49 30 2324 - 7171
Fax: +49 30 2324 - 7179
E-Mail: presse@bstu.bund.de
Internet: www.bstu.de
twitter: @bstu_presse 

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