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27.09.2018 – 09:32

Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS

Nationales Rohstoff-Netzwerk GERRI gründet Verein

Nationales Rohstoff-Netzwerk GERRI gründet Verein
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Mit der Gründung eines Vereins geht das German Resource Research Institute den nächsten Schritt, um die Bündelung der Rohstoff-Expertise aus Wissenschaft und Industrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter voranzutreiben.

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 arbeitet das virtuelle Institut "GERRI" an der Stärkung der Rohstoffforschung für die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Jetzt haben die Gründungsmitglieder und Partner das Netzwerk offiziell als gemeinnützigen Verein mit Sitz in Freiberg/ Sachsen eintragen lassen. Zu dem Verein "German Resource Research Institute" gehören die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, die RWTH Aachen University, die TH Nürnberg, die TU Bergakademie Freiberg und die TU Clausthal. Neue Mitglieder aus Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen sollen folgen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hatten sich zu Jahresbeginn dem Netzwerk angeschlossen.

Die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Rohstoffe gehört zu den wichtigsten Zwecken des Vereins. "Wir vertreten die Interessen der deutschen Ressourcenforschung im In- und Ausland und steuern strategische Forschungskooperationen. Durch die Vernetzung von Akteuren und Bündelung von Expertise sind wir eine entscheidende Anlaufstelle bei dem für Wirtschaft und Gesellschaft immer wichtigeren Thema Rohstoffe," erläutert Prof. Markus Reuter, Direktor am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) des HZDR und Erster Vorsitzender des Vereins dessen Arbeit.

Zum Zweiten Vorsitzenden wurde Prof. Daniel Goldmann, Leiter des Instituts für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik der TU Clausthal, gewählt.

Das übergeordnete Ziel von GERRI ist die Etablierung einer technologisch fortschrittlichen und ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft von metallhaltigen und mineralischen Rohstoffen. Die Plattform verfügt über ein breites Spektrum an Expertise in der Rohstoffforschung und vermittelt Forschungsinfrastrukturen für deutsche Akteure. Unternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren durch die Nutzung der Plattform vom direkten Kontakt zu einem breiten Pool an Experten sowie Hilfestellung bei der Vermittlung des passenden Know-hows. Insbesondere zeichnet sich GERRI durch folgende Kompetenzfelder aus: Erkundung und Gewinnung, Aufbereitung, Hydrometallurgie, Pyrometallurgie, Materialentwicklung, Abfallmanagement, Modellierung und Spezialanalytik. Innerhalb dieser Bereiche versammelt GERRI Expertenwissen zu den unterschiedlichsten Stoffströmen und Elementen. Mit der Aufnahme neuer Partner sollen die vorhandenen Kompetenzfelder weiter vertieft und ausgeweitet werden.

Weitere Informationen zu GERRI und Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter https://www.gerri-germany.org/.

Kontakt:

Helene Köpf | Projektkoordinatorin GERRI

Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR

Tel.: +49 351 260-4425 | E-Mail: h.koepf@hzdr.de

Über GERRI:

GERRI-Mitglieder entwickeln Technologien zur Bereitstellung mineralischer und metallischer Rohstoffe, die die Grundlage für die Produktion von Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität, der Energiewende oder der Digitalisierung darstellen. Um die herausfordernden und interdisziplinären Fragestellungen, die sich dabei ergeben, anzugehen, sind exzellente Partnerverbünde Voraussetzung. Die Mitglieder von GERRI vernetzen die erforderlichen Disziplinen entlang der Wertschöpfungskette der Rohstoffe von der Erkundung, Gewinnung, Nutzung und Wiederverwertung bis zu den Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften und decken die Schnittstellen ab, die zur Entwicklung nachhaltiger Ressourcentechnologien erforderlich sind. Damit entwickeln GERRI-Mitglieder die technologischen Voraussetzungen, um die Transformation von einer linearen zu einer kreislaufgeführten Wirtschaft zu ermöglichen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte
Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und
Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Mehr als 25 000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von
2,3 Milliarden Euro. Davon fallen knapp 2 Milliarden Euro auf den
Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund 70 Prozent dieses Leistungsbereichs
erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und
mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Internationale Kooperationen
mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen
für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen
Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.

Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC unter der Leitung von Prof. Dr.
Gerhard Sextl ist eines der wichtigsten bayerischen Zentren für materialbasierte
Forschung und Entwicklung in den Bereichen Energie, Umwelt und Gesundheit. Rund
480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an innovativen Materialien und
Technologien für nachhaltige Produkte und leisten essentielle Beiträge zur
Lösung der großen weltweiten Herausforderungen. Am Stammhaus und im
Translationszentrum für Regenerative Medizin in Würzburg, in seiner
Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau
und Hanau und in seinem Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL in Bayreuth
vereint das Fraunhofer ISC umfassende Kompetenz in den Materialwissenschaften
mit langjähriger Erfahrung in der Materialverarbeitung, der industriellen
Anwendung und im Upscaling von Fertigungs- und Prozesstechnologien bis in den
Pilotmaßstab sowie in der Analytik und Charakterisierung.

Die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie
IWKS mit Standorten in Alzenau und Hanau wurde im Jahr 2011 von der
Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Dach des Fraunhofer ISC gegründet. Im Sinne
eines geschlossenen Kreislaufmanagements wird in den Bereichen
Ressourcenstrategie, Recycling und Wertstoffkreisläufe sowie Substitution daran
gearbeitet, die Rohstoffversorgung unserer Industrie langfristig zu sichern und
damit eine führende Position in der Hochtechnologie auch zukünftig zu
ermöglichen. Dafür werden zusammen mit Industriepartnern innovative Trenn-,
Sortier-, Aufbereitungs- und Substitutionsmöglichkeiten erforscht.

Weitere Ansprechpartner
Prof. Dr. Rudolf Stauber  l  Telefon +49 (0)6023 32039-801  l 
rudolf.stauber@isc.fraunhofer.de  |  Fraunhofer-Projektgruppe für
Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, Alzenau & Hanau 

Redaktion
Nicole Lemmer, Jennifer Oborny  |  Fraunhofer-Projektgruppe für
Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS | Brentanostraße 2a  | 63755
Alzenau | Telefon +49 6023 32039-803  |  www.iwks.fraunhofer.de  | 
nicole.lemmer@isc.fraunhofer.de  |  jennifer.oborny@isc.fraunhofer.de