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Facebook gegen Fake-News

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Spätestens seit dem US-Wahlkampf 2016 aus dem Donald Trump erfolgreich hervorging, war das Thema Fake-News weltweit bekannt. Fake-News (auf Deutsch in etwa Falschmeldungen) sollen den Kampf um den Präsidentschaftstitel angeblich so weit beeinflusst haben, dass Trump die Mehrheit erhielt. Allerdings sagte Mark Zuckerberg, dass er sich solch ein Ausmaß nicht vorstellen könne.

Schließlich war Trump auch eher auf Twitter aktiv als auf Facebook. Nichtsdestotrotz wurden nun einige Maßnahmen gegen die Fake-News eingeläutet, die auch uns in Deutschland betreffen. In den Vereinigten Staaten versucht man immer noch die Präsidentschaftswahl diesbezüglich aufzuarbeiten. Allerdings gibt es hier nach einem Jahr noch keine wirklichen Ergebnisse. Dadurch wird das riesige Ausmaß der Kampagne offensichtlich.

Sind Fake-News auf Facebook realistisch?

Wie bereits kurz angeschnitten, hat Mark Zuckerbergt vehement behauptet, dass Meldungen den Wahlkampf auf keinen Fall beeinflusst haben. Angeblich hätten die Wähler aufgrund ihrer Lebenserfahrung so gewählt, wie sie es getan haben. Doch nun hat Facebook seit dem 01.12.2017 etwas geändert. Auch Zuckerberg hat sich diesbezüglich ein weiteres Mal geäußert.

Er selbst sagt, dass seine Aussage vor einem Jahr doch zu revidieren ist. Hat der junge Herr gelernt? Oder wurde er von seinem Experten-Team darüber aufgeklärt, dass es doch deutlich mehr Falschmeldungen gab, als er anfangs dachte? Niemand weiß dies so recht.

Jedoch zeigen Untersuchungen immer mehr, dass Facebook und auch Twitter verstärkt dazu genutzt wurden, immer mehr Spannung beim Wahlkampf zu erzeugen. Man redet sogar davon, dass teilweise versucht wurde, die Spannung künstlich hochzuschaukeln. Ob diese Aussage allerdings übertrieben ist, ist bis dato nicht bekannt.

Um die Frage zu beantworten, kann gesagt werden, dass Fake-News durchaus auf Facebook und ebenso auf Twitter aktuell waren. Hierbei handelt es sich nicht um Propaganda oder ähnliches. Viele Untersuchungen haben dies bestätigt. Diese wollen wir nun mal etwas genauer wiedergeben und beschreiben.

Wo fing die Kampagne an?

Bereits mehrfach wurde die Vermutung geäußert, dass Russland auch den Online-Wahlkampf beeinflusst hat. Allerdings haben Recherchen nun auch gezeigt, dass der Ursprung der Kampagnen auf den sozialen Netzwerken auch in Russland begann. Bis heute bestreitet die Regierung immer noch, dass sie dahinterstecke. Die Beweise sind allerdings mehr als eindeutig.

Jedoch hat man dann immer noch das Problem, dass man nicht genau sagen kann, wie sehr die Meldungen nun den Wahlkampf beeinflusst haben. Schließlich gibt es bislang keine Faktoren, die dies in irgendeiner Weise messen können. Daran ändert auch nichts der Druck des US-Kongress auf die unterschiedlichen Internetfirmen, mehr über die Kampagnen und Auswirkungen herauszufinden. Schließlich stehen diese auch vor gänzlich neuen Türen.

Was macht Facebook dagegen?

Facebook fühlt sich nun dazu verpflichtet, selbst die Fake-News zu untersuchen. Das Unternehmen hat erkannt, dass Inhalte geteilt wurden, die einfach nicht der Wahrheit entsprachen. Des Weiteren hat Facebook ebenso erkannt, dass sogar Anzeigen entgeltlich geschaltet wurden, die falsche Informationen preisgaben. Dies hätte das Kontrollteam der Werbeanzeigen eigentlich merken müssen. Nichtsdestotrotz wurde eine Anzeige nach der anderen Anzeige bestätigt und zugelassen.

Dies sind sicherlich nur einige Gründe, weshalb das soziale Netzwerk nun selbst Recherche betreibt. Inzwischen wurden 470 Profile mit einer vermuteten Verbindung nach Russland gefunden, die insgesamt rund 3000 Beiträge veröffentlichten. Diese haben alle einen politischen Hintergrund. Wie oben bereits angeschnitten, wurden auch diese Beiträge angeworben. Insgesamt wurde ein Werbebudget von rund 100.000 USD ausgegeben.

Hierzu hat sich dann auch der Sicherheitschef von Facebook, Alex Stamos, geäußert. Er sagte, dass die Analysen ergeben haben, dass diese Accounts von Russland betrieben wurden. Verhältnismäßig waren die Ausgaben recht gering. Jedoch haben die jüngsten Ergebnisse nun gezeigt, dass etwa zehn Millionen Menschen diese Anzeigen gesehen haben.

Wie sahen diese Werbeanzeigen aus?

Facebook-Werbeanzeigen im Wahlkampf sind nichts Neues. Auch in Deutschland wurden diese 2017 immer präsenter. Allerdings sahen die deutschen Werbeanzeigen gänzlich anders aus. Denn diese rund 3000 Anzeigen haben vor allem dazu gedient, Spannung und Hetze zwischen ethnischen und sozialen Gruppen zu erzeugen. Die Anzeigen wurden dann ganz genau an die US-Bundesstaaten gerichtet, bei denen der Wahlausgang noch offen war.

Ferner wurden ganz gezielt soziale Gruppen angesprochen. So haben einige Anzeigen die Angst vor der Islamisierung angesprochen, andere haben ganz gezielt schwarze Amerikaner angegriffen.

Twitter hat sich dann den Aufklärungen angeschlossen und bislang 200 Kurzmitteilungen gefunden, die aus Russland gesteuert wurden und der Stimmungsmache galten. Zwar war bekannt, dass Trump verstärkt auf soziale Medien zurückgriff. Jedoch ist nun die Frage, ob es sich nicht doch um eine regelrechte Manipulation handelt. Können die sozialen Netzwerke hiergegen überhaupt etwas übernehmen oder sind die Handlungsspielräume einfach begrenzt?

Auch auf LinkedIn wurde gegen automatisierte Werbeanzeigen diesbezüglich vorgegangen.

Verdächtigte Profile auf Facebook und Twitter

Die sozialen Netzwerke nehmen laut ihren Angaben die Probleme sehr ernst und man arbeite sehr hart gegen solche Accounts. Man versuche, konsequent gegen diese vorzugehen und man entwickle Mechanismen und Algorithmen, die so etwas in Zukunft bereits im Voraus entdecken, sodass man solche Anzeigen und Beiträge gleich löschen kann.

Sicherheitsexperten haben hier Nachforschungen betrieben und ein typisches Muster erkannt. Die Accounts werden massenhaft angelegt und sehen wie tausend andere aus, damit deren gefälschte Identität nicht ans Tageslicht kommt. Deswegen werden dann einige persönliche Informationen hinterlegt, sowie einige Profilfotos und Bilder aus Cafés. Nach dem Erstellen dieser Profile werden diese erst einmal für eine sehr lange Zeit nicht mehr genutzt.

Erst wenn die Accounts wieder gebraucht werden, werden diese aktiviert und erstellen dann massenhaft Anzeigen und Postings. Aus diesen Aktionen hat Facebook gelernt, sodass vor der Präsidentschaftswahl 30.000 solcher Manipulationsbeiträge gesperrt wurden. Die Profile wurden sofort gelöscht.

Auch bei der deutschen Bundestagswahl gab es anscheinend solche Versuche. Hier wurden allerdings nur 10.000 Beiträge gelöscht worden sein.

Erste Maßnahmen vonseiten Facebook

Doch dies waren nur die ersten Präventivmaßnahmen. Facebook hat am vergangenen Donnerstag (30.11.) angekündigt, dass nun sehr bald ein neuer Button bei den Beiträgen hinzugefügt wird. Dieser soll ein "i" repräsentieren. Wenn man auf den Button rechts über der Überschrift des Artikellinks klickt, erhält der User weitere Informationen über den Verfasser und zum Thema. Wenn der Verfasser einen Wikipedia-Eintrag besitzt, dann wird dieser angezeigt. Ansonsten werden Informationen aus Facebook und anderen Online-Quellen zur Beurteilung herangezogen.

So sollen Nachrichten oder Artikel, die in Facebook geteilt werden, in Zukunft besser bewertet werden. Die Informationen zum Autor sollen dafür sorgen, dass man die Seriosität besser einschätzen und beurteilen kann. Wenn keine Details angezeigt werden, dann ist auch dies ein Zeichen der Seriosität.

Facebook selbst hat hierzu ein Video erstellt. Dieses haben wir einmal eingebunden:

Des Weiteren ist es nun möglich, Beiträge als Fake-News zu melden. Diese Funktion gibt es aber bereits seit Dezember 2016. Die Meldung wird dann an einen externen Dienst weitergeleitet, dessen Aufgabe es ist, die Meldung zu überprüfen. Facebook arbeitet hier mit unterschiedlichen Diensten in den jeweiligen Ländern zusammen.

In Deutschland arbeitet die Plattform mit dem Recherchebüro Correktiv zusammen.

Ferner werden auch Profile sowie Fanpages aus dem Werbenetzwerk ausgeschlossen, die öfter Falschmeldungen verbreiten. Diesbezüglich soll auch eine ganz neue Abteilung mit rund 1.000 Mitarbeitern eingestellt werden. Die Hauptaufgabe der Mitarbeiter ist es, Werbeanzeigen genauer zu überprüfen.

Wie arbeitet Facebook bislang gegen solche Meldungen?

Bislang versucht Facebook mit maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz solche Beiträge eigenständig zu erkennen. Darüber hinaus wird auch versucht Clickbaits zu löschen. Hierfür müssen allerdings viele Daten ausgewertet werden, was teilweise ein Problem wurde. Schließlich sind auch die Kapazitäten von Facebook begrenzt.

Allerdings gab es nun ausführliche Recherchen und Ausarbeitungen, sodass inzwischen auch Videos daraufhin geprüft wurden.

So sah es bei der deutschen Bundestagswahl 2017 aus

Hier trat Facebook sehr vorbildlich auf. Die Politik nutzte natürlich die sozialen Medien und so konnte jede Partei eine Startseite erstellen, wo verschiedene Meinungen zu unterschiedlichen Fragen veröffentlicht werden konnten. Dies nannte Facebook "Informationshub". Durch diesen Hub konnte ein Nutzer auch einen Beitrag auf Facebook mit den Standpunkten einer Partei vergleichen. Wenn hier Ungereimtheiten auftraten, konnte der Beitrag oder auch das Video ganz leicht gemeldet werden.

Am Wahlabend unterstützte Facebook auch viele Medienpartner bei der Berichterstattung, sodass es keine zwischenzeitlichen Falschmeldungen bezüglich des Wahlergebnisses gab.

Facebook gegen Fake-News - abschließende Worte

Auch in Zukunft wird es sicherlich ein spannendes Thema bleiben, wie Facebook aber auch Twitter und Co. gegen die einzelnen Fake-News vorgehen möchte. Ein Experte sagte, dass die Anzahl an Veröffentlichungen bereits eingeschränkt werden konnte, diese Einschränkung allerdings noch recht gering ist. Jedoch führen die Updates und Änderungen bei Facebook dazu, dass nur sehr wenige Nutzer solche Meldungen angezeigt bekommen.

In Deutschland wurde hierzu auch eine Studie gemacht, die besagt, dass falsche Informationen in Deutschland kaum eine Chance haben. Durch die Bundestagswahl in Deutschland hat Facebook sicherlich viel gelernt und wird das Gelernte auch bei weiteren Wahlen anwenden und optimieren. Allan kündigte an, dass die Zusammenarbeit mit Wahlkommissionen in Zukunft ausgeweitet wird.

Auch Zuckerberg sagte, dass Facebook niemals zulassen würde, dass die Demokratie unterwandert wird. Schön, dass Zuckerberg dies nun auch eingesehen hat und seine Aussage direkt nach der Wahl revidierte. Er entschuldigte sich sogar regelrecht für die falsche Aussage. Sehr löblich!

Zudem hat Facebook auch 10 Tipps veröffentlicht , wie man Falschmeldungen nun melden und entlarven kann. Allerdings werden einige Personen dies gar nicht gerne sehen. Denn es gibt auch viele Personen, die von Fake-News profitieren und davon leben. Vor kurzem gab es einen Bericht von einem 23-jährigen, der bis zu 1000 US-Dollar mit Falschmeldungen verdient.



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