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B2B Online-Marketing-Trends 2018

B2B Online-Marketing-Trends 2018

Es ist nicht mehr lang und schon ist Weihnachten, dicht gefolgt vom Neujahrsanfang. Dies geht meist schneller, als man es immer denkt und dann ist 2017 schon zu Ende. Da wir eine Internetagentur sind und uns regelmäßig mit den wichtigsten Online-Marketing-Trends beschäftigen und auch beschäftigen müssen, wollen wir im Folgenden die wohl wichtigsten Trends im Jahre 2018 aufführen und besprechen.

Schließlich entwickelt sich das große Online-Marketing immer weiter und man konnte bereits dieses Jahr ein deutliches Zusammenwachsen der einzelnen Online-Marketing-Disziplinen erkennen. Suchmaschinen-Optimierung wurde beispielsweise viel umfassender. Inzwischen gibt es nicht nur die On-Page- und die Off-Page-Faktoren, sondern eben auch Social- und User-Signals, die man beachten und optimieren muss.

Des Weiteren gewinnt eine gänzlich neue Online-Marketing-Disziplin viel Zuspruch und Anerkennung. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Inbound Marketing. Inbound Marketing umfasst etliche, bislang alleinstehende, Marketingdisziplinen.

Damit Sie eine etwas bessere Übersicht der einzelnen Trends haben, möchten wir nun erst einmal auf einige B2B Online-Marketing-Trends aus dem Jahre 2017 eingehen.

Online-Marketing-Trends im B2B-Bereich 2017

Teilweise ist es so, dass einige Trends sich überschneiden oder auch im neuen Jahr fortgesetzt werden. Vor allem die Social-Media-Branche ist hier betroffen.

Ein Thema, das für sehr viel Wirbel gesorgt hat, war das Content-Marketing und die damit verbundene Content-Optimierung. Von der bisherigen "Backlinkgesellschaft", nennen wir es mal so, ist man dazu übergeschwenkt, keine Backlinks mehr zu setzen, sondern lediglich die Texte so zu optimieren und einen dermaßen hohen Mehrwert zu schaffen, dass Nutzer und Leser gerne und freiwillig auf die Inhalte verlinken.

Dieses Thema war auch bei der Suchmaschinen-Optimierung ein gewaltiges Thema und Thin-Content wurde von professionellen Seiten innerhalb kürzester Zeit entfernt. Thin-Content bedeutet im Deutschen so viel wie "dünner Inhalt". Damit ist gemeint, dass die Texte sehr wenig Wörter hatten und auch nicht wirklich Informationen lieferten. Hier wurde sehr viel drumherum geredet oder einfach nur das Keyword sinnbefreit verwendet.

Neben dem Content-Marketing gab es dann auch noch das Influencer-Marketing, das urplötzlich einen massiven Zulauf gewann. Denn Unternehmen erkannten, dass es nicht mehr so gut und erfolgreich beim Konsumenten ankam, wenn das Unternehmen Advertising betrieb. Nun kam man auf die Idee, dass man doch Blogger und Personen, die sehr einflussreich sind, dafür benutzen könne, um im Internet das Produkt oder die Dienstleistung zu bewerben.

Hatte man beispielsweise einen Blog, der sich mit dem Thema "Reisen" beschäftigte, kam es durchaus vor, das RUF-Reisen dem Blogger eine Mail schrieb und zu einem kostenfreien Urlaub einlud. Gute Beispiele im deutschsprachigen Raum hierfür sind beispielsweise DagiBee oder JulienBam, wobei diese nur auf YouTube, Instagram und Facebook vertreten sind. Einen wirklichen Blog haben diese strenggenommen nicht.

Doch funktioniert dies auch im B2B-Bereich? Dies wird sich sicherlich im kommenden Jahr zeigen, denn auch das Influencer Marketing wird dort sehr wahrscheinlich eine gewaltige Rolle spielen. Wer hier weiß, Influencer Marketing richtig einzusetzen, hat gegenüber der Konkurrenz einen deutlichen Vorteil.

Online-Marketing-Trends im B2B-Bereich 2018

Wie bereits erwähnt, haben sich einige Trends aus dem letzten Jahr fortgesetzt und weiterentwickelt. Deswegen möchten wir auch auf sehr definierte Konkretisierungen verzichten, denn man weiß auch nie, welches Update Google zunächst durchführen und wie sich Big Data noch auf das Internet auswirken wird.

Trend 1: Live-Videos

Ein wohl sehr spannender Trend werden Live-Videos, Streamings und Live-Webinare werden. Hier entwickelt sich schon eine kleine Bewegung und man sieht nun bereits, wie gut diese Art von Content bei den Nutzern, potenziellen Kunden und Bestandskunden ankommt. Des Weiteren wird dieser Trend auch durch die größten Plattformen im Internet unterstützt.

YouTube war das erste soziale Netzwerk, das mit der Live-Übertragung begann. Hier war das System noch nicht ausgeklügelt, dennoch wurden Live-Videos gerne gesehen und hatten auch immer viele Zuschauer. Jedoch wurden dann vermehrt Fußballspiele live gezeigt oder Gameplays von Spielen. Es gab auch einige Frage-Antwort-Runden mit YouTube-Stars, doch im B2B-Bereich kam diese Funktion eher weniger zum Einsatz.

Nachgezogen hat dann Facebook und auch Twitter mit einer Live-Funktion. Nun wurden die Live-Streams auch viel renommierter. Doch bislang war es nur viel Herumprobieren. Wir haben mal geschaut, worauf es ankommt, wenn man erfolgreiche Live-Streams halten möchte.

- Halten Sie Live-Streams mit Interessenten, Kunden, Mitarbeitern, Journalisten.

- Sprechen Sie immer nur eine Zielgruppe an. Beispiel: Mitarbeiter werden durch Live-Streams weitergebildet, Kunden bekommen ein besseres Verständnis Ihrer Dienstleistung oder Ihres Produkts.

- Achten Sie auf eine professionelle Moderation, einen angemessenen Stil und eine passende Tonalität.

- Überprüfen Sie Ihre Qualität.

- Kündigen Sie den Live-Stream vorher über den Newsletter, Social-Media-Kanäle und sonstige Kanäle an.

Durch diese Live-Videos können Sie beispielsweise Lead für Lead einsammeln, das Vertrauen der Kunden und Zuschauer in Ihr Business stärken und digital weiterhin präsent sein. Schließlich kann man sagen, dass, sofern man im digitalen Zeitalter nicht digital vertreten ist, man faktisch tot sei.

Trend 2: E-Commerce

E-Commerce kennen wir bislang überwiegend nur aus unserem Privatleben. Hier tätigen wir bei Amazon, Google Shopping oder bei anderen Online-Shops Einkäufe und lassen diese dann zu uns nachhause liefern. Doch dies kann man ebenso auf den B2B-Bereich anwenden. Sicherlich kennen Sie es selbst, denn wenn Sie in einem B2B-Unternehmen arbeiten und für den Einkauf zuständig sind, werden Sie vermehrt auch online für Ihr Unternehmen einkaufen.

Die Website der Firma hat dann einen Online-Shop, wo Sie bequem auswählen können, was Sie brauchen und wie oft Sie es brauchen. Dies ist inzwischen auf für Dienstleistungen machbar, wie Amazon es zeigt.

Bislang kann man über amazon.com/services nur Dienstleistungen im US-amerikanischen Bereich in Anspruch nehmen und dort kaufen, doch es ist stark davon auszugehen, dass Amazon hier den Service ausrollen wird. Schließlich ist es eine sehr gute Idee, die auch mehr und mehr Zuspruch gewinnt.

Deswegen wird es in Zukunft auch immer entscheidender werden, ob eine Firma nun einen Online-Shop anbietet. Denn nicht nur das sich ändernde Kaufverhalten spielt hier eine entscheidende Rolle, sondern auch, dass Sie viel kostengünstiger, effektiver und zugleich effizienter arbeiten können.

Dadurch müssen Sie sich aber in Zukunft mit Themen, wie Prozessoptimierung, Produktdaten und auch Schnittstellen befassen.

Schaut man sich das Ganze mal in Zahlen an, um diese Aussage etwas besser greifen zu können, stellte sich heraus, dass 50% der B2B-Firmen keinen Online-Shop besitzen.

Trend 3: Integration von Abteilungen

Kommt ein Kunde zu uns, schauen wir uns immer zuerst die Marketing- und die Vertriebsabteilung an und überprüfen beide dahingehend, wie diese im Internet zusammen agieren, falls sie überhaupt zusammen agieren. Denn oftmals ist festzustellen, dass sich beide Abteilungen teilweise gegenseitig Steine in den Weg legen. Die Vertriebsabteilung möchte dann mehr Videomarketing und ganz direkt die Produkte vorstellen, wohingegen die Marketingabteilung lieber ein Whitepaper publizieren wollen würde.

Im Jahre 2018 ist dies ein fataler Fehler und sollte auch schleunigst beseitigt werden. In Zukunft werden diese Abteilungen enger zusammenarbeiten müssen. Integration ist hier das Stichwort! Getrennte Arbeitsräume? Fehlanzeige! Marketing und Vertrieb müssen für ein starkes zielmarkt- und zielgruppenorientiertes B2B-Online-Marketing zusammenarbeiten.

Trend 4: Emotionen

Dieser Faktor ist überaus essentiell, aber wird zu oft vergessen. Man meint, dass hinter einem operativ agierenden Unternehmen emotionslose Maschinen diese Prozesse veranlasst haben, doch dem ist nicht so. Auch im B2B-Bereich fallen letztlich emotionale Menschen die Kaufentscheidungen, ebenso wie es im B2C-Bereich der Fall ist.

Deswegen wird es in Zukunft noch wichtiger sein, auch über die Website und das Internet eine emotionale Bindung aufzubauen. Hier ist vor allem das Videomarketing zu erwähnen, denn nichts ist persönlicher, als ein Mensch, der einem seine Geschichte erzählt. Bestenfalls hatte dieser Mensch die gleichen Probleme, die man selbst hat und nun weiß er, wie man diese Probleme lösen kann.

So oder so ähnlich wird es in Zukunft auch verstärkt ablaufen. Wie man hier die Lead-Generierung oder auch die Kaufprozesse beginnt und abschließt, bleibt die alleinige Entscheidung eines jeden Unternehmens.

Ihre Aufgabe in Zukunft wird es also sein, die Leute für Ihre Marke zu begeistern und dies auch im B2B-Bereich. Dadurch können Sie ungeahnte Potenziale entfalten und zusätzlich crossmedial werben und präsent sein.

Desktop-First oder Mobile-First?

Diese Frage muss sich ein jedes Unternehmen stellen, wenn es sich die eigene Internetseite anschaut und bewertet. Denn die Rolle der mobilen Endgeräte wird gerne unterschätzt. Doch wussten Sie, dass seit Oktober 2016 mehr mobile Internetzugriffe zu verzeichnen sind, als Internetzugriffe über den Desktop-Computer?

Eine Umfrage ergab, dass etwa 51,3% das Tablet oder das Smartphone nutzten, um im Internet zu surfen und auch Käufe zu tätigen. Folglich sind es nur noch 48,7%, die den Desktop-Computer hierfür nutzen und in Zukunft ist auch stark davon auszugehen, dass diese Zahl weiterhin sinken wird. Wir vermuten, dass diese Zahl nun bereits bei etwa 40% ist, wobei wir hier keine aktuelle Statistik haben, sondern uns lediglich auf unsere Erfahrung und die Trendentwicklung stützen.

Dieses Ergebnis ist aber besonders interessant, wenn man sich nun mit dem Targeting und der Erstellung von Inhalten befasst. Denn die Darstellung auf dem mobilen Endgerät ist deutlich anders als beim Desktop-Computer. In Zukunft werden Werbeanzeigen also vermehrt für das Smartphone oder Tablet produziert werden und weniger für die Desktop-Versionen.

Abschließende Worte

Wir möchten uns hier noch einmal für Ihre Aufmerksamkeit bedanken und sind auch sehr gespannt, was das neue Jahr bringen wird. Eine stetige Weiterbildung ist sicherlich maßgeblich, dennoch möchten wir auch zur Vorsicht raten. Nicht jeder Trend wird sich in Zukunft durchsetzen und demzufolge wäre es wirtschaftlich kritisch zu betrachten, wenn Sie von Trend zu Trend springen und sich nicht auf die grundlegenden Basics stützen.

Wir raten Ihnen, dass Sie vor allem das Live-Streaming im Auge behalten sollten. Fangen Sie so früh, wie es nur möglich ist, damit an, erste Erfahrungen zu sammeln.

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