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14.08.2020 – 13:22

Universität Kassel

Hilfe für die Digitalisierung des Handwerks

Hilfe für die Digitalisierung des Handwerks
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Hilfe für die Digitalisierung des Handwerks

Handwerkszeug ist heutzutage mehr als Kelle und Schraubenzieher - Wirtschaftswissenschaftler der Uni Kassel haben eine Lehr- und Lernplattform entwickelt, die dem Handwerk bei der Digitalisierung hilft. Dazu gehören auch neue Schulungsformate, beispielsweise für die Anwendung von Augmented Reality im Handwerk.

Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Patrick Spieth entwickelten im Rahmen des Projekts "FachWerk" Zukunftsszenarien und leiteten daraus die Auswirkungen von technologischen Megatrends auf das Handwerk ab. Die Plattform gibt Hilfestellung für die Einführung digitaler Technologien wie Building Information Modeling oder eine digitale Fuhrparkverwaltung in die Betriebe. Zudem stellt sie Schulungsformate für Handwerkerinnen und Handwerker, etwa beim Einsatz von Virtueller oder Ergänzter Realität, und eine selbstentwickelte Messskala zur Kompetenz im Umgang mit digitalen Technologien bereit.

"Digitale Technologien bieten Handwerksunternehmen bereits heute eine Vielzahl von Möglichkeiten in Arbeits-, Produktions- und Geschäftsprozessen. Unser Projekt FachWerk verfolgte das Ziel, Fachkräfte für die Nutzung digitaler Technologien zu qualifizieren und manuelle, erfahrungsbasierte und nicht automatisierbare Tätigkeiten des Handwerks digital zu unterstützen", erläuterte Spieth, der an der Universität Kassel das Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship leitet.

Die Plattform wird Handwerks-Betrieben in Nordhessen über das Berufsförderungswerk des Handwerks zur Verfügung gestellt. "Die Wirtschaft steckt mitten in einer gewaltigen Transformation", so Spieth. "Aber viele Betriebe, insbesondere kleine Betriebe, haben noch Nachholbedarf. Oft sehen sie nicht, welche Chancen ihnen die Digitalisierung bietet. Wir wirken mit FachWerk auch einer digitalen Spaltung im Handwerk entgegen, damit kleinere Betriebe, aber auch ältere oder arbeitslose Handwerker nicht abgehängt werden."

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als 1,3 Mio. Euro gefördert. Beteiligt waren neben dem Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship auch das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel, das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover, das Berufsförderungswerk des Handwerks gGmbH in Korbach, die Firmen Gringel Bau + Plan GmbH in Schwalmstadt sowie Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG in Korbach, die Agentur für Arbeit Korbach und die Handwerkskammer Kassel.

Berufsförderungswerk des Handwerks: www.bfh-korbach.de

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