Universität Kassel

Siegerteams des Wettbewerbs Energiewende präsentieren ihre Projekte

Die Teilnehmer des Wettbewerbs Energiewende stellen ihre Projekte vor. Foto: Nadine Chrubasik.

Siegerteams des Wettbewerbs Energiewende präsentieren ihre Projekte

Drei Teams von Studierenden sind im Rahmen des Wettbewerbs Energiewende für ihre Projekte ausgezeichnet worden. Bei dem von der Universität Kassel und der cdw Stiftung gGmbH gemeinsam veranstalteten Wettbewerb setzten Kasseler Studierende in Teams mit jeweils 10.000 EUR eine Idee zum Thema Energiewende um. Die Teams haben nun auf der Abschlussveranstaltung am 3. November ihre Projekte vorgestellt. Aus jedem der Projekte ist inzwischen mehr geworden als ein Wettbewerbsbeitrag.

"Ziel des Wettbewerbs Energiewende ist es, das Interesse von Studierenden für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu wecken und sie dabei zu unterstützen, eigene innovative Lösungsansätze in die Praxis umzusetzen", sagt Sarah Link, Geschäftsführerin der cdw Stiftung. Welche Lösungsansätze sie für Probleme der Energiewende genau entwickelt haben, zeigten die Teams bei der Abschlussveranstaltung.

Das Projekt "prosumergy" hat ein Mieterstromkonzept für den Vor-Ort-Verbrauch von Solarstrom für Mehrfamilienhäuser realisiert. Das Team um Christopher Neumann, Daniel Netter und Lena Cielejewski hat auf einem Mehrfamilienhaus in Niestetal eine Photovoltaik-Anlage angebracht. Mieterinnen und Mieter einer Immobilie können so den auf dem Dach erzeugten Solarstrom direkt beziehen. Dazu erhalten sie ein regelmäßiges Feedback zu ihrem Verbrauchsverhalten. Aus dem Projekt ist mehr geworden als ein Wettbewerbsbeitrag. Prosumergy hat sich als Start-up etabliert und realisiert Projekte in Nordhessen und bundesweit.

Mit der Projektidee "Rexometer 2.0" hat das Projektteam um Elias Dörre und Nils Gerisch eine Messplatine entwickelt, die auf der Basis bestehender kostengünstiger Mikrocontroller Ströme und Spannungen im Haushaltsbereich erfasst. Die gewonnenen Daten können dabei aufgrund einer entsprechend entwickelten Software in Echtzeit kontinuierlich dargestellt werden und sozusagen Energie "sichtbar machen". Durch diese Transparenz wird es möglich effektiv Energie einzusparen. Der Nutzer erhält nämlich ein direktes Feedback über seinen tatsächlichen Energieverbrauch. Das Projektteam hat dabei ein Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Kommunen initiiert, um beispielsweise die Energieflüsse in Verwaltungsgebäuden transparent zu machen. Mittlerweile hat sich auch dieses Team selbstständig gemacht und eine Unternehmergesellschaft gegründet.

Das Projekt "Cellule Soleil" befindet sich an der Schnittstelle von Architektur, Elektrotechnik und Kunst. Das Team um Line Umbach hat mit Unterstützung von Dr. Timo Carl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Architektur, ein Konzept für die Integration von Solarzellen in textilen Freiformfassadenmodulen entwickelt. Ziel des Projekts ist es, die Öffentlichkeit für aktuelle energetische und architektonische Forschungsfragen zu sensibilisieren. Die Studierenden haben einen funktionsfähigen Prototypen eines passiven, geometrischen adaptiven Verschattungssystems in Leichtbauweise fertiggestellt. Dieses System kann für künstlerische Szenarien eingesetzt werden, etwa indem die Energie zur nächtlichen Beleuchtung genutzt wird. Der Prototyp wurde auf der Museumsnacht 2016 für die Kasseler Öffentlichkeit ausgestellt.

Der Wettbewerb Energiewende war bereits im Wintersemester 2014/15 gestartet worden. Für ihre Ideen erhielten die teilnehmenden interdisziplinären Teams des Wettbewerbs 10.000 EUR Startkapital von der cdw Stiftung. Die Auszeichnung ist mit einer Prämie von 1000 EUR verbunden. Nach einer Phase der Projektentwicklung und regelmäßiger Zwischenberichte ist der Wettbewerb mit den Projektvorstellungen zum Abschluss gekommen.

Die Veranstalter zeigten sich mit den Ergebnissen des Wettbewerbs zufrieden. "Die drei Siegerteams haben alle gezeigt, dass sie mit ihren Projektideen einen praktischen Beitrag zur regionalen Energiewende geleistet haben", sagt Link. Die aktive Begleitung der regionalen Energiewende sei eines der Ziele der cdw Stiftung. Zufrieden waren auch Dipl.-Ing. Nadine Chrubasik und Dr. Jana Winter, Umweltkoordinatorinnen der Universität Kassel: "Die Kooperation mit verschiedenen regionalen Akteuren, wie der cdw Stiftung gGmbH, bietet uns Ansätze, den Wissenstransfer im Bereich Umweltbildung zu verstärken."

Kontakt:

Dr. Jana Winter

Universität Kassel

Tel. +49 561 804-2249

E-Mail: umwelt@uni-kassel.de

Dipl.-Ing. Nadine Chrubasik

Universität Kassel

Tel. +49 561 804-2249

E-Mail: umwelt@uni-kassel.de

Sarah Link

cdw Stiftung gGmbH

Tel. +49 561 766446-20

sarah.link@cdw-stiftung.de

Ihr Kontakt in der Pressestelle: 

Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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