Universität Kassel

Twinnings machen Kommunen beim Klimaschutz erfolgreicher

Twinnings machen Kommunen beim Klimaschutz erfolgreicher

Die besten Berater, wenn es um kommunale Klimaschutzmaßnahmen geht, sind die Kommunen selber. Dies nutzte ein Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Kassel. Strukturgleiche Kommunen, Landkreise und Regionen wurden in sogenannten Twinnings zusammengefasst, um sich gegenseitig zu unterstützen. Das Endergebnis ist ein Leitfaden zur Umsetzung kommunaler Klimaschutzprojekte, der jetzt erschienen ist.

Das Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft hat als Ergebnis des Drittmittelprojektes "RegioTwin - Partnerschaften für den Klimaschutz" unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Heike Wetzel diesen Leitfaden entwickelt. Die Broschüre mit dem Namen "Klimaschutz leicht gemacht - von Erfolgsbeispielen lernen" zeigt einzelne Best-Practice-Beispiele aus den insgesamt 55 teilnehmenden RegioTwin-Regionen auf. Bei zwei Durchgängen des sogenannten Regionen-Twinnigs haben jeweils zehn Paare zusammengearbeitet und als beratende oder umsetzende Region vom jeweils anderen profitiert. Es wurden beispielsweise die Straßenbeleuchtung einer Gemeinde auf LED umgestellt oder die Verwendung von Recyclingpapier in der Verwaltung als Fahrplan beschrieben und umgesetzt. In den sechs Maßnahmen-Twinnigs standen außerdem ganz konkrete Themen im Fokus, wie beispielsweise der Aufbau von E-Carsharing Angeboten im ländlichen Raum oder die Aktivierung von Bürgerengagement im Klimaschutz.

Die Regionen sollen durch den gegenseitigen Austausch Programme für den Klimaschutz vor Ort entwickeln. Das dreijährige Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und entstand im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative.

"Es hat sich gezeigt, dass bezogen auf die Klimaschutzmaßnahmen in den Kommunen nicht alles neu erfunden und entwickelt werden muss. Sicherlich stehen einige Regionen noch völlig am Anfang, andere jedoch haben schon viel erreicht", so Katharina Schenk, Koordinatorin des RegioTwin-Projekts. Es gab bisher zwei Regionen-Twinnings, eine Laufzeit von 2015 bis 2016 und eine von 2016 bis 2017 sowie sechs Maßnahmen-Twinnigs zu unterschiedlichen Themen. Beim jüngsten Regionen-Twinning wurden unter anderem Baunatal und Herford als Twinning zusammen gebracht, während im ersten Durchlauf unter anderem Wolfhagen mit der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra, Baunatal mit Henningsdorf und Bad Hersfeld mit Nidda und Schotten Twinnings bildeten.

Bisher wurde die Twinning-Methode in der Europäischen Union angewendet, um die Beitrittsländer auf die Aufnahme in die Europäische Union vorzubereiten. Nun wurde diese Methode auf Kommunen in Deutschland übertragen, um den Wissenstransfer zu verbessern.

Broschüre und weitere Informationen: http://www.regiotwin.de/fileadmin/redaktion/regiotwin/mediathek/Klimaschutz_leicht_gemacht.pdf

http://www.regiotwin.de/

Kontakt:

Prof. Dr. Heike Wetzel

Universität Kassel

Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft

Tel.: +49 561 804-7750

E-Mail: heike.wetzel@uni-kassel.de

M.Sc. Katharina Schenk

Universität Kassel

Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft

Tel.: 0561 804-7945

E-Mail: k.schenk@uni-kassel.de

Ihr Kontakt in der Pressestelle: 

Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 561 804-1961
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