Quäker-Hilfe Stiftung

Menschenrechtler Peter Steudtner erhält Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung

Peter Steudtner (Bild: Gregor Zielke / PANPHOTOS.ORG)

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Der kürzlich aus der Haft in der Türkei entlassene Peter Steudtner erhält den Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung. "Wir wollen das mutige und langjährige Engagement Steudtners in der Friedens- und Menschenrechtsarbeit würdigen. Sein Einsatz für gewaltfreie Beilegung von Konflikten, für Frieden und Gerechtigkeit ist beispielhaft. Wir ehren jemanden, der für Menschenrechte ebenso Flagge zeigt wie für Presse- und Redefreiheit", sagte die Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, Manuela Kikillus.

Die Quäker-Hilfe Stiftung ruft den Friedenspreis anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hilfsarbeit der Quäker in Deutschland ins Leben. Er soll Personen und Initiativen auszeichnen, die sich in besonderer Weise um ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen auf globaler wie auf lokaler Ebene verdient gemacht haben. Peter Steudtner setzt sich seit Jahren für Gewaltprävention und Friedensförderung und damit für eine humanere und gerechtere Welt ein, in der Menschenrechte vollständig geachtet werden und Krieg, Gewalt und Unterdrückung in jeglicher Form geächtet sind. Er hat sich unter anderem bei "gewaltfrei handeln", der KURVE Wustrow und dem INKOTA-Netzwerk engagiert. Im Sommer folgte er einer Einladung türkischer Menschenrechtsorganisationen zu einem Workshop. Am 5. Juli wurde er in Istanbul verhaftet und saß bis zum 26. Oktober in der Strafvollzugsanstalt Silivri in der Nähe von Istanbul gemeinsam mit neun anderen Menschenrechtsverteidiger*innen unter dem Vorwurf der Terrorunterstützung in Haft.

"Peter Steudtner steht für Zivilcourage und Mut. Er zeigt, wie friedvolles und gewaltfreies Handeln in der Zivilgesellschaft dem bedrohlichen Erstarken autoritären Denkens und Handelns entgegengesetzt werden können", so Kikillus. In einer Zeit, in der Konfrontation und Abschottung immer öfter an die Stelle von Kooperation und Dialog zu treten scheinen, wolle man mit dem Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung ein deutliches Signal für Gerechtigkeit und Versöhnung setzen, sagte Kikillus weiter. Ausgleich und Verständigung auf nationaler und internationaler Ebene seien in einer globalisierten Welt Voraussetzung für dauerhaften Frieden.

Die Quäker wurden in Deutschland vor allem mit ihren Hilfsprogrammen nach den Weltkriegen und für ihre konsequente Haltung bekannt, mit der sie auch den Nazis entgegentraten. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

Die Preisverleihung findet statt am 5. Dezember um 12 Uhr in der Gethsemanekirche in Berlin, die auch Steudtners Heimatgemeinde ist. Im Anschluss findet um 13.30 Uhr ein Pressegespräch mit Peter Steudtner statt. Um Anmeldung wird gebeten unter presse@quaeker-stiftung.de

Die Laudatio hält Wolfgang Thierse.

Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

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