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08.07.2020 – 08:23

rheingold Institut

Neuer Teamgeist trotz lockerer Verbindung

Köln (ots)

Tiefenpsychologische Studie unter Führungskräften zum Homeoffice in Krisenzeiten

Die Anforderungen für Führungskräfte wachsen in der aktuellen Krise rasant und stellen Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen. Gerade die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und eine Ausweitung der Homeoffice-Option verlangt eine neue Form des Teamgeistes. Das ist das Ergebnis einer Studie des rheingold Instituts im Auftrag von HAYS, in der Führungskräfte verschiedener Branchen in tiefenpsychologischen Interviews zu den Auswirkungen der Corona-Krise befragt wurden.

Unabhängig davon, ob Unternehmen und Branchen unter der Corona-Krise leiden oder von ihr sogar profitieren, zeigt sich deutlich, dass die Auswirkungen auf Unternehmen insgesamt weitreichend und nachhaltig sind. Jenseits der aktuellen Krisenbewältigung wurde überall die Digitalisierung forciert und die Homeoffice-Option in kürzester Zeit etabliert. Parallel wurden und werden Arbeits- und Raummodelle überdacht, Prozesse und teils auch Geschäftsmodelle auf den Prüfstein gestellt.

Dabei ist übergreifend eine große Unsicherheit zu spüren, da es nach wie vor enorm viele Unwägbarkeiten gibt, mit denen Unternehmen und Führungskräfte umgehen müssen. Klar werden Probleme und neue Anforderungen an Führung und Mitarbeiter benannt, die vor allem mit dem Homeoffice verbunden sind. Die Führungskräfte empfinden angesichts der Distanz zu vielen ihrer Mitarbeiter einen Kontrollverlust. Der kurze Austausch, fast im Vorbeigehen, die offene Tür für spontane Abstimmungen, das Bauchgefühl für die Mitarbeiter fehlt. Sie müssen ihre Mitarbeiter im Homeoffice eigenständiger arbeiten lassen und zugleich ihre Kommunikation in höherem Maße planen (Termine, ViKos, Mails und Messages). Insgesamt erfordert die Kommunikation mehr Zeit, Aufwand und Fingerspitzengefühl.

Insgesamt wurde eine überwiegend große Zufriedenheit mit der Performance von Teams und Mitarbeitern im Homeoffice artikuliert. Zugleich berichten die Führungskräfte, dass die Mitarbeiter sehr unterschiedlich mit den Belastungen der Corona-Zeit umgehen, was auch mit unterschiedlichen Situationen zu Hause zu tun hat. Sie müssen sich von daher sehr individuell auf ihre Mitarbeiter einlassen, den einen beruhigen und auffangen, den anderen motivieren oder in der Struktur helfen.

Es ist naheliegend, dass all dies noch stärker einen kooperativen Führungsstil erfordert, dass Mitarbeiter in eigenverantwortliches Handeln geführt werden müssen, dass ihnen Selbständigkeit zugetraut und abverlangt werden muss. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass gegenseitiges Vertrauen unabdingbar ist, um in Zukunft in derart lockerer Verbindung zusammen zu arbeiten. Daher wird gerade in Zeiten der Distanz der Wert von Nähe und Zusammenhalt erkannt und herausgestellt.

Unternehmen und Führungskräfte sehen die Notwendigkeit, stärker auf die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen, die auch durch deren jeweiligen privaten Verhältnisse entstehen. Es besteht zumindest die Ambition, mehr individuelle Modelle zuzulassen. Umgekehrt erwarten bzw. wünschen sich Führungskräfte und Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter die neuen Freiräume honorieren und die Notwendigkeit von besonderem Engagement, von Flexibilität und Kreativität anerkennen.

Angesichts der vorherrschenden Unsicherheit in Kombination mit einer gelockerten Verbindung durch Remote-Work gilt es den Zusammenhalt in einer gemeinsamen Unternehmung zu stärken. Den Führungskräften schwebt dabei das Ideal eines starken Kollektivs vor, in dem jeder den anderen in seinen Bedürfnissen wahrnimmt und unterstützt, und dabei die Absicherung und der Erfolg des Ganzen über persönliche Zielsetzungen gestellt wird.

In der rheingold-Studie für die HAYS AG wurden mit 12 Führungskräften aus verschiedenen Branchen tiefenpsychologische Interviews geführt und ausgewertet. Sie wurden zu ihren Einschätzungen und Beobachtungen hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Unternehmen und die Berufswelt befragt. Dabei ging es sowohl um die aktuellen, kurzfristigen Effekte als auch um den Ausblick und die Erwartungen in Bezug auf die zukünftigen Entwicklungen. Die Erkenntnisse der qualitativen Studie wurden von HAYS in einer umfangreichen quantitativen Studie validiert.

Über das rheingold Institut

Das rheingold institut gilt als eines der führenden Institute der qualitativen und quantitativen Marktforschung und spürt mit tiefenpsychologischen Methoden gesellschaftliche Trends auf. Rund 45 feste und 55 freie Mitarbeiter erforschen Märkte, Medien und Kultur. Die rheingold-Expertise in Bezug auf die psychologischen Spielregeln von Märkten und die Erfolgsfaktoren von Marken ist daher eine unverzichtbare Basis für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Digitalstrategie. Mit Dependancen in San Francisco und Shanghai baut das Institut seine Internationalität stetig aus.

Pressekontakt:

Ismene Poulakos
Leiterin Unternehmenskommunikation
rheingold institut GmbH & Co. KG
Tel. 0221/912 777-44
poulakos@rheingold-online.de

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