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04.09.2017 – 09:00

AMEOS Einrichtungen Ratzeburg

"Deutscher Tag der Lunge" am 16. September - Wer hilft, wenn das Atmen zur Qual wird?

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Ratzeburg (ots)

Anmoderationsvorschlag: Morgendliches Husten, das Atmen fällt immer schwerer und bei der kleinsten Anstrengung geht einem die Luft aus - all das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es könnte sich um COPD handeln, also chronisch entzündete und dauerhaft verengte Atmenwege - eine wirklich ernstzunehmende Erkrankung, von der in Deutschland inzwischen etwa jeder Zehnte betroffen ist. Und es werden immer mehr. Ein Grund mehr, sich heute (16.09.) zum "Deutschen Tag der Lunge" mal genauer mit dieser oft unterschätzten Volkskrankheit auseinanderzusetzen. Helke Michael hat sich für uns mal schlau gemacht.

Sprecherin: Häufigste Ursache für COPD hierzulande ist das Rauchen. Umgangssprachlich wird diese chronische Atemwegserkrankung deshalb auch Raucherlunge genannt. Da Betroffene Anzeichen wie morgendlichen Husten oder schnell aus der Puste sein zu gern verharmlosen, wird die Krankheit meist erst dann festgestellt, wenn es richtig schlimm wird.

O-Ton 1 (Eike Hansen, 24 Sek.): "Wenn eine zusätzliche Erkrankung, zum Beispiel eine Erkältung, auftritt, dann kann es dazu kommen, dass die Atemwege massiv verschleimen und dann hat man das Gefühl, jemand schnürt einem quasi den Brustkorb zusammen, man kriegt Panikattacken, das Gefühl zu ersticken. Es kann auch passieren, dass man total müde dabei wird, verwirrt wird und das sind dann Situationen, da muss man einfach ins Krankenhaus."

Sprecherin: Erklärt Eike Hansen, Lungenspezialist und Oberarzt am AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg. Spätestens dann wird es Zeit zu handeln.

O-Ton 2 (Eike Hansen 19 Sek.): "Als allererstes Ex-Raucher werden. Ein absoluter Rauchstopp ist die einzige Maßnahme, die ein weiteres Voranschreiten dieser Erkrankung wirklich aufhalten kann. Und das Zweite ist: Hundebesitzer werden - wegen der täglichen Spaziergänge - oder irgendein anderes Hobby sich suchen, durch die man sich täglich bewegt."

Sprecherin: Ein ziemlich schwerer Weg, den man als Betroffener aber nicht alleine gehen muss. Eine Rehabilitations-Maßnahme kann dabei helfen, die nötige Kraft aufzubringen:

O-Ton 3 (Eike Hansen, 26 Sek.): "Also, körperliche Kraft durch spezielle Atemgymnastik oder ein körperliches Trainingsprogramm - Verbesserung der Ausdauer, der Belastbarkeit -, aber auch psychisch Kraft, also zum Beispiel Unterstützung dabei, ein rauchfreies Leben zu führen. Die COPD kann auch eine extreme Belastung für die Seele sein. Oft ziehen sich Betroffene zurück aus Scham oder weil sie befürchten zu ersticken. An all diesen Punkten setzt die Rehabilitation an, so wie wir sie im AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg durchführen."

Sprecherin: Ein "zu früh" oder "zu spät" für eine Reha gibt es nach Feststellung der Krankheit übrigens nicht. Die Kosten übernimmt in der Regel die Rentenversicherung oder die Krankenkasse.

Abmoderationsvorschlag:

Dass etwa jeder dritte Raucher irgendwann an COPD erkrankt, zeigt, wie sehr diese Krankheit mit dem Rauchen verknüpft ist. Hilfe, diese Angewohntheit aufzugeben, bekommen Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse oder auch in Selbsthilfegruppen. Alle Infos zu COPD und wie eine Reha Ihnen oder einem erkrankten Angehörigen helfen kann, finden Sie auch noch mal im Netz unter www.roepersbergklinik.de beim Fachbereich Pneumologie.

Pressekontakt:

Marion Seigel
AMEOS Einrichtungen Ratzeburg
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 04541-13 31 70
E-Mail marion.seigel@rgrz.de

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