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04.11.2019 – 12:10

Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Flammgeschützte WPC-Profile für Fenster und Fassaden: Fraunhofer WKI gibt Einblick in die Forschung auf der Biocomposites Conference Cologne

Forschende des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, untersuchen im Rahmen des Projekts "Bio-Profile" das Brandverhalten von co-extrudierten Wood-Polymer Composites (WPC). Als Füllstoff für die auf Polyolefin basierenden Profile wurde Weizenstroh, ein agrarischer Reststoff, nach Aufbereitung in geeignete Partikelgrößen verwendet. Die Forschenden wollten herausfinden, wie es um die Dauerhaftigkeit der Flammschutzausrüstung von WPC bestellt ist. Daher prüften die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Brandverhalten der WPC vor und nach künstlicher Bewitterung. Projektleiter Dr. Arne Schirp gibt am 14. November 2019 auf der Biocomposites Conference Cologne einen Einblick in den Forschungsstand.

WPC gelten als normal entflammbar, wenn keine Flammschutzmittel enthalten sind. Das führt dazu, dass sie Anforderungen an den Brandschutz im Bau nicht erfüllen. Schirp und sein Team arbeiten daher daran, die Brandschutzklasse zu verbessern. Im Projekt "Bio-Profile" verfolgen sie den Ansatz, Flammschutzmittel mittels Co-Extrusion in die Außenschicht der Profile einzubringen. Um die Langlebigkeit der Profile mit dieser Behandlungsmethode einzuschätzen, nahmen sie Untersuchungen vor und nach künstlicher Bewitterung vor. Darüber hinaus führten sie mechanische und physikalische Prüfungen mit den flammgeschützten, co-extrudierten Profilen durch. Einen Einblick in den Stand der Forschung gibt Dr. Arne Schirp im Rahmen seines Vortrags "Wie langlebig sind extrudierte Holz-Polymer-Verbund (WPC)-Verkleidungen mit Flammschutzmitteln?" auf der Biocomposites Conference Cologne am 14. November.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Forschungsthemen sind am Stand des Fraunhofer WKI (Booth 2) auf der Biocomposites Conference Cologne erhältlich. Das Projekt "Bio-Profile" wird über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert (Förderkennzeichen 22004817).

Zum Hintergrund

Nachhaltigkeit durch Nutzung nachwachsender Rohstoffe steht seit über 70 Jahren im Fokus des Fraunhofer WKI. Das Institut mit Standorten in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg ist spezialisiert auf Verfahrenstechnik, Naturfaser-Verbundkunststoffe, Holz- und Emissionsschutz, Qualitätssicherung von Holzprodukten, Werkstoff- und Produktprüfungen, Recyclingverfahren sowie den Einsatz von organischen Baustoffen und Holz im Bau. Nahezu alle Verfahren und Werkstoffe, die aus der Forschungstätigkeit hervorgehen, werden industriell genutzt.

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Dipl.-Soz. Anna Lissel 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Holzforschung
Wilhelm-Klauditz-Institut WKI
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