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09.11.2017 – 10:04

CKC Claudia Kressel Communication

Verbraucherschutz: Bei Leasingfinanzierung drohen im Dieselskandal hohe Nachforderungen

Ein Dokument

Pressemitteilung Verbraucherschutz: Bei Leasingfinanzierung drohen im Dieselskandal hohe Nachforderungen Wer ein Auto geleast hat, sollte seinen Leasingvertrag prüfen lassen. Ist er fehlerhaft, kann der Vertrag unter Umständen widerrufen werden. Diese Möglichkeit sollte insbesondere bei Restwertverträgen ins Auge gefasst werden. Hier können Dieselfahrern hohe Nachforderungen drohen.

München, 9. November 2017. "Private Leasingnehmer mit einem Restwertvertrag sind vom Dieselskandal besonders hart getroffen", betont Denis Krebs, Geschäftsführer von Verbraucherhilfe24 (V24), ein bundesweit tätiger Rechtsdienstleister für Verbraucherrechte mit einem Netzwerk von über 60 Fachanwälten. Restwertverträge entpuppen sich im Dieselskandal zur Kostenfalle. Bei der Rückgabe eines manipulierten Diesel-Fahrzeuges kann der Leasinggeber erhebliche Nachforderungen stellen, da der tatsächliche Wert des Autos zwischenzeitlich deutlich von dem kalkulierten Restwert abweichen kann. In einem Restwertvertrag wird vorab der Wert des Autos bei Rückgabe festgelegt. Dieser ist jedoch durch die Manipulationen deutlich gesunken. Das bekommen Leasingnehmer zu spüren. Umso mehr, meint Krebs, weil der Restwert bei Abschluss eines Leasingvertrages häufig sehr hoch kalkuliert wird.

Aus Leasingverträgen aussteigen und Kostenfalle vermeiden

Verbraucher sollten ihre Leasingverträge von Fachanwälten prüfen lassen, um die Chance zu nutzen, ihren Vertrag zu widerrufen und den Schummel-Diesel loszuwerden. Formfehler und nicht gesetzeskonforme Pflichtangaben in den Widerrufsinformationen von Auto-Leasingverträgen berechtigen zum "ewigen" Widerruf. "Unsere Partneranwälte haben eine Reihe von Fehlern in Leasingverträgen entdeckt", sagt der V24-Geschäftsführer. Er weist darauf hin, dass nicht nur fehlerhafte Leasingverträge von Dieselfahrzeugen, sondern auch von Benzinern widerrufen werden können. In jedem Fall ist anwaltliche Hilfe nötig, da es nicht nur einen Standardvertrag gibt, sondern eine Vielzahl von Verträgen mit sehr unterschiedlichen Formulierungen. Darüber hinaus tun sich Laien mit der Berechnung ihrer Ansprüche schwer.

Widerruf ohne Kosten- und Prozessrisiko möglich

Bereits rund 4.000 Autobesitzer haben die Verbraucherhilfe24 seit August dieses Jahres beauftragt, im Diesel-Skandal ihre Rechte zu prüfen und durchzusetzen. V24 vermittelt Fachanwälte, die eine rechtliche Ersteinschätzung abgeben. Dafür entstehen dem Verbraucher keine Kosten, diese übernimmt Verbraucherhilfe24. Bei einer erfolgreichen Klage geht ein Teil des Erlöses an V24. Wenn der Rechtsstreit dagegen nicht zu Gunsten des Verbrauchers ausgehen sollte, trägt V24 das volle Kosten- und Prozessrisiko.

Was passiert beim Widerruf

Beim erfolgreichen Widerruf gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug an den Autohändler zurück. Im Gegenzug erhält der Verbraucher sämtliche Leasing-Raten zurück. Die Zahlung künftiger Raten wird gestoppt. Dem Leasinggeber steht ein Ausgleich für den Wertverlust des Fahrzeuges und die gefahrenen Kilometer zu. Allerdings gilt das nur für Leasingverträge, die nach dem 11. Juni 2010 und vor dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurden. Bei Leasingverträgen, die ab dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurden, muss unter Umständen nicht einmal ein Wertersatz für die gefahrenen Kilometer bezahlt werden. Das Auto wurde also nahezu kostenlos genutzt. Dieser Vorteil geht auf eine Neuregelung des Widerrufsrechts bei Verbraucherverträgen zurück, die am 13. Juni 2014 in Kraft getreten ist. "Aber selbst wenn ein Wertersatz zu zahlen ist, fällt dieser meist deutlich geringer aus als der zwischenzeitlich eingetretene Wertverlust des Autos. Ein Widerruf kann sich wirtschaftlich betrachtet auch dann rechnen", meint Denis Krebs.

- Ende -

Hintergrund-Informationen:

Von einem ewigen Widerrufsrecht spricht man, wenn ein Leasingvertrag Fehler beinhaltet, die die übliche Widerrufsfrist von 14 Tagen aushebeln. Wenn dieses der Fall ist, kann der Widerruf auch Jahre nach Abschluss des Leasingvertrages erklärt werden. Übrigens auch dann, wenn der Leasingnehmer das Fahrzeug nicht mehr nutzt.

Der Gesetzgeber unterscheidet beim Widerruf eines Leasingvertrages zwischen privaten und gewerblichen Nutzern. Widerrufen kann derjenige, der sein geleastes Auto überwiegend privat nutzt. Kann ein Gewerbetreibender nachweisen, dass er sein Fahrzeug überwiegend privat nutzt, kann auch er einen Leasingvertrag widerrufen. Ausnahme: Existenzgründer können unabhängig von der Nutzung des Fahrzeuges von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen, allerdings nur bis zu einer Summe von 75.000 Euro.

Der Zeitraum des Vertragsabschlusses entscheidet über die Nachzahlungen. Bei Verträgen, die nach dem 11. Juni 2010 und vor dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurden, kann das Auto gegen Zahlung eines Nutzungswertersatzes für den Gebrauch des Kfz zurückgegeben werden. Dieser Wert ist abhängig von den gefahrenen Kilometern. Je weniger Kilometer gefahren wurden, desto niedriger ist dieser Wert. Zusätzlich wird ein Betrag für die Verschlechterung des Kfz ermittelt, den der Leasingnehmer dem Leasinggeber schuldet (Wertersatz). Doch bei rechtlichen Fehlern hat der Leasinggeber keinen Anspruch auf die Zahlung eines Wertersatzes. Bei fehlerhaften Verträgen, die nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurden, entfällt nicht nur die Zahlung eines Wertersatzes, sondern unter Umständen auch der Nutzungswertersatz. Hierzu gibt es jedoch noch keine Rechtsprechung. Von dem am Berliner Landgericht anhängigen Verfahren wird dazu Anfang Dezember eine Klärung erwartet.

Über Verbraucherhilfe24

Die Marke "Verbraucherhilfe24" wurde im Jahr 2014 eingeführt und ist seitdem als Anlaufstelle für geschädigte Verbraucher tätig. V24 verfügt über die Erfahrung aus über 75.000 bearbeiteten Fällen. Es werden für Verbraucher kostenfrei Renten-, Kranken- und Lebensversicherungs- sowie Darlehnsverträge, Fonds- und Kapitalanlagen sowie Versorgungszusagen in der betrieblichen Altersversorgung überprüft, Fluggastrechte eingefordert und Rechte der Verkehrsteilnehmer bei Verkehrsdelikten überprüft. Diese Themenvielfalt bietet deutschlandweit nur V24 an. Verbraucherhilfe24 arbeitet bundesweit mit 60 Fachanwälten zusammen. Verbraucherhilfe24 ist als Rechtsdienstleister beim Amtsgericht München unter 371 E - M 1779 nach § 10 Absatz 1 Rechtsdienstleistungsgesetz registriert. V24 beschäftigt 30 Mitarbeiter.

Zahlen zur Verbraucherhilfe24

45.000 Verträge zum Thema "Widerruf von Darlehensverträgen" bearbeitet

15.000 Verträge zum Thema "Bearbeitungsgebühren" abgewickelt

15.000 Verträge zum Thema "Rückabwicklung von Lebensversicherungen" in Bearbeitung

4.000 Mandate im Diesel-Skandal

Kooperation mit 60 Partneranwälten

Ihr Ansprechpartner ist:
Claudia Kressel, CKC CLAUDIA KRESSEL COMMUNICATION
Tel.: 040 - 64 53 83 12
E-Mail: info@kressel-communication.de 

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