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15.11.2018 – 13:31

Medizinische Versorgungszentren Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen

Pressemitteilung // Schmerz lass nach! - Aktueller Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung - Rückenexperte Dr. Reinhard Schneiderhan über Alternativen zur Medikation von Rückenschmerzpatienten

Bei chronischen Rückenschmerzen werden in vielen Fällen immer noch Opioide verschrieben, obwohl Studien darin kaum bis keinen Nutzen sehen. Dr. Reinhard Schneiderhan erklärt, welche Alternativen es für Menschen mit chronischen starken Rückenschmerzen gibt.

Wie der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung zeigt, nehmen 21,2 Prozent der 18- bis 59-jährigen Frauen mindestens einmal wöchentliche Schmerzmittel. Bei Männern sind es immerhin 14,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es noch 12,5 Prozent der Frauen und 9,0 Prozent der Männer. Zu den Schmerzmitteln zählen unter anderem Opioide, die auch bei nichttumorbedingten Schmerzen (CNTS), wie etwa Rückenschmerzen, verordnet werden. Als problematisch beschreiben die Autoren, dass es zwar eine Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei CNTS gibt, Verschreibungen aber nicht immer analog zu diesen Leitlinien erfolgen.

Opioide bei chronischen Rückenschmerzen selten sinnvoll

"Der Einsatz von Opioiden bei chronischen Lumbalschmerzen ist immer noch verbreitet", sagt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Schmerzmediziner aus München und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. Dabei ist längst bekannt, dass Opioide bei vielen Schmerzformen nicht wirken. "Insbesondere bei chronischen Rückenschmerzen haben Opioide nur eine sehr begrenzte Wirkung. Studien der Deutschen Schmerzliga zeigen, dass die Medikamente bei etwa der Hälfte der Rückenschmerzpatienten nicht Therapie der ersten Wahl sein sollten", so Dr. Schneiderhan weiter."

Sanfte und wirksame Alternativen

"Das sind gute Gründe, um in der Langzeittherapie von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen Alternativen zur reinen Medikation einzusetzen", so Dr. Schneiderhan. Der Schmerzmediziner empfiehlt bei unspezifischen Rückenschmerzen eine multimodale Therapie. Dabei werden physiotherapeutische Maßnahmen mit sanfter, bei Erfolg langsam absetzbarer Medikation und bei Bedarf mit psychotherapeutischer Intervention kombiniert. "Rückenschmerzen sind komplexe Erkrankungen, eine Therapie sollte immer die identifizierte Ursache des Schmerzes behandeln, nicht nur den Schmerz selbst", so Dr. Schneiderhan.

Schmerzschrittmacher gegen chronische Rückenschmerzen

Jedoch nicht alle Patienten profitieren vom multimodalen Ansatz. "Sind die Nerven etwa durch eine Stenose oder vorhergegangene Operationen stark angegriffen, können sie sich nicht mehr regenerieren. Der Schmerz wird chronisch", erklärt Dr. Schneiderhan. Als Alternative empfiehlt der Schmerzmediziner bei sogenannten neuropathischen Schmerzen den hochfrequenten Schmerzschrittmacher: "Mit der Spinal Cord Stimulation, kurz SCS, steht für starke, chronische Rückenschmerzen eine sehr wirksame Behandlung zur Verfügung. Diese minimalinvasive Methode kann den chronischen Schmerz nachweislich von 50 bis 90 Prozent reduzieren und damit die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern."

Die klassische Methode der Rückenmarksstimulation wird bereits seit etwa drei Jahrzehnten in der klinischen Praxis eingesetzt. Sie verwendet Stimulationsfrequenzen von 50 bis 100 Hertz. Die weiterentwickelte Methode, der hochfrequente Schmerzschrittmacher, arbeitet mit 10.000 Hertz. Das entspricht 10.000 Impulsen pro Minute. "Die hochfrequente SCS ist für den Patienten nicht spürbar", erläutert Dr. Schneiderhan " Es gibt keine unangenehmen Empfindungen und kein Kribbeln wie es bei der älteren Methode der Fall war."

Beschwerden wirksam ausschalten

"Bei der minimal-invasiven elektrischen Rückenmarksstimulation werden über eine Hohlnadel zwei Elektroden in die Nähe des Rückenmarks geführt und der Schmerzschrittmacher in einer Hauttasche implantiert", erklärt der Schmerzmediziner. Der Schmerzschrittmacher erzeugt elektrische Impulse, die über die Elektroden an das Rückenmark weitergeleitet werden. Sie sorgen dafür, dass chronische Schmerzen überdeckt und abgeschwächt werden. Beschwerden lassen sich dadurch wirksam ausschalten. Je nach individuellem Bedarf können Patienten mithilfe einer Fernbedienung die Stärke der elektrischen Impulse selbst verstärken oder abschwächen. "Durch den Schmerzschrittmacher werden chronische Rückenschmerzpatienten schnell und dauerhaft wieder mobil - und das in der Regel ohne jegliche begleitende Medikation ", sagt Dr. Schneiderhan.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

Über die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen:

1993 ließ sich Dr. Reinhard Schneiderhan als Orthopäde nieder. Seit 1996 ist die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Wirbelsäulenschmerzmedizin auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. In den drei medizinischen Versorgungszentren am Standort München/Taufkirchen arbeiten insgesamt 14 Ärzte aus den Fachbereichen Orthopädie und Schmerztherapie, Neurochirurgie, Neurologie, Diagnostische Radiologie, Allgemeinmedizin sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin fachübergreifend in einem Team zusammen. Für den Patienten wird ein individuell passendes Konzept für die bestmögliche Behandlung entwickelt nach dem Grundsatz: "So viel wie nötig, so wenig und schonend wie möglich." Bei vielen minimalinvasiven Behandlungen ist die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen Vorreiter in Europa und zählen mit über 40.000 durchgeführten minimalinvasiven Eingriffen an der Wirbelsäule mit zu den erfahrensten Spezialisten in Europa.

MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen, Verena Lenz, Eschenstr. 2, 82024
München/Taufkirchen
lenz@orthopaede.com, Tel: 089 / 614510-53, Fax: 089 / 614510-12
www.orthopaede.com  
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Dokument: 20181115_PM_Dr Schneiderhan_Drogen-Suchtbericht_Schmerz_lass_nach.doc 

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