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04.07.2018 – 15:21

Medizinische Versorgungszentren Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen

Statement Dr. Reinhard Schneiderhan // Prinzessin Eugenie geht mit Skoliose-Erkrankung an die Öffentlichkeit

Anfang dieser Woche hat Prinzessin Eugenie auf Instagram erstmals ein Röntgenbild ihrer Skoliose-Erkrankung veröffentlicht. Bei der Enkelin der Queen wurde bereits im Alter von zwölf Jahren eine Verkrümmung der Wirbelsäule diagnostiziert. Im Jahr 2002 wurde die heute 28-Jährige operiert. In dem veröffentlichten Röntgenbild sind deutlich die Titanstäbe und Schrauben zu erkennen, mit denen die Ärzte ihre Wirbelsäule stabilisiert haben. Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga, erklärt, was eine Skoliose ist und wie sie alternativ behandelt werden kann.

"Von einer Skoliose spricht man, wenn die Wirbelsäule dreidimensional verbogen und verdreht ist. In der Regel tritt sie im Wachstumsalter auf, so wie bei Prinzessin Eugenie. Eine Skoliose ist nicht nur kosmetisch störend, je nach Ausprägung kann sie zu starken Rückenschmerzen führen und sogar die Lungenfunktion beeinträchtigen.

Wächst die Wirbelsäule noch, kann sich die Verbiegung innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlimmern. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Skoliose frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln. Leichte Skoliosen können rein durch Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur auch ohne Korsettbehandlung erfolgreich behandelt werden. Bei einer ausgeprägten Verkrümmung mit Funktionsstörungen während der Wachstumsphase ist ein wesentliches Ziel, durch spezifische Krankengymnastik und ggf. zusätzliche Korsettbehandlung eine Zunahme der Fehlstellung der Wirbelsäule zu verhindern. Das ausschließliche Tragen eines Stützkorsetts reicht oft nicht aus.

Als erfolgreich hat sich die dreidimensionalen Skoliose-Behandlung nach Lehnert-Schroth erwiesen. Hier wird der Rumpf in drei übereinanderstehende Blöcke eingeteilt: Beckengürtel, Rippenkorb und Schultergürtel. Bei einer Skoliose verschieben sich diese Blöcke. Das Ziel der Lehnert-Schroth-Therapie ist es, diese drei Blöcke wieder senkrecht übereinander auszurichten, um so den Körper in ein normales Gleichgewicht zu bringen. Dafür wird die Wirbelsäule aktiv gestreckt, schwache Muskulatur gekräftigt und verkürzte Muskeln gedehnt. Mit Hilfe einer speziellen Atemtechnik werden die Wirbelkörper wieder zurück rotiert.

Die Lehnert-Schroth-Therapie ist auch für Patienten nach einem Stabilisierungseingriff sehr hilfreich, behalten diese nach der Operation oft die alten Haltungs- und Bewegungsmuster einer Skoliose bei. Mit den spezifischen Übungen können Patienten lernen, ihre Haltung zu korrigieren und sich vor neuen Beschwerden zu schützen. Grundsätzlich ist eine kontinuierliche konservative Therapie für den nachhaltigen Behandlungserfolg unerlässlich."

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

Über die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen: Seit 1996 ist die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Wirbelsäulenschmerzmedizin auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. In den drei medizinischen Versorgungszentren am Standort München/Taufkirchen arbeiten insgesamt 14 Ärzte aus den Fachbereichen Orthopädie und Schmerztherapie, Neurochirurgie, Neurologie, Diagnostische Radiologie, Allgemeinmedizin, Psychologie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin fachübergreifend in einem Team zusammen. Für den Patient wird ein individuell passendes Konzept für die bestmögliche Behandlung entwickelt nach dem Grundsatz: "So viel wie nötig, so wenig und schonend wie möglich." Bei vielen minimalinvasiven Behandlungen ist die MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen Vorreiter in Europa und zählen mit über 40.000 durchgeführten minimalinvasiven Eingriffen an der Wirbelsäule mit zu den erfahrensten Spezialisten in Europa.

MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen, Anja Schnurrer-Koutny, 
Eschenstr.
2, 82024 München/Taufkirchen
schnurrer@orthopaede.com, Tel: 089 / 614510-46, Fax: 089 / 614510-12
www.orthopaede.com  
Weiteres Material zum Download

Dokument: 
20180704_Statement_Prinzessin_Eugenie_Skoliose_Dr_Schneiderhan_final.docx