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Prix Europa 2021: Drei Deutschlandradio-Produktionen nominiert

Drei Deutschlandradio-Produktionen für den Prix Europa 2021 nominiert

Zwei Feature-Sendungen und ein Klangkunst-Werk gehen ins Rennen um die internationale Auszeichnung

Presseinformation, 2. September 2021

Insgesamt 684 internationale Medienarbeiten wurden in neun Kategorien für den Prix Europa 2021 eingereicht. Drei Deutschlandradio-Produktionen gehören zu den Nominierten, die in die Endrunde für den Preis gewählt wurden.

„Der letzte Tag – Das Attentat von Hanau“

Das Feature „Der letzte Tag – Das Attentat von Hanau“ ist in der Kategorie „Radio Documentary“ nominiert. In dem Feature rekonstruiert Autor Sebastian Friedrich mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer den 19. Februar 2020, den Tag des Anschlags. „Der letzte Tag“ ist eine Produktion von Deutschlandfunk Kultur, WDR und NDR, Redaktion hatte Katrin Moll.

In dem knapp 60-minütigen Radiostück haben sich einige Überlebende und Angehörige zum ersten Mal öffentlich geäußert. „Der letzte Tag“ ist eine dokumentarische Tiefenbohrung, die jenseits der Schlagzeilen über den Anschlag und den Täter ein gesellschaftliches Panorama eröffnet. Für diese Arbeit ist Autor Sebastian Friedrich bereits mit dem Katholischen Medienpreis 2021 ausgezeichnet worden.

Das Audio der Sendung und weitere Informationen finden Sie hier.

Klangkunst-Sendung „de-symphonic"

Nominiert in der Kategorie „Radio Music“ wurde die Klangkunst-Sendung „de-symphonic“, die sich zu Beethovens 250. Geburtstag mit dessen „Pastorale“ auseinandergesetzt hat. Beethovens Werk entstand kurz vor Beginn der Industrialisierung. In der Folge erlebte das Verhältnis des Menschen zur Natur einen radikalen Umbruch. Radiokünstler Werner Cee dreht in „de-symphonic“ die Perspektive um. Er mikrofonierte die Orchestermaschinerie des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin wie ein Stück Natur: Mit mehr als 50 Mikrofonen wurden Hunderte von Takes aufgenommen. In seiner Arbeit verschieben sich die Perspektiven, es entfaltet sich eine Klanglandschaft zwischen romantischen Orchesterklängen, Field Recordings und Musique Concrète. Als Kontrapunkt erklingen Texte der Lyrikerin Marion Poschmann. Die Radio-Sendung ist eine Produktion von Deutschlandfunk Kultur, BTHVN2020, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der Hans-Flesch-Gesellschaft 2020.

Im Landschaftspark Duisburg-Nord konnten mehrere tausend Besucher*innen „de-symphonic“ auch als Klanginstallation erleben. Beethovens Musik stand hier im Kontrast zu den verfallenden Anlagen eines ehemaligen Hochofengeländes.

Das Audio der Sendung sowie weitere Informationen finden Sie hier.

„Der verlorene Frieden" – Deutschlands Einsatz in Afghanistan“

Eine weitere Produktion in der engeren Auswahl für die Kategorie „Radio Current Affairs“ ist die Feature-Serie „Der verlorene Frieden – Deutschlands Einsatz in Afghanistan“ von Marc Thörner. Der Autor blickt in dieser sechsteiligen Reihe, die im Februar 2021 gesendet wurde, auf den fast zwei Jahrzehnte währenden Bundeswehreinsatz von historischer Dimension – noch vor den jüngsten Ereignissen. Die Serie, für die Marc Thörner mit Afghanen und Deutschen, Entscheidungsträgern und Zeitzeugen gesprochen hat, zeichnet den Weg des Bundeswehreinsatzes von der vermeintlichen Entwicklungshilfemission zum Kriegseinsatz nach und nimmt die aktuellen politischen Ereignisse vorweg. In der eingereichten Folge „Aufstandsbekämpfung“ beschreibt Thörner wie die militärische Logik zunehmend die zivile Logik überlagerte und ein Bombenabwurf unter deutscher Führung 2009 die bis dahin höchste Opferzahl in der afghanischen Zivilbevölkerung forderte.

Das Audio des Features und weitere Informationen finden Sie hier.

Marc Thörner ist in der Kategorie „Current Affairs“ noch mit einer weiteren Produktion im Rennen, die der SWR mit dem Deutschlandfunk koproduziert hat: Im Feature „Geheimwaffe Nation Branding – Wenn sich Staaten stylen“ beschreibt er, mit welchen Methoden Staaten und Regierungen versuchen, ihr Image aufzupolieren.

Der Prix Europa

Der trimediale Prix Europa wird von zahlreichen europäischen Medienhäusern und anderen Partnern getragen und seit 1987 an herausragende Medienproduktionen in den Bereichen TV, Radio und Online vergeben. Die Gewinner des Prix Europa 2021 werden am 15. Oktober 2021 in Potsdam ausgezeichnet.

Pressekontakt: Xenia Sircar, xenia.sircar@deutschlandradio.de, Tel. 030 8503 6164

PM U26/21/six

Christian Sülz (Pressesprecher)
Raderberggürtel 40, 50968 Köln
T +49 221 345-2161
 
Tobias Franke-Polz (Redakteur Presse)
Xenia Sircar (Redakteurin Presse)
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