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06.11.2019 – 10:09

Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)

Presseeinladung: Die Wärmewende aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Ein Dokument

Presseeinladung

Ist die Wärmewende aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ökologisch zielführend, sozial gerecht und wirtschaftlich nachhaltig?

Diskussionsforum der Betriebsräteplattform im Kopernikus-Projekt ENavi

Deutschland gehört zu den Unterzeichnern des Pariser Klima­schutz­abkommens. Das zentrale Ziel, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren, soll auch bei der Wärme- und Kältebereitstellung in Haushalten und Unternehmen erreicht werden. Gebäude verursachen in Deutschland knapp ein Drittel der Treibhausgasemissionen. Der konsequentere Einsatz von Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen, Wärmespeichern oder Sonnenkollektoren, staatliche Förderung oder Auflagen bei Häuserbau und -sanierung sowie der Einsatz erneuerbarer Energien in Unternehmen sollen dazu beitragen, die Emissionen im Gebäudebereich bis 2030 um 40 Prozent zu verringern.

Die Verringerung der Treibhausgase kann bei richtiger Gestaltung langfristig auch Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nützen. Der Wandel im Wärmesektor sollte in sozial gerechter Form zusammen mit Beschäftigten, Arbeitnehmer­vertrete­rinnen und Arbeitnehmer­ver­tre­tern gestaltet werden. Die Kopernikus-Projekte erarbeiten praxiserprobte Lösungen für Politik und Wirtschaft, damit die Energiewende gelingt. Die Betriebsräteplattform im Kopernikus-Forschungs­verbund widmet sich insbesondere den Auswirkungen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und den neuen Anforderungen an sie.

Das Internationale Institut für Nachhaltiges Energiemanagement, Politik, Risiko und Soziale Inno­vationen (INEP Institut Oldenburg), das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und die Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) laden Sie gemeinsam ein mit Experten die Handlungs- und Spannungsfelder einer sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Wärmewende zu diskutieren. Im Fokus stehen die Fragen:

- Wie ist der bisher erreichte Stand zur Wärmewende aus ökologischer, sozialer 
  und wirtschaftlicher Sicht zu bewerten? 
- Welche Maßnahmen und Technologien sind voranzutreiben, mit Blick auf die 
  Wärmegewinnung sowie den Einsatz und das Management von Wärme in Gebäuden? 
- Welche Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigte sind zu erwarten?
- Welche staatlichen Instrumente sind geplant oder erforderlich?  

Datum: 18. November 2019, 11 bis 17 Uhr

Veranstaltungsort: ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator, Neue Promenade 6, 10178 Berlin

Agenda

10.30 Uhr

Eintreffen bei Kaffee und Tee

11.00 Uhr

Begrüßung / Einführung in den Tag,

Iris Tuttlies, Geschäftsführerin INEP Institut Oldenburg

Dr. Kajsa Borgnäs, Geschäftsführerin der Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)

11.15 Uhr

Das Kopernikus-Projekt ENavi: Transdisziplinärer Diskurs für eine humane Ausgestaltung der Wärmewende - Maßnahmengestaltung für die Wärmewende: Der Policy Package-Ansatz

Prof. Dr. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e.V. (IASS), Projektsprecher ENavi

11.45 Uhr

Besondere Herausforderungen der Energiewende im Wärmesektor

Prof. Dr.-Ing. Kai Hufendiek, Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart

12.30 Uhr Mittagspause / kleiner Imbiss

13.00 Uhr

Staatliche Instrumente und Maßnahmen für die Wärmewende

Dr. Matthias Miersch, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit; Energie; Ernährung und Landwirtschaft sowie Tourismus

13.30 Uhr

Praxiserfahrungen aus den Betrieben: Wärmewende als wirtschaftliche Chance und arbeitspolitische Herausforderung? Einführende Kurzbeiträge und Podiumsdiskussion

Perspektiven konventioneller Wärmeerzeugung

Peter Marrek, Konzernbetriebsratsvorsitzender swb AG Bremen

Wärmeversorgung in Hamburg

Christian Wystub, Betriebsratsvorsitzender Vattenfall Wärme Hamburg GmbH

Perspektiven der chemischen Industrie und Hersteller von Dämmstoffmaterialien

Jens Barnhusen, Betriebsratsvorsitzender Gemeinschaftsbetrieb Goldschmidtstraße, Evonik Industries AG

14.30 Uhr

Auswirkungen einer Wärmewende auf die Situation kommunaler Unternehmen

Fabian Schmitz-Grethlein, Bereichsleiter Energiesystem und Energieerzeugung, Verband kommunaler Unternehmen e.V.

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30

Soziale und beschäftigungspolitische Folgewirkungen der Wärmewende

Podiumsdiskussion

Dr. Kajsa Borgnäs, Geschäftsführerin der Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)

Prof. Dr. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e.V. (IASS), Projektsprecher ENavi

Fabian Schmitz-Grethlein, Bereichsleiter Energiesystem und Energieerzeugung, Verband kommunaler Unternehmen e.V.

Harm-Berend Wiegmann, Referatsleiter Ver- und Entsorgungspolitik, ver.di Bundesverwaltung

16.15 Uhr

Offene Diskussion mit Beteiligung des Publikums

16.45 Uhr

Zusammenfassung und Verabschiedung, Lothar Kamp, INEP Institut Oldenburg

Moderation: Lothar Kamp, INEP Institut Oldenburg

Über das Kopernikus-Projekt Energiewende-Navigationssystem | ENavi

Das Energiewende-Navigationssystem, kurz ENavi, betrachtet die Transformation des Energiesystems als einen gesamtgesellschaftlichen Prozess und verknüpft wissenschaftliche Analysen mit politisch-gesellschaftlichen Anforderungen. Zu den 58 Verbundpartnern gehören 23 Forschungseinrichtungen, 18 Universitätsinstitute, drei Nichtregierungsorganisationen, neun Wirtschaftsunternehmen, drei Stadtwerke und zwei Gebietskörperschaften. Über 20 Kompetenzpartner bringen zusätzlich ihre Praxiserfahrungen ein. ENavi wird als eines der vier Kopernikus-Projekte zur Erforschung der Energiewende vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Mehr Informationen: www.kopernikus-projekte.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Christina Camier
Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung/
Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)
Tel. +49 (0)331 288 22-477
E-Mail: christina.camier@iass-potsdam.de