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12.09.2019 – 11:34

Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)

Appell an neue Landesregierung Brandenburgs: Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärken

Pressemitteilung

Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg

Appell an Landesregierung: Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärken - und bei Staatskanzlei konzentrieren

Mit einer Forderungsliste hat sich die Steuerungsgruppe für die Plattform "Nachhaltige Entwicklung in Brandenburg" in ihrer jüngsten Sitzung an die Verhandlungsführerinnen und -führer gewandt, die derzeit die neue Landesregierung bilden. Eine klare Prioritätensetzung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit fordert die Steuerungsgruppe und eine institutionelle Fortführung der Plattform auch in der nächsten Legislaturperiode.

In der Plattform sind Initiativen, Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und kommunale Einrichtungen vertreten, die sich aktiv für nachhaltige Projekte und Vorhaben im Land einsetzen. Die Plattform wird vom Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) betreut und moderiert. Der für die Plattform zuständige wissenschaftliche Direktor Professor Ortwin Renn: "Die Plattform bildet eine Brücke zwischen Landesregierung, Kommunen und gesellschaftlichen Initiativen. Sie ist damit ein wichtiger Weichensteller, um die notwendigen Veränderungen in Brandenburg vor Ort umzusetzen."

Im Wortlaut stellt die Steuerungsgruppe der Plattform nach einstimmigem Beschluss folgende Forderungen an die neue Landesregierung:

1. Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit sollte bei der Staatskanzlei 
   angesiedelt sein, um damit die landespolitische Bedeutung und den 
   Querschnittscharakter des Themas zu unterstreichen. Dies impliziert, dass 
   auch die Plattform Nachhaltigkeit in der Staatskanzlei organisatorisch 
   verankert werden soll.
2. Damit verbunden ist der Vorschlag, an jedem Ministerium eine oder einen 
   Nachhaltigkeitsbeauftragte(n) zu benennen. Diese Person soll mit der Aufgabe 
   betraut werden, die Fragen der Nachhaltigkeit sektoren- und 
   ressortübergreifend zu bearbeiten und einen integrativen Ansatz bei Umsetzung
   der Nachhaltigkeit sicher zu stellen.
3. Die von der bisherigen Landesregierung ins Leben gerufene 
   Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg hat sich nach Aussagen aller 
   Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr bewährt. Sie sollte unbedingt 
   weitergeführt und bis zum Ende der neuen Legislaturperiode verlängert werden.
   Damit die Plattform ihre wichtige Koordinierungs- und Vernetzungsaufgabe 
   erfüllen kann, sind entsprechende Kapazitäten sicherzustellen. Das IASS in 
   Potsdam ist weiterhin bereit, die Plattform zu betreuen und wissenschaftlich 
   wie organisatorisch zu unterstützen.
4. Die neue Landesregierung sollte der Nachhaltigkeit und dem Klimaschutz den 
   gebührenden Stellenwert entgegen bringen, indem das Ziel einer klimaneutralen
   Landesverwaltung als Leitbild für die kommenden Jahre verankert wird. Dazu 
   gehören ein auf Nachhaltigkeit orientiertes Beschaffungswesen sowie 
   ökologisch verträgliche Praktiken, etwa bei Energieversorgung oder 
   Gebäudebewirtschaftung.

Mit der Plattform erhalten die vielen Initiativen und Verbände in Brandenburg Unterstützung, die sich bereits für eine Stärkung der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes ausgesprochen haben. Über die Plattform wird die Landesregierung in allen Bestrebungen gefördert, das Land in eine nachhaltige und klimagerechte Zukunft zu führen.

- Dieser Artikel im Web: "Appell an neue Landesregierung: Klimaschutz und 
  Nachhaltigkeit stärken"
- Mehr zur Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

Sabine Letz

Presse & Kommunikation

Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)

Tel. +49 (0)331 288 22-479

E-Mail: sabine.letz@iass-potsdam.de

Das IASS forscht mit dem Ziel, Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigen
Gesellschaft aufzuzeigen, zu befördern und zu gestalten, in Deutschland wie
global. Der Forschungsansatz des Instituts ist transdisziplinär, transformativ
und ko-kreativ: Die Entwicklung des Problemverständnisses und der
Lösungsoptionen erfolgen in Kooperationen zwischen den Wissenschaften, der
Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein starkes nationales und
internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale
Forschungsthemen sind u.a. die Energiewende, aufkommende Technologien,
Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation
sowie Kulturen der Transformation. Gefördert wird das Institut von den
Forschungsministerien des Bundes und des Landes Brandenburg.