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Universität zu Köln

Save the Date: Veranstaltung zu Entwicklungsperspektiven im ländlichen Afrika

Virtueller runder Tisch zur Rolle von Zukunftswünschen und -plänen der Menschen in ländlichen Regionen Afrikas am 26. August / Diskussionsgrundlage ist eine Sonderausgabe der Zeitschrift „European Journal of Development Research“ zum Thema

In einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift „European Journal of Development Research“ stellt der Sonderforschungsbereich „Future Rural Africa“ der Universitäten Bonn und Köln gemeinsam mit weiteren Forschungsinstituten die Ergebnisse unterschiedlicher Feldstudien in ländlichen Regionen Afrikas vor. Im Fokus steht die Frage, wie Menschen vor Ort jenseits staatlicher oder gesellschaftlicher Entwicklungsprogramme über ihre Zukunft nachdenken, welche Pläne und Wünsche (aspirations) sie verfolgen. Dieser Aspekt, der bisher in der Forschung kaum berücksichtigt wurde, wird als entscheidend für die zukünftige Entwicklung vieler Regionen angesehen. Die Sonderausgabe berichtet über Ergebnisse aus Forschungsprojekten des SFB/Transregio 228 „Future Rural Africa“, des International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT/ CGIAR) in Nairobi und des Center for International Forestry Research (CIFOR - ICRAF) in Nairobi. Die Ergebnisse werden zusätzlich bei einem öffentlichen virtuellen runden Tisch Ende August diskutiert.

Termin:

Donnerstag, 26. August 2021, 15 bis 16.30 Uhr (CET)

„Virtual roundtable discussion: Rural aspirations in Africa – livelihood decisions and rural development trajectories“

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Registrierungslink: https://www.cifor-icraf.org/event/rural-aspirations/

Politische Maßnahmen mit dem Ziel, den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung in sogenannten Entwicklungsländern zu erhöhen, beinhalten oft landwirtschaftliche Interventionen. Derartige Initiativen haben vielerorts tatsächlich zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensbedingungen geführt. Doch entscheidender für das Verhalten ländlicher Haushalte und Gemeinschaften sind die Pläne und Wünsche der Menschen selbst. Entwicklungsagenden, die von oben herab Wandel bewirken wollen, können scheitern, wenn sie diesen Aspekt nicht hinreichend berücksichtigen.

Die Sonderausgabe des „European Journal of Development Research“ konzertiert sich neben der Frage der individuellen Zukunftsbestrebungen (aspirations) auf die Politiken groß angelegter Entwicklungsprojekte. Dabei nehmen die Autor:innen auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen sowie regionale Differenzen in den Blick und führen die beiden Forschungslinien zusammen.

Wie passen individuelle Bestrebungen mit breit angelegten staatlichen Versuchen zusammen, die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern? Wo begegnen sie sich und wo gehen sie aneinander vorbei? Bei der Beantwortung dieser Fragen gehen die Wissenschaftler:innen davon aus, dass Anerkennung und gegenseitiger Austausch von Visionen nicht alle Konflikte wird lösen können. „Entwicklungsprozesse werden immer auch von versteckten Agenden und Machtverhältnissen beeinflusst, die den Fortschritt für alle behindern können. Der Erfolg von Entwicklungsinitiativen – etwa Megaprojekten – hängt jedoch davon ab, wie gut sie mit den Wünschen der Menschen vor Ort vereinbar sind“, sagt Professor Dr. Javier Revilla Diez, einer der Erstautoren der Sonderausgabe. Der Geograph lehrt und forscht am SFB „Future Rural Africa“ und am Global South Studies Center der Universität zu Köln.

Inhaltlicher Kontakt:

Professor Dr. Javier Revilla Diez

Geographisches Institut der Universität zu Köln

+49 221 470 7251

j.revilladiez@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Eva Schissler

+49 221 470 4030

e.schissler@verw.uni-koeln.de

Veröffentlichung:

Rural aspirations in Africa – livelihood decisions and rural development trajectories. European Journal of Development Research, volume 33, issue 4, July 2021

link.springer.com/journal/41287/volumes-and-issues/33-4

Weitere Informationen:

www.crc228.de/

Verantwortlich: Jürgen Rees – j.rees@verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107 j.rees@verw.uni-koeln.de

V.i.S.d.P.: Jürgen Rees

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