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04.12.2020 – 10:07

DGPRÄC - Dt. Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

"Tag des brandverletzten Kindes: Vorsicht, heiß!"

Ein Dokument

Berlin, 04.12.2020 - "Vorsicht, heiß!" so lautet das Motto am "Tag des brandverletzten Kindes", der am 7. Dezember 2020 stattfindet. Für den Initiator "Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder e.V." stehen in diesem Jahr Verbrennungen und Verbrühungen und die beträchtlichen Folgen einer Brandverletzung im Kindesalter im Zentrum.

Massive Schmerzen und schwerwiegende Folgen

Jedes Jahr werden deutschlandweit mehr als 7.500 Kinder unter 15 Jahren wegen eines Verbrennungs- oder Verbrühungsunfalls stationär im Krankenhaus behandelt. Eine Brandverletzung verursacht bei den betroffenen Kindern massive Schmerzen und in zahlreichen Fällen schwerwiegende, langfristige Folgen. Eine kurze Unaufmerksamkeit kann nicht nur für das betroffene Kind lebensverändernd und traumatisierend sein, sondern auch für die gesamte Familie und am Unfall beteiligte Personen. "Wir Plastischen Chirurgen und Handchirurgen sind häufig mit der Behandlung von Verbrennungen und Verbrühungen befasst und unterstützen die Aktion uneingeschränkt", berichtet Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgen (DGPRÄC).

Kinder und Jugendliche schützen

Besonders wichtig sei es, Kinder und Jugendliche vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen zu schützen und sie altersgerecht auf die Gefahren aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. "Kinder sind eine Hochrisikogruppe und vor allem heiße Flüssigkeiten können die empfindliche Kinderhaut dauerhaft verletzen, viele Gefahren lauern im eigenen Haushalt. Dies muss man sich immer wieder bewusst machen", erklärt Prof. Dr. Henrik Menke. Der Vizepräsident der DGPRÄC und Leiter des Referats Verbrennung empfiehlt folgende Schutzmaßnahmen:

Tipps zum Schutz:

  • Nichts Heißes essen oder trinken, während ein Kind auf dem Arm oder Schoß ist.
  • Heißgetränke nie zu nah an den Rand von Tisch- und Arbeitsplatte oder auf dem Boden abstellen.
  • Keine herabhängenden Tischdecken verwenden; Kinder könnten sich daran hochziehen.
  • Wasserkocher und andere elektrische Geräte immer außer Reichweite von Kindern stellen. Vorsicht mit herabhängenden Kabeln!
  • Kinder von heißen Flächenwie Herdplatten, Kaminöfen und Backöfen fernhalten.
  • Immer auf den hinteren Herdplatten kochen und die Griffe von Töpfen und Pfannen nach hinten drehen. Kochfeld mit einem Herdschutzgitter sichern, damit Kinder nicht auf heiße Platten fassen oder Töpfe auf sich herabziehen können.
  • Badewassertemperatur immer kontrollieren, niemals nur heißes Wasser einlaufen lassen. Wasserhähne mit Thermostat sichern.
  • Wärmflaschen mit Wasser unter 50° Celsius befüllen und die Flasche gut verschließen (bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern nicht verwenden).

Beim "Tag des brandverletzten Kindes" beteiligen sich bundesweit rund 100 Aktionspartner, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Präsenzveranstaltungen ausgeschlossen, umso wichtiger ist es, auf anderen Kanälen (zum Beispiel Social Media) zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.tag-des-brandverletzten-kindes.de/

https://www.paulinchen.de/

Deutsche Gesellschaft der
Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V.
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Fon: 030 / 28 00 44 50
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