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11.03.2020 – 10:02

ETL-Gruppe

Amazon: Erhöhung der FBA-Versandgebühren zum 1. April

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Kein Aprilscherz: Deutsche Onlinehändler müssen für den Paketversand durch Amazon ab dem 1.4.2020 bis zu 15 % mehr bezahlen.

Der 1. April ist ja bekanntermaßen ein Tag der Scherze und Streiche. Im Hinblick auf diesen Tag dürften viele Amazon-Onlinehändler allerdings nicht wirklich amüsiert sein. Amazon beschloss nämlich eine Gebührenerhöhung für den Paketversand im Rahmen des FBA-Programms (Fulfillment by Amazon), die ab April 2020 gültig ist. Diese gilt für alle Paketgrößen und Gewichtsklassen. Darüber informiert das Unternehmen auf seiner Seller-Central-Seite.

Vor allem deutsche Händler dürften sich beim Blick auf die Informationsseite stark benachteiligt fühlen: Sie müssen eine durchschnittliche Gebührenerhöhung von 9,4 % akzeptieren. Für Pakete der Standardgröße in den Gewichtsklassen von 4 kg bis 12 kg ist die Kostensteigerung für Deutschland mit sogar rund 15 % besonders drastisch.

Keine Überraschung: Amazon begründet die Gebührenanpassung mit großen Investitionen im Jahr 2019, die dem Ausbau seines Serviceniveaus dienten. Laut dem Online-Riesen wurde der kostenlose 1-Tag-Premiumversand so auf 6 Mio. Prime-Artikel ausgeweitet.

FBA und steuerliche Pflichten

Mit seinem „Fulfillment by Amazon“-Programm wirbt Amazon vor allem mit einem erleichterten europaweiten Verkauf und paneuropäische n Versand. Das läuft so ab: Ein deutscher Händler sendet seine Ware an ein Logistikzentrum in Deutschland. Amazon leitet diese an Lager in ganz Europa weiter, z. B. nach Polen oder Tschechien. Verkauft der Händler seine Produkte innerhalb Europas, versendet Amazon die Ware aus dem Lager, das die größte Nähe zum Kunden hat.

Steuerlich gesehen liegt beim Umlagern aus Deutschland nach Polen oder Tschechien ein innergemeinschaftliches Verbringen vor, wenn zu diesem Zeitpunkt noch unklar ist, an wen die Ware letztendlich verkauft wird. Der deutsche Onlinehändler zahlt darauf zwar keine Umsatzsteuer, muss dafür aber eine Pro-Forma-Rechnung ausstellen. Zudem muss er sich im Lagerland steuerlich registrieren und eine Steuererklärung abgeben sowie weiteren steuerlichen Pflichten nachkommen.

„Onlinehändler, die am Pan-EU-FBA-Programm teilnehmen, haben es ohnehin nicht ganz einfach mit ihren steuerlichen Verpflichtungen“, erklärt Georg Faust, Leiter E-Commerce bei der ETL. „Die Erhöhung der Gebühren macht den Amazon-Service für die Händler nicht gerade attraktiver. Allerdings sind sie mit einem auf Onlinehändler spezialisierten Steuerberater steuerlich gesehen auf jeden Fall auf der sicheren Seite“.

Über fynax

fynax bietet Steuerberatung und Buchhaltung mit maßgeschneidertem One-Stop-Shop Service für E-Commerce und digitale Unternehmen, die in Online Shop-Systemen sowie Marktplätzen wie Amazon und eBay tätig sind. Mit hochspezialisierten Experten hat fynax das perfekte System für optimierte Datenintegration entwickelt, um für Geschäftsergebnisse und Verkaufszahlen alle steuerlichen Pflichten zu erfüllen sowie Lohn- und Finanzbuchhaltung fertig zu stellen.

Pressekontakt

Dominik Zlotkowski, Tel.: 030 22 64 34 34, E-Mail: dominik.zlotkowski@etl.de

ETL, Mauerstr. 86-88, 10117 Berlin, Fax: 030 22 64 01 00, www.etl.de

Weiteres Material zum Download

Dokument: PM 2020-03-11_Amazon~rsandgebühren.docx